
CC 296 2018
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU – Ausgabe 2
Österreich · 100 Jahre Republik Österreich
Auflage5.000
Ausgabepreis28,80 €
Ausgabedatum06.12.2017
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 EURO ★★★ × 4, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis36,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 100. Jahrestag der Republik Österreich. Das Motiv zeigt die Statue der Pallas Athene vor dem im griechischen Stil erbauten österreichischen Parlamentsgebäude in Wien. Die Göttin der Weisheit symbolisiert den österreichischen Parlamentarismus sowie Wissen, Vernunft und strategische Fähigkeiten; ergänzt wird das Motiv durch die Aufschriften „100 JAHRE“ und „REPUBLIK ÖSTERREICH“ sowie die Jahreszahl „2018“.
Das Motiv
Die Münze zeigt die Statue von Pallas Athene vor dem im griechischen Stil erbauten österreichischen Parlamentsgebäude in Wien. Athene, die Göttin der Weisheit, dient als Symbol des österreichischen Parlamentarismus und steht für Wissen, Vernunft und strategische Fähigkeiten. Auf der linken Seite befindet sich die Jahreszahl „2018“ und darunter der Text „100 JAHRE“. Der Text „REPUBLIK ÖSTERREICH“ befindet sich auf dem rechten Unterrand der Münze.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Am 12. November 1918 rief die Provisorische Nationalversammlung in Wien die Republik Deutschösterreich aus. Vorausgegangen waren die militärische Niederlage Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg, der Zerfall der Habsburgermonarchie und der Verzicht Kaiser Karls I. auf die Beteiligung an den Staatsgeschäften. Der neue Staat verstand sich zunächst als Teil einer künftigen deutschen Republik. Der Vertrag von Saint-Germain untersagte jedoch den angestrebten Anschluss an Deutschland; zugleich setzte sich die Staatsbezeichnung Republik Österreich durch.
Die demokratische Ordnung erhielt mit dem Bundes-Verfassungsgesetz von 1920 ihre Grundlage. Sie geriet Anfang der 1930er-Jahre in eine schwere Krise. 1933 wurde das Parlament ausgeschaltet, 1934 entstand ein autoritärer Ständestaat. Nach dem „Anschluss“ an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938 bestand Österreich nicht mehr als eigenständiger Staat. Am 27. April 1945 wurde die Republik wiederhergestellt. Die heutige Republik knüpft verfassungsrechtlich an die republikanische Ordnung von 1920 an, weshalb das Jubiläum trotz dieser Unterbrechungen auf das Jahr 1918 bezogen wird.
Das Parlamentsgebäude entstand zwischen 1874 und 1883 nach Plänen des Architekten Theophil Hansen. Ursprünglich diente es dem Reichsrat, dem Parlament der österreichischen Reichshälfte Österreich-Ungarns. Die Gestaltung nach Vorbildern der griechischen Antike sollte auf die historischen Ursprünge politischer Beratung und demokratischer Willensbildung verweisen. Heute tagen dort Nationalrat und Bundesrat; bei gemeinsamen Aufgaben treten beide als Bundesversammlung zusammen.
Der vor dem Gebäude stehende Athenebrunnen wurde nach Entwürfen Hansens ausgeführt und 1902 enthüllt. Die zentrale Figur schuf der Bildhauer Carl Kundmann. Ihre Verbindung mit dem Parlamentsgebäude bestand somit bereits lange vor der republikanischen Staatsgründung. Für das Jubiläum bot dieses Ensemble ein Motiv, das nicht nur an die Ausrufung der Republik erinnert, sondern auch die parlamentarische Grundlage ihrer Staatsordnung sichtbar macht. Die Münzausgabe war Teil der staatlichen Erinnerung an ein Jahrhundert österreichischer Republikgeschichte.
Die demokratische Ordnung erhielt mit dem Bundes-Verfassungsgesetz von 1920 ihre Grundlage. Sie geriet Anfang der 1930er-Jahre in eine schwere Krise. 1933 wurde das Parlament ausgeschaltet, 1934 entstand ein autoritärer Ständestaat. Nach dem „Anschluss“ an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938 bestand Österreich nicht mehr als eigenständiger Staat. Am 27. April 1945 wurde die Republik wiederhergestellt. Die heutige Republik knüpft verfassungsrechtlich an die republikanische Ordnung von 1920 an, weshalb das Jubiläum trotz dieser Unterbrechungen auf das Jahr 1918 bezogen wird.
Das Parlamentsgebäude entstand zwischen 1874 und 1883 nach Plänen des Architekten Theophil Hansen. Ursprünglich diente es dem Reichsrat, dem Parlament der österreichischen Reichshälfte Österreich-Ungarns. Die Gestaltung nach Vorbildern der griechischen Antike sollte auf die historischen Ursprünge politischer Beratung und demokratischer Willensbildung verweisen. Heute tagen dort Nationalrat und Bundesrat; bei gemeinsamen Aufgaben treten beide als Bundesversammlung zusammen.
Der vor dem Gebäude stehende Athenebrunnen wurde nach Entwürfen Hansens ausgeführt und 1902 enthüllt. Die zentrale Figur schuf der Bildhauer Carl Kundmann. Ihre Verbindung mit dem Parlamentsgebäude bestand somit bereits lange vor der republikanischen Staatsgründung. Für das Jubiläum bot dieses Ensemble ein Motiv, das nicht nur an die Ausrufung der Republik erinnert, sondern auch die parlamentarische Grundlage ihrer Staatsordnung sichtbar macht. Die Münzausgabe war Teil der staatlichen Erinnerung an ein Jahrhundert österreichischer Republikgeschichte.
Wissenswertes
KMS "Baby".
Dieser KMS enthält alle sieben Umlaufmünzen von 1 Cent bis 1 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 3,88 €).
