Übersicht Frankreich 2018 Simone Veil – Übersicht
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CC 319 2018 2-Euro-Münze PP

2 Euro PP

Frankreich · Simone Veil

Auflage10.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum26.06.2018
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis29,00 €

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Die Gedenkmünze würdigt Simone Veil, eine Leitfigur im Kampf für Frauenrechte, Überlebende der Deportation nach Auschwitz und erste gewählte Präsidentin des Europäischen Parlaments. Das Motiv zeigt ihr Porträt mit der Häftlingsnummer auf dem Kragen; im Hintergrund sind das Europäische Parlament sowie ihr Name und ihre Lebensjahre dargestellt. Veil setzte sich für die 1975 beschlossene Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs ein und war seit 2008 Mitglied der Académie française.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt ein Porträt von Simone Veil, einer Leitfigur im Kampf für die Rechte der Frauen. Simone Veil, geborene Jacob, ist im Juni 2017 im Alter von 89 Jahren verstorben. Sie überlebte die Deportation nach Auschwitz und wurde zu einer der wichtigsten Figuren beim Aufbau Europas. Von 1979 bis 1982 war sie die erste gewählte Präsidentin des Europäischen Parlaments. Sie steht für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, für die sie sich einsetzte und die 1975 durch ein nach ihr benanntes Gesetz beschlossen wurde. Seit 2008 war sie Mitglied der Académie française.

Ihre Häftlingsnummer erscheint auf ihrem Kragen. Im Hintergrund ist das Europäische Parlament abgebildet und stehen ihr Name, das Geburts- und das Todesjahr, die Länderbezeichnung „RF“, das Ausgabejahr „2018“ sowie die Münzzeichen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Simone Veil wurde 1927 als Simone Jacob in Nizza in eine jüdische Familie geboren. Während der deutschen Besatzung Frankreichs wurde sie 1944 festgenommen und mit Teilen ihrer Familie deportiert. Nach Auschwitz-Birkenau kam sie in weitere Lager; bei der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen im April 1945 war sie siebzehn Jahre alt. Ihre Eltern und ihr Bruder überlebten die nationalsozialistische Verfolgung nicht. Später sprach Veil öffentlich über die Shoah und engagierte sich für deren Erinnerung.

Nach dem Krieg studierte sie Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft. Als Richterin und Beamtin arbeitete sie unter anderem in der französischen Gefängnisverwaltung. Dort befasste sie sich besonders mit den Haftbedingungen von Frauen. 1974 wurde sie Gesundheitsministerin in der Regierung von Präsident Valéry Giscard d’Estaing.

Die nach ihr benannte Regelung zum Schwangerschaftsabbruch entstand in einer politisch und gesellschaftlich stark umkämpften Situation. Schwangerschaftsabbrüche waren in Frankreich grundsätzlich strafbar, wurden aber dennoch vorgenommen, häufig unter gefährlichen Bedingungen. Veil verteidigte den Gesetzentwurf im November 1974 vor der Nationalversammlung. Dabei war sie heftigen persönlichen und teils antisemitischen Angriffen ausgesetzt. Das Gesetz erlaubte einen Abbruch innerhalb einer festgelegten Frist und unter bestimmten Voraussetzungen. Es trat zunächst versuchsweise in Kraft und wurde später dauerhaft bestätigt.

Veils europäisches Engagement stand im Zusammenhang mit der ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments. Diese sollte dem Parlament eine stärkere demokratische Legitimation geben. Ihre Biografie verband die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen mit der Vorstellung, dass die europäische Zusammenarbeit neue Kriege verhindern könne.

Frankreich gab die Münze ein Jahr nach Veils Tod heraus. Im selben Jahr wurden sie und ihr bereits zuvor verstorbener Ehemann Antoine Veil in das Pariser Panthéon überführt. Dort ehrt die Republik Persönlichkeiten, deren Lebensweg mit ihrer politischen und gesellschaftlichen Geschichte verbunden ist. Die Münzausgabe fügte sich damit in die staatlichen Gedenkveranstaltungen des Jahres 2018 ein.

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