Übersicht 2 Euro PP (5. PP-Set 2016 - 2018)
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CC 245 2016 2-Euro-Münze PP

2 Euro PP (5. PP-Set 2016 - 2018)

Luxemburg · 50 Jahre Großherzogin-Charlotte-Brücke

Auflage2.500
Ausgabepreis85,00 €
Ausgabedatum12.05.2016
Verpackung5. PP-Set 2016 - 2018
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (5 Münzen)690,00 €

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Die Münze würdigt das 50-jährige Bestehen der Großherzogin-Charlotte-Brücke, der Hauptverkehrsverbindung zwischen dem Luxemburger Stadtzentrum und dem Stadtviertel Kirchberg, in dem die Institutionen der Europäischen Union ansässig sind. Das Motiv zeigt die Brücke mit dem Schriftzug „Pont Grande-Duchesse Charlotte“ und der Jahreszahl „1966“ sowie darüber das Bildnis von Großherzog Henri. Im unteren Teil steht „LUXEMBOURG“.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt die Großherzogin-Charlotte-Brücke, die Hauptverkehrsverbindung zwischen Luxemburgs Stadtzentrum und dem Stadtviertel Kirchberg, wo die Institutionen der Europäischen Union ansässig sind. Auf der abgebildeten Brücke sind der Schriftzug „Pont Grande-Duchesse Charlotte“ (Großherzogin-Charlotte-Brücke) und darunter die Jahreszahl „1966“ eingraviert. Im oberen Teil des Motivs sind das Bildnis des Großherzogs Henri von Luxemburg und das Ausgabejahr „2016“ dargestellt. Im unteren Teil ist der Name des Ausgabestaats „LUXEMBOURG“ zu lesen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Großherzogin-Charlotte-Brücke entstand im Zusammenhang mit der Erschließung des Kirchberg-Plateaus. Luxemburg hatte sich seit den 1950er-Jahren als einer der Arbeitsorte der europäischen Gemeinschaften etabliert. Auf dem damals noch wenig bebauten Plateau wurden Verwaltungsgebäude für europäische Einrichtungen geplant. Für dessen Entwicklung wurde 1961 ein staatlicher Erschließungsfonds gegründet. Die neue Brücke sollte das tief eingeschnittene Alzettetal überqueren und eine direkte Zufahrt schaffen; zuvor war Kirchberg vom westlichen Teil der Hauptstadt aus nur über Umwege erreichbar.

Das von dem deutschen Architekten Egon Jux entworfene Bauwerk wurde zwischen 1962 und 1966 errichtet. Seine auffällige rote Lackierung führte zur geläufigen Bezeichnung „Rote Brücke“. Die Konstruktion besteht aus einem stählernen Hohlkasten, der über dem Stadtteil Pfaffenthal verläuft. Mit ihrer großen, weitgehend stützenfreien Spannweite prägte die Brücke zugleich die weitere städtebauliche Entwicklung Kirchbergs. Dort entstanden neben europäischen Einrichtungen später auch Wohngebiete, Kulturstätten, Hochschulgebäude und ein Finanzviertel. Im Zuge eines Umbaus erhielt die Brücke außerdem Gleise für die Luxemburger Straßenbahn sowie breitere Wege für Fuß- und Radverkehr.

Namensgeberin war Großherzogin Charlotte, die Luxemburg von 1919 bis 1964 regierte. Nach dem deutschen Einmarsch 1940 ging sie mit ihrer Familie und der Regierung ins Exil. Von dort wandte sie sich unter anderem über Rundfunkansprachen an die luxemburgische Bevölkerung. Nach ihrer Rückkehr 1945 wurde sie zu einer Identifikationsfigur für die wiederhergestellte staatliche Unabhängigkeit. 1964 dankte sie zugunsten ihres Sohnes Jean ab.

Das Jubiläum bot sich als Münzanlass an, weil die Brücke nicht nur ein Verkehrsbauwerk ist. Ihre Entstehung steht für die Erweiterung der Hauptstadt auf das Kirchberg-Plateau und für Luxemburgs Rolle als Standort europäischer Einrichtungen. Dadurch verbindet das Motiv nationale Geschichte, Stadtentwicklung und europäische Integration.

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