CC 351 2019
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
Blister BU
San Marino · 550. Todestag von Filippo Lippi
Auflage53.150
Ausgabepreis16,50 €
Ausgabedatum29.08.2019
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis135,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 550. Todestag von Filippo Lippi. Das Motiv zeigt die „Madonna mit Kind“, ein Detail aus seinem Werk „Madonna mit Kind und zwei Engeln“, sowie die Schriftzüge „SAN MARINO“ und „FILIPPO Lippi“ und die Jahreszahlen 1469 und 2019.
Das Motiv
Inmitten der Münze sind „Madonna mit Kind“ zu sehen, ein Detail aus dem Werk Filippo Lippis „Madonna mit Kind und zwei Engeln“. Oben verlaufen die Schriftzüge „SAN MARINO“ und „FILIPPO Lippi“. Links stehen das Jahr „1469“ und der Buchstabe R als Zeichen der Münze von Rom. Unten links ist die Abkürzung der Autorin Maria Angela Cassol „M.A.C.“ zu sehen. In der Mitte ist das Jahr „2019“ vermerkt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Filippo Lippi, meist Fra Filippo Lippi genannt, war ein Maler der italienischen Frührenaissance. Er wurde um 1406 in Florenz geboren und trat als junger Mann in den Karmeliterorden ein. Im Florentiner Kloster Santa Maria del Carmine kam er mit den Fresken Masaccios in der Brancacci-Kapelle in Berührung. Deren räumliche Wirkung und wirklichkeitsnahe Figuren prägten seine Malerei. Später arbeitete Lippi unter anderem für die Familie Medici und erhielt kirchliche Aufträge in Florenz, Prato und Spoleto.
Zu seinen umfangreichsten Arbeiten gehören die Fresken im Chor des Doms von Prato mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers und des heiligen Stephanus. In seinen letzten Lebensjahren war Lippi an einem Freskenzyklus im Dom von Spoleto tätig. Dort starb er; die Arbeiten wurden anschließend von seiner Werkstatt vollendet. Sein Sohn Filippino Lippi wurde ebenfalls Maler und führte Elemente der Kunst seines Vaters in der folgenden Künstlergeneration weiter.
Das für die Münze herangezogene Gemälde entstand vermutlich um die Mitte der 1460er-Jahre und befindet sich heute in den Uffizien in Florenz. Es ist in Tempera auf Holz ausgeführt. Maria sitzt vor einem geöffneten Fenster, hinter dem sich eine weitläufige Landschaft erstreckt. Zwei Engel heben ihr das Kind entgegen; einer von ihnen blickt aus dem Bild zum Betrachter. Die Verbindung eines religiösen Andachtsbildes mit lebensnahen Gesichtszügen, räumlicher Tiefe und erzählerischen Details ist charakteristisch für Lippis Stil.
Ein unmittelbarer biografischer Bezug des Malers zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Auswahl erklärt sich vielmehr durch das kalendarische Jubiläum und durch Lippis Stellung innerhalb der Kunst der italienischen Renaissance. San Marino nutzt seine Gedenkmünzen regelmäßig auch zur Erinnerung an Künstler und Werke, die zum gemeinsamen italienischen und europäischen Kulturerbe gezählt werden.
Zu seinen umfangreichsten Arbeiten gehören die Fresken im Chor des Doms von Prato mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers und des heiligen Stephanus. In seinen letzten Lebensjahren war Lippi an einem Freskenzyklus im Dom von Spoleto tätig. Dort starb er; die Arbeiten wurden anschließend von seiner Werkstatt vollendet. Sein Sohn Filippino Lippi wurde ebenfalls Maler und führte Elemente der Kunst seines Vaters in der folgenden Künstlergeneration weiter.
Das für die Münze herangezogene Gemälde entstand vermutlich um die Mitte der 1460er-Jahre und befindet sich heute in den Uffizien in Florenz. Es ist in Tempera auf Holz ausgeführt. Maria sitzt vor einem geöffneten Fenster, hinter dem sich eine weitläufige Landschaft erstreckt. Zwei Engel heben ihr das Kind entgegen; einer von ihnen blickt aus dem Bild zum Betrachter. Die Verbindung eines religiösen Andachtsbildes mit lebensnahen Gesichtszügen, räumlicher Tiefe und erzählerischen Details ist charakteristisch für Lippis Stil.
Ein unmittelbarer biografischer Bezug des Malers zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Auswahl erklärt sich vielmehr durch das kalendarische Jubiläum und durch Lippis Stellung innerhalb der Kunst der italienischen Renaissance. San Marino nutzt seine Gedenkmünzen regelmäßig auch zur Erinnerung an Künstler und Werke, die zum gemeinsamen italienischen und europäischen Kulturerbe gezählt werden.
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