CC 264 2017
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP (5. PP-Set 2016 - 2018)
Luxemburg · 50 Jahre Freiwilligenarmee in Luxemburg
Auflage2.500
Ausgabedatum02.01.2017
Verpackung5. PP-Set 2016 - 2018
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (5 Münzen)690,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an das 50-jährige Jubiläum der Freiwilligkeit der luxemburgischen Armee. Das Motiv zeigt rechts das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Rechtsprofil und links die als Logo gestaltete Aufschrift „50 Joer Fräiwëllegen-Arméi“. Im unteren Teil steht „LËTZEBUERG“.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt auf der rechten Seite das Bildnis seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Henri im Rechtsprofil, und auf der linken Seite die als Logo dargestellte Aufschrift „50 Joer Fräiwëllegen-Arméi“. Darüber ist zwischen dem Münzzeichen und den Initialen des Münzmeisters das Ausgabejahr „2017“ angegeben. Im unteren Teil ist der Name des Ausgabestaats „LËTZEBUERG“ zu lesen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Nach der Befreiung Luxemburgs im Zweiten Weltkrieg führte das Großherzogtum die allgemeine Wehrpflicht ein. Diese Entscheidung stand im Zusammenhang mit den Erfahrungen der deutschen Besatzung und der anschließenden Einbindung des Landes in die westliche Sicherheitsordnung. Luxemburg gehörte 1949 zu den Gründungsmitgliedern der NATO und verpflichtete sich damit, trotz seiner geringen Größe einen eigenen Beitrag zur gemeinsamen Verteidigung zu leisten.
1967 wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Seither stützt sich die luxemburgische Armee auf Personen, die sich freiwillig für den Militärdienst entscheiden, sowie auf Berufssoldaten und zivile Beschäftigte. „Freiwilligenarmee“ bedeutet dabei nicht, dass der Dienst unbezahlt oder ehrenamtlich erfolgt, sondern dass niemand aufgrund einer allgemeinen Dienstpflicht eingezogen wird. Die Umstellung entsprach den begrenzten personellen Möglichkeiten des Landes und führte zu einer kleineren, dauerhaft verfügbaren Streitkraft.
Die Aufgaben der Armee beschränken sich nicht auf die Verteidigung des eigenen Staatsgebiets. Luxemburg beteiligt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an gemeinsamen Einsätzen und Strukturen der NATO, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. Dazu gehören unter anderem Beiträge zu Friedensmissionen, multinationalen Verbänden, logistischer Unterstützung und humanitärer Hilfe. Häufig arbeitet das Land dabei eng mit den Streitkräften verbündeter Staaten, insbesondere Belgiens, zusammen.
Großherzog Henri ist seit dem Jahr 2000 luxemburgisches Staatsoberhaupt. Zum Zeitpunkt der Münzausgabe kam ihm auch eine verfassungsrechtliche Stellung gegenüber den Streitkräften zu. Sein Porträt stellt somit eine Verbindung zwischen Armee und Staat her. Zugleich entspricht es der luxemburgischen Praxis, den amtierenden Großherzog auf den nationalen Seiten der Euro-Münzen abzubilden.
Der Jahrestag bot Anlass, an einen dauerhaften Wechsel in der luxemburgischen Verteidigungspolitik zu erinnern: den Übergang von einer durch Einberufung getragenen Armee zu Streitkräften auf freiwilliger Grundlage. Die Münze bezieht sich damit nicht auf eine einzelne militärische Operation, sondern auf die seit 1967 geltende Organisationsform.
1967 wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Seither stützt sich die luxemburgische Armee auf Personen, die sich freiwillig für den Militärdienst entscheiden, sowie auf Berufssoldaten und zivile Beschäftigte. „Freiwilligenarmee“ bedeutet dabei nicht, dass der Dienst unbezahlt oder ehrenamtlich erfolgt, sondern dass niemand aufgrund einer allgemeinen Dienstpflicht eingezogen wird. Die Umstellung entsprach den begrenzten personellen Möglichkeiten des Landes und führte zu einer kleineren, dauerhaft verfügbaren Streitkraft.
Die Aufgaben der Armee beschränken sich nicht auf die Verteidigung des eigenen Staatsgebiets. Luxemburg beteiligt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an gemeinsamen Einsätzen und Strukturen der NATO, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen. Dazu gehören unter anderem Beiträge zu Friedensmissionen, multinationalen Verbänden, logistischer Unterstützung und humanitärer Hilfe. Häufig arbeitet das Land dabei eng mit den Streitkräften verbündeter Staaten, insbesondere Belgiens, zusammen.
Großherzog Henri ist seit dem Jahr 2000 luxemburgisches Staatsoberhaupt. Zum Zeitpunkt der Münzausgabe kam ihm auch eine verfassungsrechtliche Stellung gegenüber den Streitkräften zu. Sein Porträt stellt somit eine Verbindung zwischen Armee und Staat her. Zugleich entspricht es der luxemburgischen Praxis, den amtierenden Großherzog auf den nationalen Seiten der Euro-Münzen abzubilden.
Der Jahrestag bot Anlass, an einen dauerhaften Wechsel in der luxemburgischen Verteidigungspolitik zu erinnern: den Übergang von einer durch Einberufung getragenen Armee zu Streitkräften auf freiwilliger Grundlage. Die Münze bezieht sich damit nicht auf eine einzelne militärische Operation, sondern auf die seit 1967 geltende Organisationsform.
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