CC 307 2018
Coincard
Stgl./BU
Coincard – Ausgabe 2
Estland · 100 Jahre Republik Estland
Auflage5.000
Ausgabedatum19.02.2018
VerpackungCoincard
RandschriftEESTI × 2, abwechselnd aufrecht/verkehrt, durch Punkte getrennt
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Estlands. Das Motiv vereint die Zahlen 18 und 100 und verweist damit sowohl auf das Jahr der Unabhängigkeit als auch auf die vergangenen hundert Jahre. Unten rechts stehen „SADA AASTAT EESTI VABARIIKI“, „EESTI“ und „2018“.
Das Motiv
In dem Motiv lassen sich sowohl die Zahl 18 als auch die Zahl 100 erkennen. Dies symbolisiert den Zeitpunkt, zu dem Estland unabhängig wurde, spiegelt aber zugleich die vergangenen hundert Jahre wider. Unten rechts ist der Text „SADA AASTAT EESTI VABARIIKI“ zu lesen, daran schließen sich der Name des Landes, „EESTI“, und das Jahr der Ausstellung, „2018“, an.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Bis 1917 gehörte das Gebiet Estlands zum Russischen Reich. Nach der Februarrevolution brach die zaristische Herrschaft zusammen, und Estland erhielt eine zusammengefasste autonome Verwaltung. Als die Bolschewiki später die Macht übernahmen und deutsche Truppen vorrückten, nutzten estnische Politiker die kurze Übergangsphase zur Ausrufung eines eigenen Staates.
Grundlage war das vom estnischen Rettungskomitee veröffentlichte „Manifest an alle Völker Estlands“. Es wurde am 23. Februar 1918 in Pärnu öffentlich verlesen. Am folgenden Tag bildete sich in Tallinn eine provisorische Regierung; deshalb wird der 24. Februar als Nationalfeiertag begangen. Die staatliche Selbstständigkeit konnte zunächst jedoch nicht praktisch verwirklicht werden, da deutsche Truppen das Land besetzten.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs übernahm die provisorische Regierung im November 1918 die Staatsgewalt. Kurz darauf begann der Estnische Freiheitskrieg gegen Sowjetrussland. Daneben kam es im Süden auch zu Kämpfen gegen deutschbaltisch dominierte Truppenverbände. Der Krieg endete mit dem Friedensvertrag von Tartu vom 2. Februar 1920. Sowjetrussland erkannte darin Estland als souveränen Staat an und verzichtete auf Ansprüche auf dessen Gebiet.
Die erste estnische Republik bestand bis 1940. Danach folgten die sowjetische Besetzung und Annexion, die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs sowie erneut die Eingliederung in die Sowjetunion. Estland hielt staatsrechtlich am Fortbestand der 1918 gegründeten Republik fest. Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurde 1991 deshalb nicht die Gründung eines neuen Staates, sondern die Wiederherstellung der staatlichen Selbstständigkeit erklärt.
Das Jubiläum stand somit zugleich für die Entstehung der Republik und für die Vorstellung ihrer rechtlichen Kontinuität über Besatzung und Sowjetzeit hinweg. Es war Teil eines mehrjährigen staatlichen Jubiläumsprogramms, das auch an die politischen Schritte zwischen Autonomie, Staatsgründung und dem Friedensschluss von Tartu erinnerte.
Grundlage war das vom estnischen Rettungskomitee veröffentlichte „Manifest an alle Völker Estlands“. Es wurde am 23. Februar 1918 in Pärnu öffentlich verlesen. Am folgenden Tag bildete sich in Tallinn eine provisorische Regierung; deshalb wird der 24. Februar als Nationalfeiertag begangen. Die staatliche Selbstständigkeit konnte zunächst jedoch nicht praktisch verwirklicht werden, da deutsche Truppen das Land besetzten.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs übernahm die provisorische Regierung im November 1918 die Staatsgewalt. Kurz darauf begann der Estnische Freiheitskrieg gegen Sowjetrussland. Daneben kam es im Süden auch zu Kämpfen gegen deutschbaltisch dominierte Truppenverbände. Der Krieg endete mit dem Friedensvertrag von Tartu vom 2. Februar 1920. Sowjetrussland erkannte darin Estland als souveränen Staat an und verzichtete auf Ansprüche auf dessen Gebiet.
Die erste estnische Republik bestand bis 1940. Danach folgten die sowjetische Besetzung und Annexion, die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs sowie erneut die Eingliederung in die Sowjetunion. Estland hielt staatsrechtlich am Fortbestand der 1918 gegründeten Republik fest. Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurde 1991 deshalb nicht die Gründung eines neuen Staates, sondern die Wiederherstellung der staatlichen Selbstständigkeit erklärt.
Das Jubiläum stand somit zugleich für die Entstehung der Republik und für die Vorstellung ihrer rechtlichen Kontinuität über Besatzung und Sowjetzeit hinweg. Es war Teil eines mehrjährigen staatlichen Jubiläumsprogramms, das auch an die politischen Schritte zwischen Autonomie, Staatsgründung und dem Friedensschluss von Tartu erinnerte.


