CC 273 2017
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Stgl./BU
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Malta · Serie: Prähistorische Stätten, Ħaġar Qim
Auflage30.000
Ausgabepreis7,00 €
Ausgabedatum31.05.2017
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis18,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt die prähistorischen maltesischen Tempel von Ħaġar Qim, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Das Motiv zeigt die Tempelanlage sowie die Aufschriften „ĦAĠAR QIM“, „TEMPLES“ und die Datierung „3600–3200 BC“. Zudem sind die Initialen des Künstlers Noel Galea Bason „NGB“ abgebildet.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt die prähistorischen Tempel von Hagar Qim. Oben rechts sind untereinander die Aufschriften „ĦAĠAR QIM“, „TEMPLES“ und die Jahreszahlen „3600-3200 BC“ zu sehen. Unten links befinden sich der Name des Ausgabestaats „MALTA“ und darunter das Ausgabejahr „2017“. Unten rechts sind die Initialen des Künstlers Noel Galea Bason „NGB“ angebracht.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Ħaġar Qim liegt auf einer Anhöhe an der Südküste Maltas, unweit der Tempelanlage von Mnajdra. Von dort reicht der Blick über das Meer bis zur kleinen Insel Filfla. Die Anlage entstand während der maltesischen Jungsteinzeit. Damals lebten auf dem Archipel bäuerliche Gemeinschaften, die Ackerbau und Viehzucht betrieben, Keramik herstellten und noch keine Schrift verwendeten. Deshalb sind weder die Namen der Erbauer noch ihre religiösen Vorstellungen überliefert.
Als „Tempel“ werden die Bauten aufgrund ihrer Grundrisse und der dort gefundenen Kultgegenstände bezeichnet. Ihre genaue Funktion ist jedoch nicht abschließend geklärt. Ħaġar Qim besteht aus einem Hauptbau und weiteren Bauresten. Große Kalksteinblöcke bilden eine monumentale Außenwand; durch Eingänge gelangte man in Innenräume mit halbkreisförmigen Kammern. Einige Blöcke wiegen mehrere Tonnen. Für tragende Außenteile wurde überwiegend harter Korallenkalk verwendet, während sich der leichter zu bearbeitende Globigerinenkalk für Innenräume und verzierte Bauteile eignete.
Zu den Funden gehören Altäre, verzierte Steinplatten sowie menschliche Figuren. Manche Darstellungen zeigen stark ausgeprägte Körperformen. Sie wurden früher häufig als Fruchtbarkeitsgöttinnen gedeutet, doch lassen sich Geschlecht und Funktion vieler Figuren nicht sicher bestimmen. Die beweglichen Fundstücke werden heute überwiegend im Nationalmuseum für Archäologie in Valletta aufbewahrt.
Die maltesischen Megalithbauten gehören zu den frühesten bekannten freistehenden Monumentalbauten aus Stein. Die sogenannte Tempelkultur endete im 3. Jahrtausend v. Chr.; ihre Ursachen sind nicht eindeutig bekannt. Spätere Bewohner Maltas nutzten andere Bau- und Bestattungstraditionen.
Die Münzausgabe war nicht an ein einzelnes historisches Jubiläum gebunden. Sie gehörte zu einer mehrjährigen maltesischen Münzreihe über prähistorische Stätten des Archipels. Ħaġar Qim bildete nach Ġgantija den zweiten Gegenstand dieser Serie, mit der nacheinander mehrere archäologische Anlagen Maltas vorgestellt wurden.
Als „Tempel“ werden die Bauten aufgrund ihrer Grundrisse und der dort gefundenen Kultgegenstände bezeichnet. Ihre genaue Funktion ist jedoch nicht abschließend geklärt. Ħaġar Qim besteht aus einem Hauptbau und weiteren Bauresten. Große Kalksteinblöcke bilden eine monumentale Außenwand; durch Eingänge gelangte man in Innenräume mit halbkreisförmigen Kammern. Einige Blöcke wiegen mehrere Tonnen. Für tragende Außenteile wurde überwiegend harter Korallenkalk verwendet, während sich der leichter zu bearbeitende Globigerinenkalk für Innenräume und verzierte Bauteile eignete.
Zu den Funden gehören Altäre, verzierte Steinplatten sowie menschliche Figuren. Manche Darstellungen zeigen stark ausgeprägte Körperformen. Sie wurden früher häufig als Fruchtbarkeitsgöttinnen gedeutet, doch lassen sich Geschlecht und Funktion vieler Figuren nicht sicher bestimmen. Die beweglichen Fundstücke werden heute überwiegend im Nationalmuseum für Archäologie in Valletta aufbewahrt.
Die maltesischen Megalithbauten gehören zu den frühesten bekannten freistehenden Monumentalbauten aus Stein. Die sogenannte Tempelkultur endete im 3. Jahrtausend v. Chr.; ihre Ursachen sind nicht eindeutig bekannt. Spätere Bewohner Maltas nutzten andere Bau- und Bestattungstraditionen.
Die Münzausgabe war nicht an ein einzelnes historisches Jubiläum gebunden. Sie gehörte zu einer mehrjährigen maltesischen Münzreihe über prähistorische Stätten des Archipels. Ħaġar Qim bildete nach Ġgantija den zweiten Gegenstand dieser Serie, mit der nacheinander mehrere archäologische Anlagen Maltas vorgestellt wurden.




