Rückseite Frankreich 2017 100. Todestag von Auguste Rodin – Rückseite
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CC 268 2017 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

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Frankreich · 100. Todestag von Auguste Rodin

Auflage10.000.000
Ausgabedatum03.02.2017
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis3,50 €

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Die Gedenkmünze würdigt den französischen Bildhauer Auguste Rodin anlässlich seines 100. Todestags. Das Motiv zeigt Rodin Stirn an Stirn mit seinem bekanntesten Werk „Der Denker“. Darüber stehen die Buchstaben „RF“ für „République Française“, auf seinem Bart sind „A. Rodin“ und die Jubiläumsdaten „1917-2017“ zu lesen.

Das Motiv
Zum seinem 100. Todestag würdigt die Monnaie de Paris den berühmten französischen Bildhauer Auguste Rodin. Der 1840 geborene Künstler gehört zu den wichtigsten Vertretern des Realismus. „Der Denker“, „Der Kuss“, „Das Höllentor“ und „Die Bürger von Calais“ zählen zu den zeitlosen Meisterwerken der Bildhauerkunst.

Das Münzmotiv zeigt Auguste Rodin sozusagen Stirn an Stirn mit seinem bekanntesten Werk „Der Denker“. Darüber sind die künstlerisch gestalteten Buchstaben „RF“ für „République Française“ zu erkennen. Auf dem Bart des Künstlers sind sein Name „A. Rodin“ und die Jubiläumsdaten „1917-2017“ zu lesen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Rodin wurde 1840 in Paris geboren. Nach dem Besuch einer auf Zeichnen und Kunsthandwerk ausgerichteten Schule arbeitete er zunächst unter anderem als Ornamentbildhauer. Die staatliche École des Beaux-Arts hatte ihn mehrfach abgelehnt. Seine Ausbildung verlief daher außerhalb der damals üblichen akademischen Laufbahn. Eine Italienreise brachte ihn besonders mit den Skulpturen Michelangelos in Berührung.

Öffentliche Aufmerksamkeit erhielt Rodin mit der lebensgroßen Figur „Das eherne Zeitalter“. Ihre wirklichkeitsnahe Modellierung führte zu dem Verdacht, er habe einen menschlichen Körper abgeformt. Die Auseinandersetzung zeigt, wie stark seine Arbeitsweise von den Konventionen der akademischen Bildhauerei abwich. Rodin ließ Körperhaltungen, unregelmäßige Oberflächen und sichtbare Spuren des Modellierens als Ausdrucksmittel stehen. Außerdem verwendete er einzelne Figuren und Körperteile in neuen Zusammenhängen wieder.

Viele seiner bekannten Figuren entstanden im Umfeld des 1880 erteilten Auftrags für „Das Höllentor“. Das monumentale Portal war für ein geplantes Kunstgewerbemuseum in Paris vorgesehen und bezog sich auf Dantes „Göttliche Komödie“. Das Museum wurde nicht gebaut, und Rodin arbeitete über Jahrzehnte an dem unvollendet gebliebenen Ensemble. Der später eigenständig ausgeführte „Denker“ war ursprünglich für dieses Portal konzipiert. Auch „Der Kuss“ geht auf eine Figurengruppe aus dessen Themenkreis zurück.

Mit den „Bürgern von Calais“ erinnerte Rodin an eine Episode des Hundertjährigen Krieges: Sechs Bürger sollten sich nach der Belagerung ihrer Stadt dem englischen König ausliefern. Statt einer heroisierenden Einzelfigur gestaltete Rodin eine Gruppe mit unterschiedlichen Gesten von Entschlossenheit, Angst und Erschöpfung.

Rodin überließ dem französischen Staat seine Werke, seine Sammlung und die Rechte an seinem künstlerischen Nachlass unter der Bedingung, ein Museum einzurichten. Daraus ging das Musée Rodin im Pariser Hôtel Biron hervor. Der runde Todestag bot Frankreich daher Anlass, an einen Künstler zu erinnern, dessen Nachlass institutionell eng mit dem Staat verbunden ist und dessen Arbeiten die Entwicklung der modernen europäischen Skulptur beeinflussten.

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