Ausgabedatum05.03.2018
Gesamtauflage3.000.000
EU-Maximum3.000.000
Editionen3
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftRI / R / SP / MINISTERO DELLA SALUTE / 1958-2018
DesignerSilvia Petrassi
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 60. Jahrestag der Einrichtung des italienischen Gesundheitsministeriums. Das Motiv zeigt eine allegorische Darstellung der Gesundheit sowie Symbole für die Tätigkeitsbereiche Umwelt, Forschung, Ernährung und Medizin. Ergänzt wird es durch den Schriftzug „MINISTERO DELLA SALUTE“ und die Jahreszahlen „1958-2018“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine allegorische Darstellung der Gesundheit sowie einige Symbole für die Tätigkeiten des Ministeriums: Umwelt, Forschung, Ernährung und Medizin. Links ist das Kürzel der Republik Italien „RI“ und oben das Münzzeichen der Münze von Rom „R“ zu sehen; an der Basis der weiblichen Figur sind die Initialen der Künstlerin Silvia Petrassi abgebildet. Von links nach rechts sind im Halbkreis der Schriftzug „MINISTERO DELLA SALUTE“ (Gesundheitsministerium) und die Jahreszahlen „1958-2018“ zu lesen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Einrichtung einer eigenständigen staatlichen Gesundheitsverwaltung stand im Zusammenhang mit dem Neuaufbau Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg. Zuvor waren zentrale Aufgaben der öffentlichen Gesundheit lange dem Innenministerium zugeordnet gewesen. Ab 1945 übernahm ein beim Ministerratspräsidium angesiedeltes Hochkommissariat für Hygiene und öffentliche Gesundheit einen Teil dieser Zuständigkeiten. Mit der späteren Schaffung eines eigenen Ministeriums erhielten Gesundheitspolitik, Seuchenbekämpfung, Hygiene und gesundheitliche Aufsicht einen festen Platz innerhalb der Regierung.
Eine wichtige verfassungsrechtliche Grundlage bildete Artikel 32 der 1948 in Kraft getretenen italienischen Verfassung. Er bezeichnet Gesundheit als Grundrecht des Einzelnen und zugleich als Interesse der Gemeinschaft. Außerdem verpflichtet er den Staat, Bedürftigen eine unentgeltliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Damit wurde Gesundheit nicht nur als private Angelegenheit, sondern ausdrücklich als öffentliche Aufgabe verstanden.
Die organisatorische Entwicklung des italienischen Gesundheitswesens war mit der Ministeriumsgründung nicht abgeschlossen. 1978 entstand der Servizio Sanitario Nazionale, der nationale Gesundheitsdienst. Er sollte eine grundsätzlich allgemeine, steuerfinanzierte Versorgung ermöglichen und löste das zuvor stark von berufsbezogenen Krankenkassen geprägte System ab. In der späteren Entwicklung wurden zahlreiche Aufgaben auf Regionen und örtliche Gesundheitsbehörden übertragen. Die Zentralregierung blieb unter anderem für gesundheitspolitische Rahmenvorgaben, Prävention, Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit sowie die Koordination bei überregionalen Gesundheitsgefahren zuständig. Das Ministerium wurde im Zuge mehrerer Regierungsreformen zeitweise mit anderen Ressorts zusammengelegt und anschließend wieder als eigenständige Behörde geführt.
Die weibliche Personifikation auf der Münze steht in einer langen europäischen Bildtradition. Schon in der römischen Antike wurde „Salus“ als weibliche Gestalt dargestellt. Der Begriff umfasste sowohl körperliches Wohlergehen als auch Schutz und öffentliches Wohlergehen; Salus erschien deshalb auch auf antiken Münzen. Die moderne Darstellung greift diese verständliche allegorische Form auf, ohne eine konkrete historische Person abzubilden. Der institutionelle Jahrestag bot Italien einen Anlass, neben der Geschichte des Ministeriums auch den verfassungsrechtlichen und staatlichen Auftrag zum Schutz der Gesundheit hervorzuheben.
- Auflage
- 2.985.000
- Marktpreis
- 4,50 €
- Randschrift
- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
bfr./BU
2.985.000
PP
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KMS
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