Übersicht Griechenland 2017 60 Jahre Gedenken an Nikos Kazantzakis – Übersicht
1/2
CC 278 2017 Coincard Stgl./BU

Coincard

Griechenland · 60 Jahre Gedenken an Nikos Kazantzakis

Auflage4.500
Ausgabepreis5,00 €
Ausgabedatum10.07.2017
VerpackungCoincard
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis8,90 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an den 60. Todestag von Nikos Kazantzakis, einem der bedeutendsten griechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Das Motiv zeigt sein Profilporträt, umgeben von den griechischen Inschriften „HELLENISCHE REPUBLIK“ und „NIKOS KAZANTZAKIS“ sowie einer Palmette als Zeichen der griechischen Prägestätte und dem Monogramm des Münzdesigners George Stamatopoulos.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt das Profilporträt von Nikos Kazantzakis, einem der bedeutendsten Schriftsteller Griechenlands des 20. Jahrhunderts. Entlang des inneren Kreises ist links der Wortlaut „HELLENISCHE REPUBLIK“ und „NIKOS KAZANTZAKIS“ (in griechischer Sprache) zu lesen. Oben sind das Ausgabejahr „2017“ und links in der Mitte eine Palmette, das Münzzeichen der griechischen Prägestätte, eingraviert. Unten rechts befindet sich außerdem das Monogramm des Münzdesigners (George Stamatopoulos).

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Nikos Kazantzakis wurde 1883 in Iraklio auf Kreta geboren, das damals noch zum Osmanischen Reich gehörte. Die Aufstände gegen die osmanische Herrschaft und die spätere Vereinigung Kretas mit Griechenland prägten sein historisches Umfeld. Nach einem Jurastudium in Athen studierte er in Paris Philosophie. Ausgedehnte Reisen durch Europa, Asien und den Nahen Osten erweiterten seinen Blick auf Religionen, politische Ideen und unterschiedliche Lebensformen.

Kazantzakis schrieb Romane, Dramen, Reiseberichte, Essays und Gedichte und arbeitete außerdem als Übersetzer. In seinen Texten verband er Stoffe aus der griechischen Antike und der orthodoxen Tradition mit zeitgenössischen philosophischen und politischen Fragen. Wiederkehrende Themen sind Freiheit, Glaube, Zweifel, körperliche Erfahrung und der Konflikt zwischen geistigem Anspruch und menschlichen Bedürfnissen. Sein Versepos „Odyssee“ setzt die Geschichte des homerischen Helden nach dessen Rückkehr nach Ithaka fort.

International bekannt wurde Kazantzakis vor allem durch seine Romane. „Alexis Sorbas“ schildert die Begegnung eines zurückhaltenden Intellektuellen mit dem lebensnahen, widersprüchlichen Sorbas. Die Verfilmung von 1964 trug wesentlich zur weltweiten Verbreitung des Stoffes bei. „Kapitän Michalis“ behandelt den kretischen Widerstand gegen die osmanische Herrschaft. „Die letzte Versuchung Christi“ stellt Jesus in einem inneren Ringen zwischen menschlichen Wünschen und seinem religiösen Auftrag dar. Diese Darstellung löste heftige kirchliche und öffentliche Kontroversen aus.

Kazantzakis starb 1957 in Freiburg im Breisgau und wurde auf einer Bastion der venezianischen Stadtbefestigung von Iraklio beigesetzt. Auf seinem Grab steht der Satz: „Ich hoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“

Die Wahl des Gedenkanlasses knüpft an Kazantzakis’ Stellung im kulturellen Gedächtnis Griechenlands und an seine internationale Rezeption an. Das runde Todesjubiläum bot einen konkreten Anlass, einen Autor zu würdigen, dessen Werk griechische Geschichte und Tradition mit allgemeineren Fragen nach Freiheit, Religion und menschlicher Existenz verbindet.

Teilen

Fehler melden

Was stimmt hier nicht? Auflage, Datum, Bild, Zuordnung – jede Angabe hilft.

Wird nur für die Antwort auf diese Meldung gespeichert und für nichts anderes verwendet.