Für diese Edition liegen noch keine eigenen Bilder vor; gezeigt werden die der Münze.
CC 271 2017
2-Euro-Münze
Stgl./BU
2 Euro Stgl./BU
San Marino · 750. Geburtstag von Giotto
Auflage500
Ausgabedatum30.03.2017
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 750. Jahrestag der Geburt von Giotto. Das Motiv zeigt einen Teil des von Giotto entworfenen Glockenturms der Kirche Santa Maria del Fiore in Florenz sowie einen Ausschnitt aus seinem Porträt. Hinzu kommen die Aufschriften „SAN MARINO“ und „GIOTTO“, die Jahreszahlen „1267–2017“ und die Initialen „LDS“ der Künstlerin Luciana De Simoni.
Das Motiv
Auf der linken Seite des Münzinneren ist ein Teil des von dem Architekten Giotto entworfenen Glockenturms der Kirche Santa Maria del Fiore in Florenz zu sehen; vertikal sind die Aufschriften „SAN MARINO“, „GIOTTO“ und die Daten „1267-2017“ angebracht; auf der rechten Seite sind ein Ausschnitt aus dem Porträt von Giotto und die Initialen der Künstlerin Luciana De Simoni „LDS“ zu sehen; am unteren Rand findet sich der Buchstabe „R“, der für die Münze von Rom steht.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Giotto di Bondone war ein italienischer Maler und Baumeister an der Schwelle vom Mittelalter zur Frührenaissance. Sein genaues Geburtsjahr ist nicht urkundlich gesichert; traditionell wird 1267 angenommen. Er starb 1337 in Florenz. Bereits seine Zeitgenossen nahmen ihn als Erneuerer der Malerei wahr. Auch Dante erwähnt ihn in der „Göttlichen Komödie“ und beschreibt, wie Giottos Ruhm den seines Vorgängers Cimabue übertroffen habe.
Giottos Figuren unterscheiden sich von den stärker schematischen Darstellungen der byzantinisch geprägten Maltradition. Er gab ihnen räumliche Körperlichkeit, individuelle Gesichtsausdrücke und nachvollziehbare Gesten. Architektur und Landschaft setzte er ein, um Handlung und Bildraum zu ordnen. Besonders bekannt ist der Freskenzyklus in der Cappella degli Scrovegni in Padua mit Szenen aus dem Leben Marias und Christi. Weitere Arbeiten werden mit den Bardi- und Peruzzi-Kapellen in der Florentiner Kirche Santa Croce verbunden. Da Giotto eine große Werkstatt leitete und schriftliche Belege nur teilweise erhalten sind, wird die eigenhändige Ausführung einzelner Werke in der Forschung unterschiedlich beurteilt.
Der Florentiner Campanile gehört zum Domkomplex an der Piazza del Duomo. Giotto übernahm 1334 die Leitung der Arbeiten am Dom und entwarf den freistehenden Glockenturm. Bei seinem Tod war erst der untere Abschnitt ausgeführt. Andrea Pisano setzte den Bau fort; vollendet wurde er unter Francesco Talenti. Die farbige Verkleidung aus verschiedenfarbigem Marmor verbindet den Turm optisch mit dem Dom und dem Baptisterium. Reliefprogramme an den unteren Geschossen behandeln unter anderem menschliche Tätigkeiten, Künste und Wissenschaften.
Das Jubiläum bot Anlass, Giotto sowohl als Maler als auch als Architekten in Erinnerung zu rufen. Für San Marino liegt die Wahl zudem im Rahmen seiner regelmäßig ausgegebenen Münzen zu Persönlichkeiten der italienischen Kunst- und Kulturgeschichte. Ein darüber hinausgehender unmittelbarer Bezug Giottos zur Republik ist nicht erkennbar.
Giottos Figuren unterscheiden sich von den stärker schematischen Darstellungen der byzantinisch geprägten Maltradition. Er gab ihnen räumliche Körperlichkeit, individuelle Gesichtsausdrücke und nachvollziehbare Gesten. Architektur und Landschaft setzte er ein, um Handlung und Bildraum zu ordnen. Besonders bekannt ist der Freskenzyklus in der Cappella degli Scrovegni in Padua mit Szenen aus dem Leben Marias und Christi. Weitere Arbeiten werden mit den Bardi- und Peruzzi-Kapellen in der Florentiner Kirche Santa Croce verbunden. Da Giotto eine große Werkstatt leitete und schriftliche Belege nur teilweise erhalten sind, wird die eigenhändige Ausführung einzelner Werke in der Forschung unterschiedlich beurteilt.
Der Florentiner Campanile gehört zum Domkomplex an der Piazza del Duomo. Giotto übernahm 1334 die Leitung der Arbeiten am Dom und entwarf den freistehenden Glockenturm. Bei seinem Tod war erst der untere Abschnitt ausgeführt. Andrea Pisano setzte den Bau fort; vollendet wurde er unter Francesco Talenti. Die farbige Verkleidung aus verschiedenfarbigem Marmor verbindet den Turm optisch mit dem Dom und dem Baptisterium. Reliefprogramme an den unteren Geschossen behandeln unter anderem menschliche Tätigkeiten, Künste und Wissenschaften.
Das Jubiläum bot Anlass, Giotto sowohl als Maler als auch als Architekten in Erinnerung zu rufen. Für San Marino liegt die Wahl zudem im Rahmen seiner regelmäßig ausgegebenen Münzen zu Persönlichkeiten der italienischen Kunst- und Kulturgeschichte. Ein darüber hinausgehender unmittelbarer Bezug Giottos zur Republik ist nicht erkennbar.
