Übersicht Belgien 2019 25. Gründungstag des Europäischen Währungsinstituts – Übersicht
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CC 343 2019 2-Euro-Münze PP

2 Euro PP

Belgien · 25. Gründungstag des Europäischen Währungsinstituts

Auflage5.000
Ausgabepreis29,95 €
Ausgabedatum09.05.2019
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis28,90 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an das 25-jährige Bestehen des Europäischen Währungsinstituts (EWI), das 1994 gegründet wurde und den Übergang zu einer europäischen Einheitswährung vorbereitete. Das Motiv zeigt Alexandre Lamfalussy, den ersten Präsidenten des EWI, sowie seinen Namen, die Abkürzung „EMI“, den Schriftzug „European Monetary Institute“ und die Jahreszahl 1994. Aufeinanderfallende Münzen mit den Aufschriften „EUR“, „ECU“ und „BEF“ symbolisieren den Übergang von den nationalen Währungen zum Euro.

Das Motiv
Im Münzinneren sind rechts das Porträt von Alexandre Lamfalussy, dem ersten Präsidenten des EWI, und darunter sein Name abgebildet. Auf der linken Seite steht mittig die Abkürzung „EMI“ und darüber die Jahreszahl 1994, als das Währungsinstitut gegründet und Lamfalussy zum ersten Präsidenten ernannt wurde. Unter dem Schriftzug „EMI“ sind mehrere aufeinander fallende Münzen mit der Aufschrift „EUR“, „ECU“ bzw. „BEF“ (von oben nach unten) abgebildet. Da es sich um eine belgische Ausgabe handelt, haben wir uns für „BEF“, die Abkürzung unserer ehemaligen Landeswährung, entschieden. Diese Darstellung soll den Übergang von den Landeswährungen zu einer europäischen Einheitswährung, dem Euro, symbolisieren, da die Hauptaufgabe des EWI in der Schaffung des Europäischen Systems der Zentralbanken einschließlich der EZB und der neuen Währung bestand. Im oberen Teil der linken Münzseite befindet sich der Schriftzug „European Monetary Institute“.

Da die Königliche Niederländische Münze die Münzen prägen wird, befinden sich links das Münzzeichen von Utrecht, ein Hermesstab, und das belgische Zeichen der Münzmeister, das Wappen der Gemeinde Herzele. Der Ländercode BE und die Jahreszahl 2019 befinden sich am unteren Rand. Die Initialen „LL“ des Münzdesigners Luc Luycx befinden sich rechts.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Das Europäische Währungsinstitut entstand in der zweiten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, deren rechtliche Grundlage der Vertrag von Maastricht geschaffen hatte. In dieser Phase sollten die Zentralbanken enger zusammenarbeiten und ihre Geldpolitik stärker koordinieren. Das Institut traf jedoch noch keine gemeinsame Geldpolitik; die nationalen Zentralbanken blieben dafür zuständig. Es entwickelte vielmehr die organisatorischen, rechtlichen und technischen Voraussetzungen für das spätere Europäische System der Zentralbanken und die Europäische Zentralbank.

Zu den Vorarbeiten gehörten gemeinsame geldpolitische Instrumente, Regeln für den Zahlungsverkehr, statistische Verfahren und Konzepte für die Ausgabe der neuen Banknoten. Nach Abschluss dieser Aufgaben wurde das Institut 1998 durch die Europäische Zentralbank abgelöst. Anfang 1999 wurde der Euro zunächst als Buchgeld eingeführt, während Münzen und Banknoten erst 2002 in Umlauf kamen.

Der auf der Münze genannte ECU, die European Currency Unit, war keine allgemein verwendete Bargeldwährung. Er beruhte auf einem Korb europäischer Währungen und diente unter anderem als Rechen- und Bezugsgröße im Europäischen Währungssystem. Der belgische Franc, auf den die Abkürzung BEF verweist, war dagegen die damalige Landeswährung Belgiens. Die Gegenüberstellung beider Einheiten mit dem Euro macht verschiedene Ebenen der Währungsintegration sichtbar: nationale Währung, europäische Rechnungseinheit und gemeinsame Währung.

Alexandre Lamfalussy war ein in Ungarn geborener belgischer Ökonom und Zentralbanker. Vor seiner Tätigkeit beim Europäischen Währungsinstitut arbeitete er unter anderem bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, deren Generaldirektor er war. Seine Laufbahn verband damit das belgische Bankwesen, die internationale Zusammenarbeit von Zentralbanken und die Vorbereitung der europäischen Währungsunion.

Für Belgien bot das Jubiläum somit auch einen personellen Bezug: Lamfalussy war belgischer Staatsbürger und hatte einen Teil seiner beruflichen Laufbahn im belgischen Finanz- und Zentralbankwesen verbracht. Der gewählte Anlass erinnert weniger an die sichtbare Bargeldeinführung als an die institutionellen Vorarbeiten, ohne die der Übergang zum Euro nicht möglich gewesen wäre.

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