CC 344 2019
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Stgl./BU
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Malta · Serie: Prähistorische Stätten, Ta’ Ħaġrat
Auflage20.000
Ausgabepreis7,00 €
Ausgabedatum13.05.2019
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis17,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt die prähistorischen Tempel von Ta‘ Haġrat, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das Motiv zeigt die aus zwei Strukturen bestehende Tempelanlage in Mġarr, deren größere Struktur etwa 3600–3200 v. Chr. entstand, mit ihrem markanten monumentalen Türrahmen. Darüber steht „TA’HAĠRAT TEMPLES 3600-3000 BC“, darunter „MALTA“ und „2019“.
Das Motiv
Auf der Münze sieht man Ta‘ Haġrat, einen prähistorischen Tempel in Mġarr, einem kleinen Dorf im Nordwesten Maltas. Der Tempel besteht aus zwei Strukturen. Die größte stammt aus der Zeit rund 3600-3200 Jahre v.Chr. Dieser Tempel hat einen monumentalen Türrahmen, sein markantestes Merkmal. Der Schriftzug „TA’HAĠRAT TEMPLES 3600-3000 BC“ steht über der Abbildung. Unten stehen der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und das Ausgabejahr „2019“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Ta’ Haġrat gehört zur neolithischen Tempelkultur der maltesischen Inseln. Zwischen dem vierten und dritten Jahrtausend v. Chr. errichteten die damaligen Gemeinschaften mehrere Anlagen aus großen, ohne Mörtel gesetzten Steinblöcken. Sie entstanden noch vor den ägyptischen Pyramiden und den heute sichtbaren Hauptteilen von Stonehenge. Da die Bevölkerung Maltas zu dieser Zeit keine Schrift verwendete, sind weder die Namen der Erbauer noch die genaue Funktion der Bauten überliefert.
Charakteristisch für die maltesischen Tempel sind gegliederte Innenräume mit halbkreisförmigen Apsiden, die von einem zentralen Gang aus zugänglich waren. Archäologische Funde wie Keramik, Altäre, Tierknochen und Figuren lassen auf gemeinschaftliche Zeremonien und religiöse Handlungen schließen. Welche Gottheiten oder Vorstellungen damit verbunden waren, bleibt jedoch offen. In Ta’ Haġrat wurde auch ein kleines Kalksteinmodell eines überdeckten Gebäudes gefunden. Es liefert einen Hinweis darauf, dass zumindest Teile der Tempel ursprünglich Dächer besessen haben könnten.
Ausgrabungen unter Leitung des maltesischen Arztes und Archäologen Themistocles Zammit legten die Anlage in den 1920er-Jahren systematisch frei. Spuren unterhalb der Tempelbauten zeigen, dass der Ort bereits zuvor besiedelt war. Ta’ Haġrat steht damit nicht isoliert, sondern gehört zu einer langen Siedlungs- und Bautradition im Gebiet um Mġarr. In der Umgebung liegt mit Skorba eine weitere prähistorische Fundstätte.
Die UNESCO fasst mehrere maltesische Tempelanlagen als gemeinsames Welterbe zusammen. Zunächst wurde 1980 Ġgantija auf Gozo aufgenommen; 1992 wurde der Eintrag auf weitere Tempelstätten auf Malta erweitert, darunter Ta’ Haġrat. Die Münze war Teil einer mehrjährigen maltesischen 2-Euro-Serie zu den prähistorischen Stätten des Landes. Durch diese Reihe wurden die einzelnen Anlagen nacheinander als Zeugnisse einer eigenständigen jungsteinzeitlichen Kultur vorgestellt.
Charakteristisch für die maltesischen Tempel sind gegliederte Innenräume mit halbkreisförmigen Apsiden, die von einem zentralen Gang aus zugänglich waren. Archäologische Funde wie Keramik, Altäre, Tierknochen und Figuren lassen auf gemeinschaftliche Zeremonien und religiöse Handlungen schließen. Welche Gottheiten oder Vorstellungen damit verbunden waren, bleibt jedoch offen. In Ta’ Haġrat wurde auch ein kleines Kalksteinmodell eines überdeckten Gebäudes gefunden. Es liefert einen Hinweis darauf, dass zumindest Teile der Tempel ursprünglich Dächer besessen haben könnten.
Ausgrabungen unter Leitung des maltesischen Arztes und Archäologen Themistocles Zammit legten die Anlage in den 1920er-Jahren systematisch frei. Spuren unterhalb der Tempelbauten zeigen, dass der Ort bereits zuvor besiedelt war. Ta’ Haġrat steht damit nicht isoliert, sondern gehört zu einer langen Siedlungs- und Bautradition im Gebiet um Mġarr. In der Umgebung liegt mit Skorba eine weitere prähistorische Fundstätte.
Die UNESCO fasst mehrere maltesische Tempelanlagen als gemeinsames Welterbe zusammen. Zunächst wurde 1980 Ġgantija auf Gozo aufgenommen; 1992 wurde der Eintrag auf weitere Tempelstätten auf Malta erweitert, darunter Ta’ Haġrat. Die Münze war Teil einer mehrjährigen maltesischen 2-Euro-Serie zu den prähistorischen Stätten des Landes. Durch diese Reihe wurden die einzelnen Anlagen nacheinander als Zeugnisse einer eigenständigen jungsteinzeitlichen Kultur vorgestellt.




