CC 340 2019
Numisbrief
Stgl./BU
Numisbrief
Slowakei · 100. Todestag Milan Rastislav Štefánik
Auflage2.000
Ausgabepreis8,04 €
Ausgabedatum25.04.2019
VerpackungNumisbrief
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 100. Todestag von Milan Rastislav Štefánik. Das Motiv zeigt sein Porträt sowie die Geburts- und Todesjahre „1880“ und „1919“. Im Halbkreis sind sein vollständiger Name „MILAN RASTISLAV ŠTEFÁNIK“ und die Bezeichnung „SLOVENSKO“ angeordnet.
Das Motiv
Das Motiv zeigt ein Porträt von Milan Rastislav Štefánik. Links vom Porträt befinden sich untereinander das Geburtsjahr „1880“ und das Todesjahr „1919“. Auf der linken Seite des Münzinneren sind im Halbkreis der Name „MILAN RASTISLAV ŠTEFÁNIK“ und der Name des Ausgabestaates „SLOVENSKO“ zu lesen. Das Ausgabejahr „2019“ befindet sich zwischen dem Porträt und der rechten Seite. Unter dem Jahr befinden sich die stilisierten Buchstaben „PV“, die Initialen des Designers Peter Valach, und darunter ist zwischen zwei Prägeformen das Zeichen „MK“ der Münzprägeanstalt Kremnica (Mincovňa Kremnica) zu erkennen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Milan Rastislav Štefánik war Astronom, Militärflieger, französischer General und Diplomat. Er stammte aus dem slowakischen Teil des damaligen Königreichs Ungarn innerhalb Österreich-Ungarns und studierte in Prag. Anschließend ging er nach Frankreich, wo er am Observatorium von Meudon arbeitete. Für astronomische und meteorologische Beobachtungen unternahm er mehrere Reisen, unter anderem in den Pazifikraum. Später erhielt er die französische Staatsbürgerschaft.
Während des Ersten Weltkriegs verband Štefánik seine Tätigkeit für Frankreich mit dem Ziel, einen gemeinsamen Staat der Tschechen und Slowaken zu schaffen. Zusammen mit Tomáš Garrigue Masaryk und Edvard Beneš gehörte er zur Führung des Tschechoslowakischen Nationalrats im Exil. Diese Organisation bemühte sich bei den Staaten der Entente um die Anerkennung einer eigenständigen tschechoslowakischen Staatlichkeit. Štefánik nutzte dabei seine Kontakte in französischen und italienischen Regierungs- und Militärkreisen.
Ein weiterer Teil seiner Arbeit war der Aufbau der Tschechoslowakischen Legionen. Diese militärischen Verbände bestanden vor allem aus tschechischen und slowakischen Kriegsgefangenen, Auswanderern und Überläufern und kämpften an der Seite der Entente. Štefánik war insbesondere an ihrer Organisation und politischen Absicherung in Frankreich, Italien und Russland beteiligt. Nach der Gründung der Tschechoslowakei wurde er Kriegsminister der neuen Regierung.
Er kam beim Absturz eines Militärflugzeugs nahe Bratislava ums Leben, als er aus Italien in seine Heimat zurückkehrte. Sein Tod kurz nach der Staatsgründung trug dazu bei, dass er in der Slowakei zu einer Symbolfigur für staatliche Eigenständigkeit und die internationale Verankerung der Tschechoslowakei wurde. Denkmäler, Ortsnamen und staatliche Einrichtungen erinnern an ihn; auch der Flughafen Bratislava trägt seinen Namen. Die Münzwahl erklärt sich daher aus seiner Rolle bei der Entstehung des gemeinsamen Staates und aus seinem festen Platz in der slowakischen Erinnerungskultur.
Während des Ersten Weltkriegs verband Štefánik seine Tätigkeit für Frankreich mit dem Ziel, einen gemeinsamen Staat der Tschechen und Slowaken zu schaffen. Zusammen mit Tomáš Garrigue Masaryk und Edvard Beneš gehörte er zur Führung des Tschechoslowakischen Nationalrats im Exil. Diese Organisation bemühte sich bei den Staaten der Entente um die Anerkennung einer eigenständigen tschechoslowakischen Staatlichkeit. Štefánik nutzte dabei seine Kontakte in französischen und italienischen Regierungs- und Militärkreisen.
Ein weiterer Teil seiner Arbeit war der Aufbau der Tschechoslowakischen Legionen. Diese militärischen Verbände bestanden vor allem aus tschechischen und slowakischen Kriegsgefangenen, Auswanderern und Überläufern und kämpften an der Seite der Entente. Štefánik war insbesondere an ihrer Organisation und politischen Absicherung in Frankreich, Italien und Russland beteiligt. Nach der Gründung der Tschechoslowakei wurde er Kriegsminister der neuen Regierung.
Er kam beim Absturz eines Militärflugzeugs nahe Bratislava ums Leben, als er aus Italien in seine Heimat zurückkehrte. Sein Tod kurz nach der Staatsgründung trug dazu bei, dass er in der Slowakei zu einer Symbolfigur für staatliche Eigenständigkeit und die internationale Verankerung der Tschechoslowakei wurde. Denkmäler, Ortsnamen und staatliche Einrichtungen erinnern an ihn; auch der Flughafen Bratislava trägt seinen Namen. Die Münzwahl erklärt sich daher aus seiner Rolle bei der Entstehung des gemeinsamen Staates und aus seinem festen Platz in der slowakischen Erinnerungskultur.
Wissenswertes
Herausgeber: POFIS, Bratislava (Slowakische Post)


