CC 28 2007
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Griechenland · 50 Jahre Römische Verträge
Auflage3.973.549
Ausgabedatum25.03.2007
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis8,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom durch die sechs Gründungsmitglieder. Das Motiv zeigt das Vertragswerk vor dem von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflaster der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Darüber steht „Europa“ in der jeweiligen Landessprache; der Außenring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Das Motiv
Die Münze zeigt in ihrer Mitte das von den sechs Gründungsmitgliedern unterzeichnete Vertragswerk vor dem Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflasters der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Direkt über dem Vertragswerk ist das Wort „Europa“ in der jeweiligen Sprache eingeprägt. Als Inschriften erscheinen oberhalb des Gesamtmotivs der Ausgabeanlass und unterhalb das Ausgabeland in der/den jeweiligen Sprachfassung(en) sowie die Jahreszahl 2007. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Mit den „Römischen Verträgen“ sind zwei Abkommen gemeint: der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Vertragspartner waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Beide Verträge traten 1958 in Kraft.
Die sechs Staaten hatten bereits mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl begonnen, zentrale Wirtschaftsbereiche gemeinsam zu verwalten. Nach dem Scheitern der geplanten Europäischen Verteidigungsgemeinschaft verlagerte sich die Zusammenarbeit auf wirtschaftliche Fragen. Auf der Konferenz von Messina 1955 verständigten sich die Außenminister auf weitere Integrationsschritte. Ein Ausschuss unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak bereitete daraufhin die Grundlagen der späteren Verträge vor.
Die EWG sollte einen gemeinsamen Markt schaffen. Dazu gehörten der schrittweise Abbau von Zöllen zwischen den Mitgliedstaaten, ein gemeinsamer Außenzoll sowie gemeinsame Regeln für Wettbewerb, Handel, Landwirtschaft und Verkehr. Langfristig sollten sich Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital innerhalb der Gemeinschaft freier bewegen können. Die EWG verfügte über gemeinsame Organe, aus denen sich in mehreren Entwicklungsschritten die heutigen Institutionen der Europäischen Union herausbildeten.
Euratom verfolgte ein engeres Ziel. Die Gemeinschaft sollte die zivile Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern, die Versorgung mit Kernmaterial überwachen und gemeinsame Sicherheitsstandards unterstützen. Euratom besteht rechtlich weiterhin neben der Europäischen Union.
Aus der EWG wurde später die Europäische Gemeinschaft. Der Vertrag von Maastricht schuf die Europäische Union und leitete zugleich die Wirtschafts- und Währungsunion ein, aus der der Euro hervorging. Der Jahrestag bot sich daher für eine gemeinsame Ausgabe der Eurostaaten an: Er erinnerte an einen vertraglichen Ausgangspunkt jener politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, in deren Rahmen Jahrzehnte später die gemeinsame Währung eingeführt wurde. Die Ausgabe war zugleich die erste 2-Euro-Gedenkmünze, die von allen damaligen Staaten des Euroraums mit einem gemeinsamen Grundmotiv herausgegeben wurde.
Die sechs Staaten hatten bereits mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl begonnen, zentrale Wirtschaftsbereiche gemeinsam zu verwalten. Nach dem Scheitern der geplanten Europäischen Verteidigungsgemeinschaft verlagerte sich die Zusammenarbeit auf wirtschaftliche Fragen. Auf der Konferenz von Messina 1955 verständigten sich die Außenminister auf weitere Integrationsschritte. Ein Ausschuss unter Leitung des belgischen Politikers Paul-Henri Spaak bereitete daraufhin die Grundlagen der späteren Verträge vor.
Die EWG sollte einen gemeinsamen Markt schaffen. Dazu gehörten der schrittweise Abbau von Zöllen zwischen den Mitgliedstaaten, ein gemeinsamer Außenzoll sowie gemeinsame Regeln für Wettbewerb, Handel, Landwirtschaft und Verkehr. Langfristig sollten sich Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital innerhalb der Gemeinschaft freier bewegen können. Die EWG verfügte über gemeinsame Organe, aus denen sich in mehreren Entwicklungsschritten die heutigen Institutionen der Europäischen Union herausbildeten.
Euratom verfolgte ein engeres Ziel. Die Gemeinschaft sollte die zivile Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern, die Versorgung mit Kernmaterial überwachen und gemeinsame Sicherheitsstandards unterstützen. Euratom besteht rechtlich weiterhin neben der Europäischen Union.
Aus der EWG wurde später die Europäische Gemeinschaft. Der Vertrag von Maastricht schuf die Europäische Union und leitete zugleich die Wirtschafts- und Währungsunion ein, aus der der Euro hervorging. Der Jahrestag bot sich daher für eine gemeinsame Ausgabe der Eurostaaten an: Er erinnerte an einen vertraglichen Ausgangspunkt jener politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, in deren Rahmen Jahrzehnte später die gemeinsame Währung eingeführt wurde. Die Ausgabe war zugleich die erste 2-Euro-Gedenkmünze, die von allen damaligen Staaten des Euroraums mit einem gemeinsamen Grundmotiv herausgegeben wurde.
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