CC 265 2017
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Stgl./BU
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Slowakei · 550 Jahre Universitas Istropolitana
Auflage4.000
Ausgabepreis7,70 €
Ausgabedatum04.01.2017
VerpackungCoincard
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Marktpreis12,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 550. Jahrestag der Gründung der Universitas Istropolitana in Bratislava im Jahr 1467. Das Motiv zeigt einen Lehrer und zwei Studenten vor der Fassade der ehemaligen Universität sowie ein Medaillon ihres Gründers, König Matthias Corvinus. Ergänzt wird die Darstellung durch die Jahreszahl „1467“ und die Schriftzüge „UNIVERZITA“ und „ISTROPOLITANA“.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt einen Lehrer und zwei Studenten vor der Fassade der ehemaligen Universitas Istropolitana in Bratislava. Oben links ist ein Medaillon des Universitätsgründers König Matthias Corvinus abgebildet. Die Zahl „1467“ über dem Medaillon steht für das Gründungsjahr der Universität. Im unteren Teil des inneren Münzrunds ist über dem Ausgabejahr „2017“ der Name des Ausgabestaats „SLOVENSKO“ zu lesen. Entlang des linken Randes des Münzrunds steht der Schriftzug „UNIVERZITA“, entlang des rechten Randes „ISTROPOLITANA“. Im unteren linken Teil des Motivs ist zwischen zwei Prägeformen das Zeichen „MK“ der Münzprägeanstalt Kremnica (Mincovňa Kremnica) zu erkennen. Unter dem Münzzeichen befinden sich die stilisierten Initialen „MP“ der Münzgestalterin Mária Poldaufová.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Universitas Istropolitana entstand im Königreich Ungarn während der Ausbreitung des Renaissancehumanismus. Die päpstliche Genehmigung zur Einrichtung einer Universität hatte Papst Paul II. bereits 1465 erteilt. Der Name „Istropolitana“ ist aus der griechischen Bezeichnung für eine Stadt an der Donau abgeleitet: „Istros“ bezeichnete die Donau, „polis“ die Stadt. Bratislava hieß damals Pressburg beziehungsweise ungarisch Pozsony und gehörte zum Königreich Ungarn.
Matthias Corvinus regierte Ungarn von 1458 bis 1490. Sein Hof stand unter dem Einfluss des italienischen Humanismus. Er ließ Handschriften sammeln und schuf mit der Bibliotheca Corviniana eine umfangreiche königliche Bibliothek. Die neue Hochschule sollte Gelehrte, Geistliche, Mediziner und Verwaltungsfachleute ausbilden. Zu ihrem Lehrprogramm gehörten die damals üblichen Fakultäten für Theologie, Recht, Medizin und die freien Künste. An ihr wirkten auch aus dem Ausland berufene Gelehrte, darunter der Mathematiker und Astronom Regiomontanus sowie der polnische Astronom Marcin Bylica.
Die Hochschule bestand nur wenige Jahrzehnte. Nach dem Tod von Matthias Corvinus verlor sie ihre finanzielle und politische Grundlage; der Lehrbetrieb kam gegen Ende des 15. Jahrhunderts zum Erliegen. Dennoch gilt sie als erste Universität auf dem Gebiet der heutigen Slowakei. Sie darf dabei nicht mit den älteren Hochschulgründungen in anderen Teilen des damaligen Königreichs Ungarn verwechselt werden.
Das mit der Universität verbundene Gebäude liegt in der heutigen Ventúrska-Straße in der Altstadt von Bratislava. Es geht auf mittelalterliche Bürgerhäuser zurück, die für den Hochschulbetrieb genutzt und umgestaltet wurden. Heute gehört der Bau zur Hochschule für Musische Künste in Bratislava. Für die slowakische Gedenkmünze bot sich der Jahrestag an, weil die Universitas Istropolitana die Geschichte des Hochschulwesens im Land mit der europäischen Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte der Renaissance verbindet. Das erhaltene Gebäude macht diesen Zusammenhang zudem im heutigen Stadtbild sichtbar.
Matthias Corvinus regierte Ungarn von 1458 bis 1490. Sein Hof stand unter dem Einfluss des italienischen Humanismus. Er ließ Handschriften sammeln und schuf mit der Bibliotheca Corviniana eine umfangreiche königliche Bibliothek. Die neue Hochschule sollte Gelehrte, Geistliche, Mediziner und Verwaltungsfachleute ausbilden. Zu ihrem Lehrprogramm gehörten die damals üblichen Fakultäten für Theologie, Recht, Medizin und die freien Künste. An ihr wirkten auch aus dem Ausland berufene Gelehrte, darunter der Mathematiker und Astronom Regiomontanus sowie der polnische Astronom Marcin Bylica.
Die Hochschule bestand nur wenige Jahrzehnte. Nach dem Tod von Matthias Corvinus verlor sie ihre finanzielle und politische Grundlage; der Lehrbetrieb kam gegen Ende des 15. Jahrhunderts zum Erliegen. Dennoch gilt sie als erste Universität auf dem Gebiet der heutigen Slowakei. Sie darf dabei nicht mit den älteren Hochschulgründungen in anderen Teilen des damaligen Königreichs Ungarn verwechselt werden.
Das mit der Universität verbundene Gebäude liegt in der heutigen Ventúrska-Straße in der Altstadt von Bratislava. Es geht auf mittelalterliche Bürgerhäuser zurück, die für den Hochschulbetrieb genutzt und umgestaltet wurden. Heute gehört der Bau zur Hochschule für Musische Künste in Bratislava. Für die slowakische Gedenkmünze bot sich der Jahrestag an, weil die Universitas Istropolitana die Geschichte des Hochschulwesens im Land mit der europäischen Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte der Renaissance verbindet. Das erhaltene Gebäude macht diesen Zusammenhang zudem im heutigen Stadtbild sichtbar.


