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Litauen · Gesang- und Tanzfestival 2018
Ausgabedatum26.06.2018
Gesamtauflage500.000
EU-Maximum500.000
Editionen3
RandschriftLAISVĖ ★ VIENYBĖ ★ GEROVĖ ★
AufschriftLIETUVA / 2018
DesignerEglė Ratkutė
PrägestätteUAB Lietuvos monetų kalykla, Vilnius (Lithuania)
Zum Ausgabeanlass
Die Münze würdigt das Litauische Chor- und Tanzfest, das in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen wurde. Das Motiv zeigt stilisierte Menschen und Vögel im Stil der litauischen Scherenschnitt-Kunst, die Volkstänze und Gesang symbolisieren. Unten steht „LIETUVA“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt stilisierte Abbildungen von Menschen und Vögeln, die für die zur litauischen Volkskunst zählenden Scherenschnitt-Kunst typisch sind und Volkstänze und Gesang symbolisieren. Unten in der Mitte ist der Ausgabestaat „LIETUVA“, links das Ausgabejahr „2018“ und rechts das Münzzeichen der litauischen Münzprägeanstalt eingraviert. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die litauische Tradition großer Sängerfeste entstand im Umfeld der nationalen Erneuerungsbewegungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Gemeinsames Singen bot eine Möglichkeit, die litauische Sprache und Volkskultur öffentlich zu pflegen. Das war besonders relevant, weil Litauen damals zum Russischen Reich gehörte und der Gebrauch des Litauischen zeitweise eingeschränkt war. Chöre, Volkslieder und kulturelle Vereine wurden dadurch eng mit der Herausbildung eines modernen litauischen Nationalbewusstseins verbunden.
Das erste landesweite litauische Sängerfest fand 1924 in Kaunas statt, der damaligen provisorischen Hauptstadt. Aus dem Chorgesang entwickelte sich ein umfangreiches Festprogramm, zu dem später auch Volkstänze, Instrumentalmusik, Theater und weitere Formen traditioneller Kultur hinzukamen. Kennzeichnend ist die Beteiligung zahlreicher Laienensembles aus verschiedenen Regionen. Die Veranstaltungen sind daher nicht nur Aufführungen für ein Publikum, sondern beruhen auf langfristiger gemeinschaftlicher Proben- und Vereinsarbeit.
Während der sowjetischen Herrschaft wurde die Festtradition fortgeführt, allerdings staatlich organisiert und ideologisch beeinflusst. Neben vorgeschriebenen politischen Elementen blieben litauische Lieder, Tänze, Trachten und regionale Ausdrucksformen präsent. Auf diese Weise konnten kulturelle Praktiken weitergegeben werden, die von vielen Teilnehmern zugleich als Teil ihrer nationalen Identität verstanden wurden. Nach der Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit erhielt diese Funktion einen neuen politischen und historischen Rahmen.
Die litauischen Feiern gehören zu einer gemeinsamen baltischen Sängerfesttradition, die auch in Estland und Lettland gepflegt wird. Charakteristisch sind große Chorformationen, Massenchoreografien und ein Repertoire, das Volksüberlieferung mit eigens komponierten Werken verbindet.
Die Münzausgabe fiel in das Jahr 2018, in dem Litauen an die hundertste Wiederherstellung seiner Staatlichkeit von 1918 erinnerte. Auch das damalige Chor- und Tanzfest stand in diesem historischen Zusammenhang. Die Wahl des Themas verband somit eine regelmäßig praktizierte kulturelle Tradition mit dem staatlichen Jubiläumsjahr.
Das erste landesweite litauische Sängerfest fand 1924 in Kaunas statt, der damaligen provisorischen Hauptstadt. Aus dem Chorgesang entwickelte sich ein umfangreiches Festprogramm, zu dem später auch Volkstänze, Instrumentalmusik, Theater und weitere Formen traditioneller Kultur hinzukamen. Kennzeichnend ist die Beteiligung zahlreicher Laienensembles aus verschiedenen Regionen. Die Veranstaltungen sind daher nicht nur Aufführungen für ein Publikum, sondern beruhen auf langfristiger gemeinschaftlicher Proben- und Vereinsarbeit.
Während der sowjetischen Herrschaft wurde die Festtradition fortgeführt, allerdings staatlich organisiert und ideologisch beeinflusst. Neben vorgeschriebenen politischen Elementen blieben litauische Lieder, Tänze, Trachten und regionale Ausdrucksformen präsent. Auf diese Weise konnten kulturelle Praktiken weitergegeben werden, die von vielen Teilnehmern zugleich als Teil ihrer nationalen Identität verstanden wurden. Nach der Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit erhielt diese Funktion einen neuen politischen und historischen Rahmen.
Die litauischen Feiern gehören zu einer gemeinsamen baltischen Sängerfesttradition, die auch in Estland und Lettland gepflegt wird. Charakteristisch sind große Chorformationen, Massenchoreografien und ein Repertoire, das Volksüberlieferung mit eigens komponierten Werken verbindet.
Die Münzausgabe fiel in das Jahr 2018, in dem Litauen an die hundertste Wiederherstellung seiner Staatlichkeit von 1918 erinnerte. Auch das damalige Chor- und Tanzfest stand in diesem historischen Zusammenhang. Die Wahl des Themas verband somit eine regelmäßig praktizierte kulturelle Tradition mit dem staatlichen Jubiläumsjahr.
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2018 · Coincard: 9,- / 5,-





