CC 256 2016
Numisbrief
Stgl./BU
Numisbrief
Vatikan · Heiliges Jahr der Barmherzigkeit
Auflage8.000
Ausgabepreis46,00 €
Ausgabedatum13.10.2016
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit gewidmet. Das Motiv zeigt den heiligen Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt, umgeben von den Inschriften „GIUBILEO DELLA MISERICORDIA“ und „CITTÀ DEL VATICANO“.
Das Motiv
Die nationale Seite zeigt den heiligen Martin von Tours, wie er seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Entlang des linken Münzrands verläuft die Inschrift „GIUBILEO DELLA MISERICORDIA“, entlang des rechten Münzrands die Inschrift „CITTÀ DEL VATICANO“. Rechts ist das Ausgabejahr „2016“ zu sehen, am unteren Rand erscheinen das Münzzeichen „R“ und der Name des Münzgestalters, „M. CRISCIOTTI“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit war ein außerordentliches Jubiläumsjahr der römisch-katholischen Kirche. Papst Franziskus kündigte es 2015 mit der Bulle *Misericordiae vultus* an. Es begann am 8. Dezember 2015, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, und endete am 20. November 2016, dem Christkönigssonntag. Anders als reguläre Heilige Jahre, die seit 1475 gewöhnlich in Abständen von 25 Jahren stattfinden, wurde es aus einem besonderen Anlass außerhalb dieses Rhythmus einberufen.
Jubiläumsjahre dienen in der katholischen Tradition der Umkehr, Vergebung und Versöhnung. Zu ihren Kennzeichen gehört das Durchschreiten einer Heiligen Pforte. Im Jahr der Barmherzigkeit wurden solche Pforten nicht nur an den päpstlichen Basiliken in Rom, sondern auch in Kathedralen und anderen ausgewählten Kirchen weltweit geöffnet. Damit sollte die Teilnahme nicht auf Pilgerreisen nach Rom beschränkt bleiben. Papst Franziskus stellte sowohl die Vergebung durch Gott als auch konkrete Hilfe für Menschen in Not in den Mittelpunkt.
Martin von Tours lebte im 4. Jahrhundert. Er stammte aus Pannonien im Römischen Reich, diente zunächst im römischen Heer, ließ sich taufen und wurde später Mönch sowie Bischof von Tours. Die bekannteste Erzählung aus seinem Leben spielt vor seiner Taufe bei Amiens: Nachdem er einem notleidenden Mann geholfen hatte, soll ihm Christus im Traum erschienen sein. Die Überlieferung wurde zu einem verbreiteten Sinnbild christlicher Nächstenliebe.
Die Wahl Martins stellt daher einen unmittelbaren Bezug zum Leitgedanken des Jubiläums her. Seine Tat veranschaulicht eines der traditionellen leiblichen Werke der Barmherzigkeit, nämlich Bedürftige zu bekleiden. Der Anlass der Münzausgabe war somit nicht nur ein kirchlicher Festzeitraum, sondern zugleich der Aufruf, Barmherzigkeit durch praktische Zuwendung sichtbar werden zu lassen. Für den Vatikan lag es nahe, dieses zentrale Thema des Pontifikats von Papst Franziskus auch auf einer Gedenkmünze aufzugreifen.
Jubiläumsjahre dienen in der katholischen Tradition der Umkehr, Vergebung und Versöhnung. Zu ihren Kennzeichen gehört das Durchschreiten einer Heiligen Pforte. Im Jahr der Barmherzigkeit wurden solche Pforten nicht nur an den päpstlichen Basiliken in Rom, sondern auch in Kathedralen und anderen ausgewählten Kirchen weltweit geöffnet. Damit sollte die Teilnahme nicht auf Pilgerreisen nach Rom beschränkt bleiben. Papst Franziskus stellte sowohl die Vergebung durch Gott als auch konkrete Hilfe für Menschen in Not in den Mittelpunkt.
Martin von Tours lebte im 4. Jahrhundert. Er stammte aus Pannonien im Römischen Reich, diente zunächst im römischen Heer, ließ sich taufen und wurde später Mönch sowie Bischof von Tours. Die bekannteste Erzählung aus seinem Leben spielt vor seiner Taufe bei Amiens: Nachdem er einem notleidenden Mann geholfen hatte, soll ihm Christus im Traum erschienen sein. Die Überlieferung wurde zu einem verbreiteten Sinnbild christlicher Nächstenliebe.
Die Wahl Martins stellt daher einen unmittelbaren Bezug zum Leitgedanken des Jubiläums her. Seine Tat veranschaulicht eines der traditionellen leiblichen Werke der Barmherzigkeit, nämlich Bedürftige zu bekleiden. Der Anlass der Münzausgabe war somit nicht nur ein kirchlicher Festzeitraum, sondern zugleich der Aufruf, Barmherzigkeit durch praktische Zuwendung sichtbar werden zu lassen. Für den Vatikan lag es nahe, dieses zentrale Thema des Pontifikats von Papst Franziskus auch auf einer Gedenkmünze aufzugreifen.



