Übersicht KMS BU – Ausgabe 2
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CC 270 2017 Kursmünzensatz Stgl./BU

KMS BU – Ausgabe 2

Italien · 400 Jahre Basilica di San Marco in Venedig

Auflage10.000
Ausgabepreis54,00 €
Ausgabedatum22.03.2017
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis67,97 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an den 400. Jahrestag der Fertigstellung der Basilica di San Marco in Venedig im Jahr 1617. Das Motiv zeigt die Fassade des Markusdoms sowie die Jahreszahlen „1617“ und „2017“, das Emblem „RI“ und die Inschriften „SAN MARCO“ und „VENEZIA“. Zudem sind die Initialen der Künstlerin Luciana De Simoni „LDS“ und das Münzzeichen „R“ abgebildet.

Das Motiv
Fassade des Markusdoms in Venedig; im unteren Teil sind die Daten „1617“ und „2017“, das heißt das Jahr der Fertigstellung des Doms bzw. das Jahr der Ausgabe der Münze, sowie das Emblem der Italienischen Republik „RI“ abgebildet; darunter ist die Inschrift „SAN MARCO“ zu sehen; auf der rechten Seite befinden sich die Initialen der Künstlerin Luciana De Simoni „LDS“; oben stehen der Schriftzug „VENEZIA“ und das Münzzeichen der Münze von Rom „R“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Markusdom entstand nicht als gewöhnliche Stadtkirche, sondern als Kapelle der venezianischen Dogen. Seine Geschichte ist mit der Überführung der Reliquien des Evangelisten Markus aus Alexandria nach Venedig im 9. Jahrhundert verbunden. Markus wurde zum Schutzpatron der Stadt; sein Symbol, der geflügelte Löwe, entwickelte sich zugleich zum Hoheitszeichen der Republik Venedig. Der Kirchenbau diente damit sowohl religiösen Zwecken als auch der politischen Selbstdarstellung des venezianischen Staates.

Die heutige Kirche ist bereits der dritte Bau an dieser Stelle. Mit ihr wurde im 11. Jahrhundert begonnen, ihre Weihe erfolgte 1094. Der Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes und die fünf Kuppeln zeigen den Einfluss byzantinischer Sakralarchitektur. Diese Ausrichtung entsprach den engen Handels- und Kulturkontakten Venedigs mit dem östlichen Mittelmeerraum. Über mehrere Jahrhunderte wurde das Gebäude erweitert, verkleidet und mit Mosaiken, Säulen, Skulpturen und kostbaren Ausstattungsstücken versehen. Daher bezeichnet die Fertigstellung keinen einheitlichen Bauvorgang, sondern den Abschluss einer langen Folge baulicher Veränderungen.

Zahlreiche Werkstücke gelangten durch Handel, aber auch infolge militärischer Unternehmungen nach Venedig. Dazu gehören die antiken Bronzepferde, die nach der Eroberung Konstantinopels während des Vierten Kreuzzugs 1204 nach Venedig gebracht wurden. Die heute an der Fassade sichtbaren Pferde sind Kopien; die Originale werden im Inneren aufbewahrt. Auch die goldene Altarwand, die Pala d’Oro, verweist auf die Verbindungen zur byzantinischen Kunst.

San Marco war über Jahrhunderte Schauplatz staatlicher Zeremonien, Prozessionen und öffentlicher Gottesdienste der Republik. Erst im frühen 19. Jahrhundert wurde die ehemalige Dogenkapelle zur Kathedrale des Patriarchen von Venedig. Die Wahl des Jahrestags für eine italienische Gedenkmünze knüpft somit nicht nur an die Baugeschichte an, sondern auch an die Rolle des Doms als religiöses und politisches Zentrum der früheren Seerepublik.

Wissenswertes

Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze und die 5-€-Silbermünze "60 Jahre Römische Verträge" (Nennwert: 10,88 €).

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