Rückseite Griechenland 2016 150. Jahrestag der Brandstiftung im Arkadi Kloster – Rückseite
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CC 260 2016 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

2 Euro Stgl./BU

Griechenland · 150. Jahrestag der Brandstiftung im Arkadi Kloster

Auflage742.000
Ausgabedatum16.12.2016
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis6,90 €

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Die Münze erinnert an den 150. Jahrestag der Brandstiftung im Arkadi-Kloster. Das Motiv zeigt das Kloster und darunter die griechische Inschrift „ARKADI-KLOSTER“. Ergänzt wird die Darstellung durch die Inschrift „HELLENISCHE REPUBLIK“, eine Palmette als Münzzeichen sowie das Monogramm des Münzdesigners George Stamatopoulos.

Das Motiv
Das Motiv zeigt das Arkadi-Kloster und darunter den Schriftzug „ARKADI-KLOSTER“ auf Griechisch. Entlang des linken Münzrands ist, ebenfalls auf Griechisch, „HELLENISCHE REPUBLIK“ zu lesen. Oben rechts befindet sich das Ausgabejahr „2016“ und am unteren Münzrand mittig eine Palmette, das Münzzeichen der griechischen Prägeanstalt. Unten rechts ist das Monogramm des Münzdesigners (George Stamatopoulos) zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Das orthodoxe Arkadi-Kloster liegt südöstlich von Rethymno auf Kreta. Die Klosteranlage erhielt wesentliche Teile ihrer heutigen Gestalt während der venezianischen Herrschaft über die Insel. Sie ist von einer befestigten Umfassungsmauer umgeben und besitzt ein zweischiffiges Kirchengebäude mit einer Renaissancefassade. Neben seiner religiösen Funktion diente das Kloster zeitweise als Zufluchtsort und als Zentrum des Widerstands gegen die osmanische Herrschaft.

Kreta gehörte seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zum Osmanischen Reich. Im 19. Jahrhundert kam es wiederholt zu Aufständen der überwiegend griechisch-orthodoxen Bevölkerung. Viele Aufständische forderten politische Selbstbestimmung oder den Anschluss der Insel an das bereits unabhängige Königreich Griechenland. Während des kretischen Aufstands von 1866 verschanzten sich bewaffnete Kämpfer im Arkadi-Kloster. Zugleich suchten dort zahlreiche Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, Schutz.

Im November 1866 wurde die Anlage von osmanischen Truppen belagert und schließlich gestürmt. Als die Verteidigung zusammenbrach, explodierte das Pulvermagazin des Klosters. Der Überlieferung zufolge wurde das Schießpulver bewusst entzündet, um eine Gefangennahme zu verhindern. Dabei kamen viele der Eingeschlossenen sowie angreifende Soldaten ums Leben. Die genauen Abläufe und Opferzahlen werden in den Darstellungen unterschiedlich angegeben. Das Ereignis wird in Griechenland meist als „Holocaust von Arkadi“ bezeichnet; der Begriff bezieht sich hier auf eine Selbstaufopferung durch Feuer.

Die Zerstörung des Klosters beendete den Aufstand nicht, führte aber außerhalb Kretas zu großer Aufmerksamkeit und verstärkte die Unterstützung für die kretische Autonomiebewegung. Eine Vereinigung mit Griechenland erfolgte erst Jahrzehnte später, 1913. Arkadi wurde dadurch zu einem Erinnerungsort für den kretischen Widerstand und die griechische Unabhängigkeitsgeschichte. Die Wahl des Münzanlasses erklärt sich aus dieser nationalen Erinnerungskultur und dem runden Jahrestag des Ereignisses.

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