Rückseite Malta 2018 Serie: Prähistorische Stätten Mnajdra – Rückseite
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CC 317 2018 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

2 Euro Stgl./BU

Malta · Serie: Prähistorische Stätten, Mnajdra

Auflage300.000
Ausgabedatum21.06.2018
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis6,56 €

Varianten

3
1.1 · BU · Coincard · Auflage 20.000
ohne Münzzeichen (Standard)
Serie: Prähistorische Stätten Mnajdra · KMS · Auflage 15.000
Münzzeichen "F" im 6-Uhr-Stern
Serie: Prähistorische Stätten Mnajdra · Umlauf · Rollenware · Auflage 300.000
ohne Münzzeichen (Standard)

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden prähistorischen Tempel von Mnajdra. Das Motiv zeigt die aus drei Tempeln bestehende Anlage, deren älteste Teile aus der Zeit um 3600–3200 v. Chr. stammen. Mnajdra ist für seine astronomische Ausrichtung auf die Tagundnachtgleiche und die Sommersonnenwende bekannt; ergänzt wird das Motiv durch die Aufschriften „MNAJDRA“, „TEMPLES“ und „3600-2500 BC“.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt die prähistorischen maltesischen Tempel von Mnajdra, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind. Die prähistorischen Stätten von Mnajdra bestehen aus drei Tempeln, die um einen ovalen Vorplatz gruppiert sind. Sie befinden sich an der Südküste Maltas, in rund 500 m Entfernung von Hagar Qim. Mnajdra ist bekannt für seine astronomische Ausrichtung; der Süd-Tempel wurde offenbar errichtet, um die Tagundnachtgleiche und die Sommersonnenwende zu markieren. Die ältesten Teile des Komplexes datieren von etwa 3600-3200 v. Chr. Am oberen rechten Rand des Münzmotivs befinden sich untereinander angebracht die Aufschriften „MNAJDRA“, „TEMPLES“ und die Jahreszahlen „3600-2500 BC“. Am unteren linken Rand des Münzinneren sind der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2018“ zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Mnajdra gehört zur sogenannten maltesischen Tempelkultur, die sich auf den Inseln Malta und Gozo während der Jungsteinzeit entwickelte. Ihre Bauwerke entstanden durch Gemeinschaften, die von Ackerbau und Viehzucht lebten und über keine Metallwerkzeuge verfügten. Dennoch transportierten und bearbeiteten sie große Kalksteinblöcke. Schriftliche Zeugnisse dieser Bevölkerung sind nicht überliefert; ihre gesellschaftliche Organisation und religiösen Vorstellungen lassen sich daher nur aus Bauformen, Bestattungen und Fundgegenständen erschließen.

Kennzeichnend für die maltesischen Tempel sind monumentale Eingänge aus senkrechten Steinblöcken mit darüberliegenden Quersteinen sowie Innenräume mit halbkreisförmigen Nischen. Steinplatten, Altäre, Tierknochen und figürliche Darstellungen sprechen für gemeinschaftliche Zeremonien und Opferhandlungen. Welche Gottheiten verehrt wurden und wie die einzelnen Räume genutzt wurden, ist jedoch nicht sicher geklärt. Die heute offenen Räume waren vermutlich zumindest teilweise überdacht. Mnajdra wurde aus unterschiedlichen lokalen Kalksteinsorten errichtet; für besonders beanspruchte Außenbereiche kam härteres Gestein zum Einsatz.

Die Tempelbauten Maltas sind Teil einer eigenständigen Inseltradition. Zwar bestanden Kontakte zu anderen Gemeinschaften im Mittelmeerraum, doch weisen Architektur und Ausstattung charakteristische lokale Formen auf. Gegen Ende der Tempelzeit brach diese Bautradition ab. Die Ursachen sind unbekannt; diskutiert werden Veränderungen der Umwelt, der Wirtschaftsweise oder der Bevölkerung.

Die UNESCO-Eintragung umfasst mehrere megalithische Tempelstätten auf Malta und Gozo, darunter auch Ġgantija, Ħaġar Qim, Tarxien, Ta’ Ħaġrat und Skorba. Zusammen dokumentieren sie verschiedene Entwicklungsstufen der prähistorischen Architektur des Archipels.

Die Münze war Teil einer maltesischen Serie zu prähistorischen Stätten. Diese begann 2016 mit Ġgantija und wurde 2017 mit Ħaġar Qim fortgesetzt. Die Auswahl von Mnajdra ordnete die Anlage damit in eine Folge archäologischer Motive ein, durch die Malta sein vorantikes Kulturerbe auf Umlaufmünzen darstellte.

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