Rückseite Griechenland 2017 Archäologische Anlagen von Philippi – Rückseite
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CC 285 2017 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

2 Euro Stgl./BU

Griechenland · Archäologische Anlagen von Philippi

Auflage744.000
Ausgabedatum12.10.2017
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis5,90 €

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Die Gedenkmünze ist der archäologischen Ausgrabungsstätte Philippi gewidmet. Das Motiv zeigt einen Teil der Basilika B sowie lineare Muster, die dem Randmuster eines dort entdeckten antiken griechischen Mosaiks nachempfunden sind. Entlang des inneren Kreises stehen auf Griechisch „ARCHÄOLOGISCHE AUSGRABUNGSSTÄTTE PHILIPPI“ und „HELLENISCHE REPUBLIK“.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt einen Teil der Basilika B sowie lineare Muster in Anlehnung an das Randmuster eines auf der Ausgrabungsstätte entdeckten antiken griechischen Mosaiks. Entlang des inneren Kreises ist der Wortlaut „ARCHÄOLOGISCHE AUSGRABUNGSSTÄTTE PHILIPPI“ und „HELLENISCHE REPUBLIK“ (in griechischer Sprache) zu lesen. Im Hintergrund sind außerdem das Ausgabejahr „2017“ und rechts des Münzmotivs eine Palmette, das Münzzeichen der griechischen Prägestätte, eingraviert. Unten links befindet sich das Monogramm des Münzdesigners (George Stamatopoulos).

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Philippi liegt im Nordosten Griechenlands nahe dem heutigen Kavala. Die Siedlung wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. zunächst unter dem Namen Krenides von Kolonisten aus Thasos gegründet. Wenig später brachte der makedonische König Philipp II. den Ort unter seine Kontrolle und benannte ihn nach sich. Ausschlaggebend waren unter anderem die nahe gelegenen Goldvorkommen und die strategische Lage zwischen Makedonien und Thrakien.

In römischer Zeit lag Philippi an der Via Egnatia, einer wichtigen Verkehrsachse, die die Adriaküste mit dem Raum um Byzanz verband. Im Jahr 42 v. Chr. fand in der Umgebung die Schlacht bei Philippi statt. Marcus Antonius und Octavian besiegten dort die Truppen von Brutus und Cassius, die an der Ermordung Caesars beteiligt gewesen waren. Anschließend wurde Philippi als römische Kolonie ausgebaut. Veteranen erhielten Land, und Stadtverwaltung sowie Architektur orientierten sich an römischen Vorbildern.

Auch für die Geschichte des frühen Christentums spielt der Ort eine Rolle. Der Apostel Paulus kam im 1. Jahrhundert n. Chr. nach Philippi und gründete dort eine christliche Gemeinde. Sie gilt traditionell als eine der ersten christlichen Gemeinden auf europäischem Boden. An sie richtet sich der im Neuen Testament überlieferte Brief an die Philipper. In der Spätantike entstanden mehrere Kirchenbauten, die den Wandel der römischen Stadt zu einem christlichen Zentrum erkennen lassen.

Basilika B wurde im 6. Jahrhundert errichtet. Es handelt sich um eine groß angelegte frühchristliche Kirche mit mehreren Schiffen und einer Kuppelkonstruktion. Ihre Architektur verbindet die Form der Basilika mit zentralisierenden Bauelementen, wie sie in der oströmischen Sakralarchitektur dieser Zeit verwendet wurden.

Die Münzausgabe steht im zeitlichen Zusammenhang mit der Aufnahme der archäologischen Stätte von Philippi in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2016. Die Stätte dokumentiert in räumlicher Geschlossenheit mehrere historische Schichten: die makedonische Stadtgründung, die römische Kolonie und das frühchristliche Philippi.

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