
CC 29 2007
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Irland · 50 Jahre Römische Verträge
Auflage10.000
Ausgabepreis80,00 €
Ausgabedatum25.03.2007
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis80,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom, der am 25. März 1957 von den sechs Gründungsmitgliedern in Rom unterzeichnet wurde. Das Motiv zeigt das Vertragswerk vor dem von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflaster der Piazza del Campidoglio. Darüber steht „Europa“ in der jeweiligen Landessprache; der Außenring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Das Motiv
Die Münze zeigt in ihrer Mitte das von den sechs Gründungsmitgliedern unterzeichnete Vertragswerk vor dem Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflasters der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Direkt über dem Vertragswerk ist das Wort „Europa“ in der jeweiligen Sprache eingeprägt. Als Inschriften erscheinen oberhalb des Gesamtmotivs der Ausgabeanlass und unterhalb das Ausgabeland in der/den jeweiligen Sprachfassung(en) sowie die Jahreszahl 2007. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Mit dem Ausdruck „Römische Verträge“ sind zwei Abkommen gemeint: der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Vertragsparteien waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Die Unterzeichnung fand im Palazzo dei Conservatori auf dem Kapitol statt.
Die Verträge gehörten zum westeuropäischen Integrationsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits zuvor hatten die sechs Staaten mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zentrale Bereiche der Schwerindustrie einer gemeinsamen Ordnung unterstellt. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine europäische Verteidigungsgemeinschaft konzentrierten sich die Regierungen auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Vorbereitet wurden die neuen Verträge unter anderem durch die Konferenz von Messina und einen Ausschuss unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak.
Die EWG sollte schrittweise einen gemeinsamen Markt schaffen. Dazu gehörten der Abbau von Zöllen zwischen den Mitgliedstaaten, ein gemeinsamer Außenzoll sowie Regeln für Wettbewerb, Landwirtschaft und Handel. Langfristig war der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital vorgesehen. Zu den gemeinsamen Organen gehörten eine Kommission, ein Ministerrat, eine parlamentarische Versammlung und ein Gerichtshof. Euratom sollte dagegen die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern und die Versorgung mit Kernmaterial überwachen.
Aus der EWG entwickelte sich später die Europäische Gemeinschaft. Mit dem Vertrag von Maastricht wurde sie zu einem Bestandteil der Europäischen Union; ihre Aufgaben gingen schließlich in der heutigen EU auf. Die institutionellen und wirtschaftlichen Grundlagen der europäischen Einigung reichen daher in wesentlichen Teilen auf die Römischen Verträge zurück.
Für die Münzausgabe entschieden sich die Staaten des Euroraums erstmals für ein gemeinsames Motiv auf nationalen Seiten von 2-Euro-Gedenkmünzen. Damit wurde nicht nur an ein historisches Vertragsjubiläum erinnert. Die koordinierte Ausgabe stellte zugleich einen Bezug zwischen der gemeinsamen Währung und der politischen sowie wirtschaftlichen Integration her, aus der der Euro hervorgegangen ist. Wegen des gemeinsamen Anlasses durfte die Münze ausnahmsweise zusätzlich zu einer weiteren nationalen Gedenkmünze des jeweiligen Landes erscheinen.
Die Verträge gehörten zum westeuropäischen Integrationsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits zuvor hatten die sechs Staaten mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zentrale Bereiche der Schwerindustrie einer gemeinsamen Ordnung unterstellt. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine europäische Verteidigungsgemeinschaft konzentrierten sich die Regierungen auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Vorbereitet wurden die neuen Verträge unter anderem durch die Konferenz von Messina und einen Ausschuss unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak.
Die EWG sollte schrittweise einen gemeinsamen Markt schaffen. Dazu gehörten der Abbau von Zöllen zwischen den Mitgliedstaaten, ein gemeinsamer Außenzoll sowie Regeln für Wettbewerb, Landwirtschaft und Handel. Langfristig war der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital vorgesehen. Zu den gemeinsamen Organen gehörten eine Kommission, ein Ministerrat, eine parlamentarische Versammlung und ein Gerichtshof. Euratom sollte dagegen die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern und die Versorgung mit Kernmaterial überwachen.
Aus der EWG entwickelte sich später die Europäische Gemeinschaft. Mit dem Vertrag von Maastricht wurde sie zu einem Bestandteil der Europäischen Union; ihre Aufgaben gingen schließlich in der heutigen EU auf. Die institutionellen und wirtschaftlichen Grundlagen der europäischen Einigung reichen daher in wesentlichen Teilen auf die Römischen Verträge zurück.
Für die Münzausgabe entschieden sich die Staaten des Euroraums erstmals für ein gemeinsames Motiv auf nationalen Seiten von 2-Euro-Gedenkmünzen. Damit wurde nicht nur an ein historisches Vertragsjubiläum erinnert. Die koordinierte Ausgabe stellte zugleich einen Bezug zwischen der gemeinsamen Währung und der politischen sowie wirtschaftlichen Integration her, aus der der Euro hervorgegangen ist. Wegen des gemeinsamen Anlasses durfte die Münze ausnahmsweise zusätzlich zu einer weiteren nationalen Gedenkmünze des jeweiligen Landes erscheinen.
Wissenswertes
Jahrgangssatz "50 Jahre Römische Verträge", enthält alle acht Nominale von 1 Cent bis 2 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €)
