CC 299 2018
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Slowakei · 25. Jahrestag der Republik Slowakei
Auflage3.500
Ausgabedatum03.01.2018
Verpackungim Etui
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Marktpreis490,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an das 25. Jubiläum der Gründung der Slowakischen Republik am 1. Januar 1993. Das Motiv zeigt ein stilisiertes Portal über einer Landkarte der Slowakei und einem von EU-Sternen umgebenen Euro-Symbol und symbolisiert damit den Beitritt zur Europäischen Union und zum Euro-Währungsgebiet. Links ist das slowakische Wappen zu sehen; ergänzt wird die Darstellung durch die Aufschrift „SLOVENSKÁ REPUBLIKA“ sowie die Jahresangaben 1993 und 2018.
Das Motiv
Das Motiv symbolisiert den Beitritt der Slowakei zur Europäischen Union und zum Euro-Währungsgebiet. Gezeigt ist ein stilisiertes Portal, das sowohl eine Landkarte der Slowakei als auch ein von den Sternen der Europäischen Union umgebenes Euro-Symbol überspannt; einige der Sterne sind von der Landkarte verdeckt. Auf der linken Seite des Motivs ist das Wappen der Slowakei zu sehen. Im linken unteren Teil steht halbkreisförmig der Name des Ausgabestaats: „SLOVENSKÁ REPUBLIKA“. Das Datum der Gründung der Slowakischen Republik, 1.1.1993, sowie das Ausgabejahr der Münze, 2018, sind unter dem rechten Teil der Landkarte untereinander angeordnet. Zwischen der Landkarte und den Daten sind zwischen zwei Prägeformen das Zeichen „MK“ der Münzprägeanstalt Kremnica (Mincovňa Kremnica) sowie die stilisierten Initialen „PK“ des Münzgestalters Pavel Károly zu erkennen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Entstehung der heutigen Slowakei hängt mit der Auflösung der Tschechoslowakei zusammen. Dieser Staat war 1918 nach dem Zerfall Österreich-Ungarns gegründet worden. Seit 1969 bestand er formal als Föderation aus einer tschechischen und einer slowakischen Teilrepublik. Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft infolge der Samtenen Revolution von 1989 traten unterschiedliche Vorstellungen über die politische und wirtschaftliche Ordnung des gemeinsamen Staates hervor.
Nach den Wahlen von 1992 verhandelten die Regierungschefs der beiden Teilrepubliken, Václav Klaus und Vladimír Mečiar, über deren künftiges Verhältnis. Eine neue föderale Ordnung kam nicht zustande. Stattdessen vereinbarten die politischen Führungen die Teilung. Das tschechoslowakische Bundesparlament schuf dafür die rechtlichen Voraussetzungen; eine Volksabstimmung über die Auflösung fand nicht statt. Aus der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik gingen zwei eigenständige Nachfolgestaaten hervor: die Tschechische Republik und die Slowakische Republik. Die häufig als „samtene Scheidung“ bezeichnete Trennung verlief ohne militärische Auseinandersetzung.
Die Slowakei hatte bereits vor der staatlichen Selbstständigkeit eigene republikanische Institutionen. Eine slowakische Verfassung wurde 1992 verabschiedet. In den folgenden Jahren musste der neue Staat seine außenpolitische Stellung, seine Wirtschaftsordnung und seine staatlichen Behörden weiter ausgestalten. Zugleich orientierte er sich zunehmend an den europäischen und transatlantischen Strukturen.
2004 trat die Slowakei sowohl der NATO als auch der Europäischen Union bei. 2009 führte sie den Euro als Bargeld und gesetzliche Währung ein. Damit lagen zwischen der staatlichen Verselbstständigung und dem Eintritt in den gemeinsamen Währungsraum nur 16 Jahre. Der auf der Münze hergestellte Zusammenhang zwischen Staat, Europäischer Union und Euro verweist somit auf die außenpolitische Entwicklung seit den 1990er-Jahren. Das Vierteljahrhundert bot einen Anlass, diese Abfolge von eigenständiger Staatlichkeit und europäischer Integration gemeinsam darzustellen.
Nach den Wahlen von 1992 verhandelten die Regierungschefs der beiden Teilrepubliken, Václav Klaus und Vladimír Mečiar, über deren künftiges Verhältnis. Eine neue föderale Ordnung kam nicht zustande. Stattdessen vereinbarten die politischen Führungen die Teilung. Das tschechoslowakische Bundesparlament schuf dafür die rechtlichen Voraussetzungen; eine Volksabstimmung über die Auflösung fand nicht statt. Aus der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik gingen zwei eigenständige Nachfolgestaaten hervor: die Tschechische Republik und die Slowakische Republik. Die häufig als „samtene Scheidung“ bezeichnete Trennung verlief ohne militärische Auseinandersetzung.
Die Slowakei hatte bereits vor der staatlichen Selbstständigkeit eigene republikanische Institutionen. Eine slowakische Verfassung wurde 1992 verabschiedet. In den folgenden Jahren musste der neue Staat seine außenpolitische Stellung, seine Wirtschaftsordnung und seine staatlichen Behörden weiter ausgestalten. Zugleich orientierte er sich zunehmend an den europäischen und transatlantischen Strukturen.
2004 trat die Slowakei sowohl der NATO als auch der Europäischen Union bei. 2009 führte sie den Euro als Bargeld und gesetzliche Währung ein. Damit lagen zwischen der staatlichen Verselbstständigung und dem Eintritt in den gemeinsamen Währungsraum nur 16 Jahre. Der auf der Münze hergestellte Zusammenhang zwischen Staat, Europäischer Union und Euro verweist somit auf die außenpolitische Entwicklung seit den 1990er-Jahren. Das Vierteljahrhundert bot einen Anlass, diese Abfolge von eigenständiger Staatlichkeit und europäischer Integration gemeinsam darzustellen.




