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Andorra · 150-jähriges Jubiläum der Neuen Reform von 1866
Ausgabedatum01.06.2017
Gesamtauflage85.000
EU-Maximum85.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Aufschrift150 ANYS DE LA NOVA REFORMA DE 1866 / 2016 / ANDORRA
DesignerFábrica Nacional de Moneda y Timbre
PrägestätteReal Casa de la Moneda, Madrid
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt das 150-jährige Jubiläum der Neuen Reform von 1866, die einen gesellschaftlichen und politischen Wandel in Andorra einleitete und als bedeutender Meilenstein für das Land und sein Parlament, den „Consell General“, gilt. Das Motiv zeigt den Hauptsaal der „Casa de la Vall“, den Sitz des andorranischen Parlaments, sowie den Schriftzug „150 ANYS DE LA NOVA REFORMA DE 1866“.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt den Hauptsaal der „Casa de la Vall“ (Sitz des andorranischen Parlaments) mit dem Schriftzug „150 ANYS DE LA NOVA REFORMA DE 1866“, dem Ausgabejahr „2016“ und dem Ausgabestaat „ANDORRA“. Mit dieser Gedenkmünze wird das 150. Jubiläum des Neuen Reformdekrets begangen — einer der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte des Landes und des andorranischen Parlaments („Consell General“), der einen gesellschaftlichen und politischen Wandel im Fürstentum Andorra einläutete.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Andorra war im 19. Jahrhundert ein ländlich geprägtes Gemeinwesen unter der gemeinsamen Oberhoheit zweier Kofürsten: des Bischofs von Urgell und des französischen Staatsoberhaupts. Die innere Politik wurde vom Consell General bestimmt, der aus dem 1419 eingerichteten Consell de la Terra hervorgegangen war. Der Zugang zu politischen Ämtern und zum Wahlrecht lag jedoch weitgehend bei den alteingesessenen, wohlhabenden Familien der einzelnen Gemeinden.
Die Nova Reforma ging maßgeblich auf eine Initiative von Guillem d’Areny-Plandolit zurück, einem Grundbesitzer und Politiker aus Ordino. Das Reformdekret wurde 1866 vom bischöflichen Kofürsten Josep Caixal i Estradé bestätigt; die Zustimmung der französischen Seite folgte später unter Napoleon III. Da die Kofürsten die oberste Staatsgewalt ausübten, waren solche Bestätigungen für eine Änderung der politischen Ordnung erforderlich.
Die Reform erweiterte das Wahlrecht auf die männlichen Haushaltsvorstände und regelte die Wahl und Zusammensetzung des Generalrats neu. Dadurch erhielten mehr Familien die Möglichkeit, an der Politik des Fürstentums mitzuwirken. Von einem allgemeinen Wahlrecht im heutigen Sinn konnte dennoch keine Rede sein: Frauen waren ausgeschlossen, und auch Männer ohne den entsprechenden Status eines Haushaltsvorstands blieben ohne Stimmrecht. Die Nova Reforma war somit ein Schritt zur breiteren politischen Beteiligung, beseitigte die gesellschaftlichen Schranken aber nicht vollständig.
Die Casa de la Vall wurde ursprünglich im späten 16. Jahrhundert als Wohn- und Wehrhaus einer Familie errichtet. Der Generalrat erwarb das Gebäude 1702 und nutzte es über drei Jahrhunderte als Versammlungsort. Seine schlichte Ratskammer steht daher für die institutionelle Kontinuität des kleinen Gemeinwesens. Erst 2011 zog das Parlament in einen Neubau unmittelbar daneben um.
Das Jubiläum bot sich für eine Gedenkmünze an, weil die Reform einen nachvollziehbaren Bezug zwischen der Entwicklung politischer Mitwirkung, der Geschichte des Generalrats und dessen historischem Tagungsort herstellt.
Die Nova Reforma ging maßgeblich auf eine Initiative von Guillem d’Areny-Plandolit zurück, einem Grundbesitzer und Politiker aus Ordino. Das Reformdekret wurde 1866 vom bischöflichen Kofürsten Josep Caixal i Estradé bestätigt; die Zustimmung der französischen Seite folgte später unter Napoleon III. Da die Kofürsten die oberste Staatsgewalt ausübten, waren solche Bestätigungen für eine Änderung der politischen Ordnung erforderlich.
Die Reform erweiterte das Wahlrecht auf die männlichen Haushaltsvorstände und regelte die Wahl und Zusammensetzung des Generalrats neu. Dadurch erhielten mehr Familien die Möglichkeit, an der Politik des Fürstentums mitzuwirken. Von einem allgemeinen Wahlrecht im heutigen Sinn konnte dennoch keine Rede sein: Frauen waren ausgeschlossen, und auch Männer ohne den entsprechenden Status eines Haushaltsvorstands blieben ohne Stimmrecht. Die Nova Reforma war somit ein Schritt zur breiteren politischen Beteiligung, beseitigte die gesellschaftlichen Schranken aber nicht vollständig.
Die Casa de la Vall wurde ursprünglich im späten 16. Jahrhundert als Wohn- und Wehrhaus einer Familie errichtet. Der Generalrat erwarb das Gebäude 1702 und nutzte es über drei Jahrhunderte als Versammlungsort. Seine schlichte Ratskammer steht daher für die institutionelle Kontinuität des kleinen Gemeinwesens. Erst 2011 zog das Parlament in einen Neubau unmittelbar daneben um.
Das Jubiläum bot sich für eine Gedenkmünze an, weil die Reform einen nachvollziehbaren Bezug zwischen der Entwicklung politischer Mitwirkung, der Geschichte des Generalrats und dessen historischem Tagungsort herstellt.
eBay-Preisanalyse
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Preisanalyse ansehenCoincard
- Verpackung
- Coincard
- Auflage
- 85.000
- Marktpreis
- 21,90 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Coincard
85.000
Offizielle Ausgabepreise
2016 · Coincard: 12,50 €
Ergänzende Informationen
In den Umlaufmünzensätzen Andorras ist diese Gedenkmünze nicht enthalten.
