Übersicht Deutschland 2018 Berlin, Schloss Charlottenburg – Übersicht
CC 300 2018 Kursmünzensatz Stgl./BU

KMS BU

Deutschland · Berlin, Schloss Charlottenburg

Auflage117.900
Ausgabepreis13,35 €
Ausgabedatum30.01.2018
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Preis des Satzes (2 Münzen)59,00 €

Auflagenangabe der Quelle: 27400 | 22625

Varianten

5
Deutschland, A · A · Münzzeichen A · BU · Kursmünzensatz · Auflage 27.400
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · BU · Kursmünzensatz · Auflage 22.625
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · BU · Kursmünzensatz · Auflage 22.625
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · BU · Kursmünzensatz · Auflage 22.625
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · BU · Kursmünzensatz · Auflage 22.625

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt Berlin im Rahmen der „Bundesländer-Reihe“. Das Motiv zeigt den Hauptbau von Schloss Charlottenburg mit dem davor liegenden Ehrenhof sowie den Schriftzug „BERLIN“.

Das Motiv
Münzmotiv ist der Hauptbau von Schloss Charlottenburg mit dem davor liegendem Ehrenhof. Im Münzinneren sind unten der Schriftzug „BERLIN“ und darunter das Münzzeichen der jeweiligen Münzprägeanstalt („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“) zu erkennen. Oben rechts steht der Ländercode „D“ des Ausgabestaats und oben links ist das Ausgabejahr „2018“ eingeprägt. Unten links befindet sich das Zeichen des Graveurs.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Schloss Charlottenburg geht auf eine Sommerresidenz für Sophie Charlotte zurück, die Gemahlin des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. Dieser ließ den Bau ab 1695 im damaligen Dorf Lietzow westlich von Berlin errichten. Zunächst hieß die Anlage Lietzenburg. Nachdem Friedrich 1701 als Friedrich I. König in Preußen geworden war, wurde die Residenz erweitert. Nach Sophie Charlottes Tod erhielt sie 1705 den Namen Charlottenburg.

Unter mehreren preußischen Herrschern kamen weitere Gebäudeteile und Gartenanlagen hinzu. Friedrich II. ließ im 18. Jahrhundert den Neuen Flügel errichten. Dadurch entwickelte sich die ursprüngliche Sommerresidenz zu einer weitläufigen Schlossanlage, deren Architektur verschiedene Abschnitte der brandenburgisch-preußischen Geschichte erkennen lässt. Auch die Siedlung Charlottenburg wuchs in ihrer Umgebung; sie wurde später eine eigenständige Stadt und 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei Luftangriffen schwer beschädigt. Nach 1945 entschied man sich gegen einen Abriss und für einen Wiederaufbau, der sich über Jahrzehnte erstreckte. Heute werden Teile der Anlage museal genutzt. Zu sehen sind unter anderem historische Raumfolgen, Kunstsammlungen und Ausstattungsstücke aus dem Umfeld der preußischen Monarchie. Das Schloss erinnert damit sowohl an die Residenzkultur der Hohenzollern als auch an den Umgang mit kriegszerstörter Architektur in der Nachkriegszeit.

Die erste deutsche Bundesländer-Serie orientierte sich an der turnusmäßigen Präsidentschaft des Bundesrates. In diesem Verfassungsorgan wirken die Regierungen der Länder an der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes mit. Für jedes Land wurde ein Bauwerk oder Wahrzeichen ausgewählt, das einen regionalen Bezug herstellt. Berlin führte vom November 2017 bis Oktober 2018 den Vorsitz im Bundesrat. Schloss Charlottenburg wurde in diesem Zusammenhang als historisch eng mit der Entwicklung der Stadt und ihrer früheren Rolle als preußische Residenz verbundenes Bauwerk herangezogen.

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