
CC 26 2007
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Finnland · 50 Jahre Römische Verträge
Auflage2.500
Ausgabepreis129,00 €
Ausgabedatum25.03.2007
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftROMFÖRDRAGET 50 ÅR EUROPA
Marktpreis190,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom durch die sechs Gründungsmitglieder am 25. März 1957. Das Motiv zeigt das unterzeichnete Vertragswerk vor dem von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflaster der Piazza del Campidoglio in Rom, dem Ort der Unterzeichnung. Darüber steht „Europa“ in der jeweiligen Landessprache; der äußere Ring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Das Motiv
Die Münze zeigt in ihrer Mitte das von den sechs Gründungsmitgliedern unterzeichnete Vertragswerk vor dem Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflasters der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Direkt über dem Vertragswerk ist das Wort „Europa“ in der jeweiligen Sprache eingeprägt. Als Inschriften erscheinen oberhalb des Gesamtmotivs der Ausgabeanlass und unterhalb das Ausgabeland in der/den jeweiligen Sprachfassung(en) sowie die Jahreszahl 2007. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Mit den „Römischen Verträgen“ sind zwei Abkommen gemeint: der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Vertragsparteien waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Beide Verträge traten Anfang 1958 in Kraft.
Die EWG sollte die Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten schrittweise miteinander verbinden. Dazu gehörten der Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen, die Errichtung eines gemeinsamen Außenzolls und die Entwicklung gemeinsamer Politikbereiche. Der Vertrag schuf zudem einen institutionellen Rahmen mit Kommission, Ministerrat, parlamentarischer Versammlung und Gerichtshof. Aus der parlamentarischen Versammlung ging später das Europäische Parlament hervor. Euratom regelte dagegen die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie, darunter Forschung, Versorgung und Sicherheitskontrollen.
Die Verträge standen im Zusammenhang mit der westeuropäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits zuvor hatten dieselben sechs Staaten mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zentrale kriegswichtige Industrien einer gemeinsamen Aufsicht unterstellt. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine europäische Verteidigungs- und politische Gemeinschaft verlagerte sich die Zusammenarbeit stärker auf wirtschaftliche Bereiche.
Die EWG entwickelte sich durch spätere Erweiterungen und Vertragsänderungen weiter. Der Vertrag von Maastricht schuf die Europäische Union und leitete die Wirtschafts- und Währungsunion ein. Die heutige EU beruht deshalb nicht unverändert auf dem Vertragstext von 1957, steht aber institutionell und rechtlich in dessen Entwicklungslinie. Euratom besteht weiterhin als eigene Gemeinschaft mit gemeinsamen Organen der EU.
Die gemeinsame Münzausgabe griff diese Verbindung zwischen den Anfängen der Wirtschaftsgemeinschaft und der späteren Währungsunion auf. Sie war die erste 2-Euro-Gedenkmünze, die von allen damaligen Staaten des Euroraums mit einem gemeinsamen Grundmotiv ausgegeben wurde. Dass auch viele später beigetretene Länder teilnahmen, verwies zugleich auf die Erweiterung der europäischen Zusammenarbeit über den ursprünglichen Kreis der sechs Vertragsstaaten hinaus.
Die EWG sollte die Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten schrittweise miteinander verbinden. Dazu gehörten der Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen, die Errichtung eines gemeinsamen Außenzolls und die Entwicklung gemeinsamer Politikbereiche. Der Vertrag schuf zudem einen institutionellen Rahmen mit Kommission, Ministerrat, parlamentarischer Versammlung und Gerichtshof. Aus der parlamentarischen Versammlung ging später das Europäische Parlament hervor. Euratom regelte dagegen die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie, darunter Forschung, Versorgung und Sicherheitskontrollen.
Die Verträge standen im Zusammenhang mit der westeuropäischen Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits zuvor hatten dieselben sechs Staaten mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zentrale kriegswichtige Industrien einer gemeinsamen Aufsicht unterstellt. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine europäische Verteidigungs- und politische Gemeinschaft verlagerte sich die Zusammenarbeit stärker auf wirtschaftliche Bereiche.
Die EWG entwickelte sich durch spätere Erweiterungen und Vertragsänderungen weiter. Der Vertrag von Maastricht schuf die Europäische Union und leitete die Wirtschafts- und Währungsunion ein. Die heutige EU beruht deshalb nicht unverändert auf dem Vertragstext von 1957, steht aber institutionell und rechtlich in dessen Entwicklungslinie. Euratom besteht weiterhin als eigene Gemeinschaft mit gemeinsamen Organen der EU.
Die gemeinsame Münzausgabe griff diese Verbindung zwischen den Anfängen der Wirtschaftsgemeinschaft und der späteren Währungsunion auf. Sie war die erste 2-Euro-Gedenkmünze, die von allen damaligen Staaten des Euroraums mit einem gemeinsamen Grundmotiv ausgegeben wurde. Dass auch viele später beigetretene Länder teilnahmen, verwies zugleich auf die Erweiterung der europäischen Zusammenarbeit über den ursprünglichen Kreis der sechs Vertragsstaaten hinaus.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €) und eine Medaille.
