CC 310 2018
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
San Marino · 500. Geburtstag von Jacopo Tintoretto
Auflage2.600
Ausgabepreis130,00 €
Ausgabedatum05.04.2018
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)250,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 500. Jahrestag der Geburt von Tintoretto. Das Motiv zeigt einen Ausschnitt aus seinem Gemälde „Die Heimsuchung“ mit der Umarmung der Heiligen Jungfrau und Elisabeth sowie die Jahreszahlen „1518-2018“. Um den Ausschnitt stehen die Inschriften „SAN MARINO“ und „Tintoretto“; links befinden sich die Initialen der Künstlerin Luciana de Simoni „LDS“ und das Münzzeichen „R“.
Das Motiv
In der Mitte sind ein Ausschnitt aus dem Tintoretto-Gemälde „Die Heimsuchung“ (Umarmung von Heiliger Jungfrau und Elisabeth) sowie die Daten „1518-2018“ zu sehen; um den Gemäldeausschnitt herum: oben ist „SAN MARINO“ und unten „Tintoretto“ zu lesen; links stehen die Initialen der Künstlerin Luciana de Simoni „LDS“ und das Münzzeichen der Münze von Rom „R“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Tintoretto hieß eigentlich Jacopo Robusti und lebte fast sein gesamtes Leben in Venedig. Sein Beiname leitet sich vom Beruf seines Vaters ab, der als Färber arbeitete; „Tintoretto“ bedeutet sinngemäß „kleiner Färber“. Der Maler erhielt zahlreiche Aufträge von venezianischen Kirchen, Bruderschaften und staatlichen Einrichtungen. Auch seine Kinder Marietta und Domenico waren als Maler tätig und arbeiteten zeitweise in seiner Werkstatt.
Seine Malerei gehört zur späten Renaissance und weist zugleich Merkmale des Manierismus auf. Kennzeichnend sind stark verkürzte Figuren, ungewöhnliche Blickwinkel, ausgeprägte Hell-Dunkel-Kontraste und Kompositionen, die Bewegung und räumliche Tiefe betonen. Viele seiner großformatigen Werke befinden sich noch heute an den Orten, für die sie geschaffen wurden. Dazu zählen Gemälde im Dogenpalast und umfangreiche Bildfolgen in der Scuola Grande di San Rocco, einer venezianischen Laienbruderschaft mit religiösen und karitativen Aufgaben.
Auch das für die Münze herangezogene Werk gehört zur Ausstattung der Scuola Grande di San Rocco. Sein Thema stammt aus dem Lukasevangelium: Maria besucht Elisabeth, nachdem sie von ihrer eigenen Schwangerschaft erfahren hat. Elisabeth erwartet zu diesem Zeitpunkt Johannes den Täufer. Bei der Begegnung erkennt sie Maria als Mutter Jesu; an die Szene schließen sich im biblischen Bericht Elisabeths Segensruf und der Lobgesang Marias, das Magnificat, an. In der christlichen Kunst wird dieser Vorgang als „Heimsuchung“ oder „Visitation“ bezeichnet.
Ein unmittelbarer biografischer Bezug Tintorettos zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Auswahl erklärt sich vielmehr aus dem runden Geburtsjubiläum und aus der kulturellen Nähe der Republik zum italienischen Sprach- und Kunstraum. San Marino greift bei seinen Gedenkmünzen neben Themen der eigenen Staatsgeschichte auch Künstler und kulturelle Jubiläen auf, die über das Staatsgebiet hinaus bekannt sind.
Seine Malerei gehört zur späten Renaissance und weist zugleich Merkmale des Manierismus auf. Kennzeichnend sind stark verkürzte Figuren, ungewöhnliche Blickwinkel, ausgeprägte Hell-Dunkel-Kontraste und Kompositionen, die Bewegung und räumliche Tiefe betonen. Viele seiner großformatigen Werke befinden sich noch heute an den Orten, für die sie geschaffen wurden. Dazu zählen Gemälde im Dogenpalast und umfangreiche Bildfolgen in der Scuola Grande di San Rocco, einer venezianischen Laienbruderschaft mit religiösen und karitativen Aufgaben.
Auch das für die Münze herangezogene Werk gehört zur Ausstattung der Scuola Grande di San Rocco. Sein Thema stammt aus dem Lukasevangelium: Maria besucht Elisabeth, nachdem sie von ihrer eigenen Schwangerschaft erfahren hat. Elisabeth erwartet zu diesem Zeitpunkt Johannes den Täufer. Bei der Begegnung erkennt sie Maria als Mutter Jesu; an die Szene schließen sich im biblischen Bericht Elisabeths Segensruf und der Lobgesang Marias, das Magnificat, an. In der christlichen Kunst wird dieser Vorgang als „Heimsuchung“ oder „Visitation“ bezeichnet.
Ein unmittelbarer biografischer Bezug Tintorettos zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Auswahl erklärt sich vielmehr aus dem runden Geburtsjubiläum und aus der kulturellen Nähe der Republik zum italienischen Sprach- und Kunstraum. San Marino greift bei seinen Gedenkmünzen neben Themen der eigenen Staatsgeschichte auch Künstler und kulturelle Jubiläen auf, die über das Staatsgebiet hinaus bekannt sind.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie die beiden diesjährigen 2-€-Gedenkmünzen "500. Geburtstag von Jacopo Tintoretto" (CC310) und "420. Geburtstag von Gian Lorenzo Bernini" (CC324), Nennwert: 7,88 €.




