Rückseite Numisbrief
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CC 284 2017 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Vatikan · 100 Jahre der Erscheinungen bei Fátima

Auflage8.000
Ausgabepreis46,00 €
Ausgabedatum05.10.2017
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze erinnert an den hundertsten Jahrestag der Erscheinungen von Fatima. Vor dem Heiligtum von Fatima sind die drei jungen Hirten dargestellt, denen Maria erschienen ist. Das Motiv trägt die Aufschriften „CITTÀ DEL VATICANO“, „1917“ und „FATIMA 2017“.

Das Motiv
Vor dem Hintergrund des Heiligtums von Fatima sind auf der Münze die drei jungen Hirten abgebildet, denen Maria erschienen ist. Oben steht in einem Halbkreis „CITTÀ DEL VATICANO“ und darunter die Jahresangabe „1917“. Unterhalb der Jahresangabe ist der Schriftzug „FATIMA 2017“ zu sehen. Linkerhand befindet sich das Münzzeichen „R“ und unterhalb der Abbildung der Name der Künstlerin „O.ROSSI“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Berichte von Fátima gehen auf Lúcia dos Santos und ihre jüngeren Cousins Francisco und Jacinta Marto zurück. Die Kinder hüteten Schafe bei der Cova da Iria nahe dem portugiesischen Ort Fátima. Zwischen Mai und Oktober 1917 berichteten sie wiederholt von Begegnungen mit einer „Dame“, die später als Maria, die Mutter Jesu, verehrt wurde. Inhaltlich standen Gebet, Umkehr, Buße und der Rosenkranz im Mittelpunkt. Die Botschaften waren außerdem mit der Bitte um Frieden verbunden.

Der zeitgeschichtliche Rahmen war vom Ersten Weltkrieg und von politischen Spannungen in Portugal geprägt. Die 1910 errichtete Republik verfolgte eine ausgeprägt antiklerikale Politik und schränkte den Einfluss der katholischen Kirche ein. Die Berichte der Kinder stießen daher nicht nur auf religiöses Interesse, sondern auch auf Skepsis und staatlichen Widerstand. Am 13. Oktober 1917 versammelte sich eine große Menschenmenge bei Fátima. Viele Anwesende berichteten dort von einem ungewöhnlichen Sonnenphänomen, das als „Sonnenwunder“ bekannt wurde.

Die katholische Kirche prüfte die Vorgänge über mehrere Jahre. Der zuständige Bischof erklärte die Erscheinungen 1930 für glaubwürdig und gestattete ihre öffentliche Verehrung. An der Cova da Iria entstand daraufhin ein Wallfahrtszentrum. Zu seinem ältesten Kern gehört die Erscheinungskapelle, die an dem von den Kindern bezeichneten Ort errichtet wurde. Später kamen unter anderem die Rosenkranz-Basilika und die Dreifaltigkeitskirche hinzu.

Francisco und Jacinta starben bereits als Kinder an den Folgen der damaligen Grippepandemie. Lúcia trat später in einen Orden ein und hielt ihre Erinnerungen schriftlich fest. Papst Franziskus sprach Francisco und Jacinta während einer Reise nach Fátima im Mai 2017 heilig. Auch mehrere frühere Päpste hatten den Wallfahrtsort besucht oder die Verehrung Unserer Lieben Frau von Fátima gefördert. Für den Vatikan bot das Jubiläumsjahr daher einen Anlass, der Marienverehrung, Papstgeschichte und ein weltweit verbreitetes katholisches Wallfahrtswesen miteinander verband.

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