CC 252 2016
Blister
Stgl./BU
Blister BU
Portugal · 50 Jahre Brücke des 25. Aprils
Auflage4.860
Ausgabedatum19.07.2016
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis89,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Eröffnung der ersten Brücke zwischen den beiden Ufern des Tejo. Das Motiv zeigt die Ponte 25 de Abril sowie die Aufschriften „PORTUGAL“, „PONTE“, „25 DE ABRIL“, „1966“ und „2016“. Außerdem sind das Münzzeichen „INCM“ und der Name des Künstlers „JOSÉ AURÉLIO“ eingraviert.
Das Motiv
Die Münze zeigt das Bild der Ponte 25 de Abril. Oben rechts befindet sich der Schriftzug „PORTUGAL“, unten rechts sind untereinander „PONTE“, „25 DE ABRIL“, „1966“ und „2016“ zu lesen. Links unten befindet sich das Münzzeichen „INCM“ und in der Mitte unten ist der Name des Künstlers „JOSÉ AURÉLIO“ eingraviert. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Ponte 25 de Abril überspannt die breite Mündungsbucht des Tejo zwischen dem Lissaboner Stadtteil Alcântara und der Stadt Almada auf der südlichen Flussseite. Vor ihrem Bau wurde der Verkehr zwischen Lissabon und der Halbinsel von Setúbal vor allem mit Fähren abgewickelt. Die neue Straßenverbindung erleichterte Fahrten in den Süden Portugals und veränderte zugleich die Entwicklung der Vororte am Südufer.
Die stählerne Hängebrücke wurde am 6. August 1966 eröffnet. Ihre Konstruktion mit hohen Fachwerktürmen, weit gespanntem Tragkabel und rotem Anstrich prägt seither die Ansicht der Tejo-Mündung. Unterhalb der Fahrbahn wurde später eine Eisenbahnstrecke eingerichtet, die 1999 in Betrieb ging. Damit erhielt der Schienenverkehr erstmals eine direkte Querung des Tejo in diesem Bereich.
Ursprünglich trug das Bauwerk den Namen Ponte Salazar. António de Oliveira Salazar war von 1932 bis 1968 portugiesischer Regierungschef und die zentrale politische Figur des autoritären Estado Novo. Nach der Nelkenrevolution wurde die Brücke nach dem Datum des Umsturzes, dem 25. April 1974, umbenannt. An diesem Tag beseitigte eine von Teilen des Militärs getragene Bewegung das Regime nahezu ohne bewaffnete Auseinandersetzungen. Es folgten der Übergang zur parlamentarischen Demokratie, freie Wahlen und die Entkolonialisierung der noch bestehenden portugiesischen Kolonien in Afrika.
Der heutige Name verbindet das Bauwerk daher unmittelbar mit Portugals politischem Systemwechsel. Zugleich steht die Brücke für den Ausbau der Verkehrswege und die engere Verknüpfung der Hauptstadt mit dem Südufer. Als weithin erkennbarer Bestandteil des Lissaboner Stadtbildes und als Träger eines historisch aufgeladenen Namens eignete sie sich für ein nationales Münzmotiv.
Die stählerne Hängebrücke wurde am 6. August 1966 eröffnet. Ihre Konstruktion mit hohen Fachwerktürmen, weit gespanntem Tragkabel und rotem Anstrich prägt seither die Ansicht der Tejo-Mündung. Unterhalb der Fahrbahn wurde später eine Eisenbahnstrecke eingerichtet, die 1999 in Betrieb ging. Damit erhielt der Schienenverkehr erstmals eine direkte Querung des Tejo in diesem Bereich.
Ursprünglich trug das Bauwerk den Namen Ponte Salazar. António de Oliveira Salazar war von 1932 bis 1968 portugiesischer Regierungschef und die zentrale politische Figur des autoritären Estado Novo. Nach der Nelkenrevolution wurde die Brücke nach dem Datum des Umsturzes, dem 25. April 1974, umbenannt. An diesem Tag beseitigte eine von Teilen des Militärs getragene Bewegung das Regime nahezu ohne bewaffnete Auseinandersetzungen. Es folgten der Übergang zur parlamentarischen Demokratie, freie Wahlen und die Entkolonialisierung der noch bestehenden portugiesischen Kolonien in Afrika.
Der heutige Name verbindet das Bauwerk daher unmittelbar mit Portugals politischem Systemwechsel. Zugleich steht die Brücke für den Ausbau der Verkehrswege und die engere Verknüpfung der Hauptstadt mit dem Südufer. Als weithin erkennbarer Bestandteil des Lissaboner Stadtbildes und als Träger eines historisch aufgeladenen Namens eignete sie sich für ein nationales Münzmotiv.




