Übersicht KMS BU – Ausgabe 2
CC 305 2018 Kursmünzensatz Stgl./BU

KMS BU – Ausgabe 2

Spanien · UNESCO-Weltkulturerbe-Serie, 9. Ausgabe, Santiago de Compostela

Auflage12.600
Ausgabedatum02.02.2018
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)29,90 €

Auflagenangabe der Quelle: max. 20.000

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Die Gedenkmünze würdigt Santiago de Compostela als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt wurde 1985 aufgrund ihrer Schönheit, ihrer Denkmäler sowie ihrer spirituellen und kulturellen Bedeutung im Mittelalter als Ziel des Jakobswegs in die Welterbeliste aufgenommen. Das Motiv zeigt die Skulptur von St. Jakob inmitten der heiligen Pforte der Kathedrale von Santiago de Compostela sowie die Inschrift „ESPAÑA“.

Das Motiv
Die Stadt Santiago de Compostela wurde im Jahr 1985 aufgrund ihrer Schönheit und Denkmäler sowie der spirituellen und kulturellen Bedeutung der Stadt im Mittelalter (Pilgerweg „Camino de Santiago“ oder „Jakobsweg“) zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Beim „Camino de Santiago“ oder „Jakobsweg“ handelt es sich um ein großes Netz alter Pilgerwege in ganz Europa, die am Grab von St. Jakob in der Stadt Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens zusammenlaufen.

Das Münzmotiv stellt die Skulptur von St. Jakob inmitten der heiligen Pforte der Kathedrale von Santiago de Compostela dar. Auf dem linken inneren Münzring steht halbkreisförmig das Wort „ESPAÑA“ über dem Ausgabejahr „2018“. Darunter ist das Münzzeichen zu sehen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der dargestellte Heilige ist Jakobus der Ältere, einer der zwölf Apostel Jesu und Bruder des Evangelisten Johannes. Nach dem Neuen Testament gehörte er zum engeren Kreis der Jünger und wurde unter König Herodes Agrippa I. hingerichtet. Eine mittelalterliche Überlieferung verbindet Jakobus mit der Iberischen Halbinsel. Demnach seien seine Gebeine nach Galicien gelangt und dort im frühen 9. Jahrhundert aufgefunden worden. Historisch belegen lässt sich diese Überführung nicht; die Grabtradition bildete jedoch die Grundlage für die Entstehung des Wallfahrtsortes. Der Name Santiago geht auf die spanische Bezeichnung für den heiligen Jakobus zurück.

Über dem verehrten Grab entwickelte sich zunächst ein Heiligtum, später die Kathedrale. Der Bau ihrer romanischen Anlage begann im 11. Jahrhundert; in den folgenden Jahrhunderten wurde sie mehrfach erweitert und umgestaltet. Dadurch vereint das Gebäude romanische, gotische und barocke Elemente. Die Heilige Pforte befindet sich an der Ostseite der Kathedrale. Sie wird nur in sogenannten Heiligen Jakobusjahren geöffnet, wenn der Festtag des Apostels am 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Ihr Durchschreiten gehört dann zu den religiösen Bräuchen der Pilger.

Seit dem Mittelalter führten verschiedene Routen aus zahlreichen Teilen Europas nach Galicien. Entlang dieser Wege entstanden Kirchen, Klöster, Herbergen, Hospitäler und Brücken. Der sogenannte Codex Calixtinus aus dem 12. Jahrhundert enthält unter anderem Hinweise zu Etappen, Heiligtümern und örtlichen Bräuchen und gilt als frühes Zeugnis der organisierten Pilgerfahrt. Zum verbreiteten Erkennungszeichen der Jakobspilger wurde die Jakobsmuschel.

Die Ausgabe gehört zu einer spanischen Serie von 2-Euro-Gedenkmünzen, die Stätten des UNESCO-Welterbes in Spanien behandelt. Die Wahl des Motivs erklärt sich daher nicht durch ein einzelnes Jubiläum. Mit der Figur des Apostels und der Heiligen Pforte wurden vielmehr zwei Elemente gewählt, die das religiöse Ziel der Pilgerfahrt und die Kathedrale unmittelbar miteinander verbinden.

Wissenswertes

Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro, die 2-€-Gedenkmünze "Santiago de Compostela" (CC305) und die 2-€-Gedenkmünze "50. Geburtstag von König Felipe VI" (CC306), Nennwert: 7,88 €.

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