CC 234 2016
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Stgl./BU
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Irland · 100 Jahre Osteraufstand 1916
Auflage75.000
Ausgabepreis6,00 €
Ausgabedatum20.01.2016
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis12,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den hundertsten Jahrestag des Osteraufstands von 1916, der mit der Einnahme des Hauptpostamts begann. Das Motiv zeigt die von John Smyth geschaffene Statue HIBERNIA auf dem Dach des Hauptpostamts, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Irlands symbolisiert. Der handschriftlich gestaltete Schriftzug „HIBERNIA“ verweist auf das historische „Book of Kells“; Sonnenstrahlen stehen für den Aufstand und die Proklamation als Ausgangspunkt einer neuen Nation und Republik.
Das Motiv
Die Münze zeigt die Statue HIBERNIA auf dem Dach des Hauptpostamts, mit dessen Einnahme 1916 der Osteraufstand begann. Der Name der Statue, ein Symbol Irlands, ist auf die altgriechische Bezeichnung für Irland zurückzuführen. Die Statue ist ein Werk des Bildhauers John Smyth und wird als Zeugin der Ereignisse von 1916 sowie seit hundert Jahren als Sinnbild der Entwicklung des Landes auf der Grundlage der Ideale der Proklamation angesehen. Ihr Blick ist in die Zukunft gerichtet; sie ist gleichermaßen ein Symbol für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Landes. Am oberen Rand des inneren Kreises steht „HIBERNIA“ wie in Handschrift geschrieben — eine Bezugnahme auf das historische „Book of Kells“. Die Sonnenstrahlen sind Sinnbild des Aufstands und der Proklamation, die am Anfang der Entwicklung einer neuen Nation und einer neuen Republik stehen. Neben der Statue stehen die Jahreszahlen „1916“ und „2016“. Am unteren Rand des inneren Kreises steht der Name des Ausgabestaats „Eire“ und darunter das Ausgabejahr „2016“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge zu sehen.
Hintergrund zum Thema
Der Osteraufstand begann am Ostermontag, dem 24. April 1916, vor dem Hintergrund des irischen Unabhängigkeitsstrebens und der seit 1914 aufgeschobenen Einführung einer begrenzten Selbstverwaltung. Während Großbritannien im Ersten Weltkrieg gebunden war, besetzten mehrere Hundert Angehörige der Irish Volunteers, der Irish Citizen Army und weiterer nationalistischer Organisationen strategische Gebäude in Dublin. Kleinere Aktionen fanden auch außerhalb der Hauptstadt statt.
Im Hauptpostamt richteten die Aufständischen ihr Hauptquartier ein. Dort verlas Patrick Pearse die Proklamation der Irischen Republik. Sie erklärte Irland zu einem unabhängigen Staat, berief sich auf die Gleichheit der Bürger und enthielt ausdrücklich auch das Wahlrecht für Frauen. Unterzeichnet war sie von sieben Mitgliedern einer provisorischen Regierung, darunter Pearse, James Connolly und Thomas J. Clarke.
Das Hauptpostamt ist ein klassizistischer Bau an der heutigen O’Connell Street. Es wurde nach Plänen des Architekten Francis Johnston errichtet und 1818 eröffnet. Während der Kämpfe geriet das Gebäude unter Beschuss und brannte weitgehend aus; die steinerne Hauptfassade blieb erhalten. Später wurde es wiederaufgebaut und erneut als Postamt genutzt. Dadurch blieb es zugleich ein Schauplatz staatlicher Alltagsfunktionen und ein Erinnerungsort an die Ereignisse von 1916.
Nach knapp einer Woche ergaben sich die Aufständischen, um weitere zivile Opfer zu vermeiden. Die britischen Behörden ließen anschließend fünfzehn führende Beteiligte hinrichten. Diese Exekutionen und die Verhaftung zahlreicher Menschen veränderten die öffentliche Haltung in Irland. Der Aufstand führte nicht unmittelbar zur Unabhängigkeit, wurde aber zu einem Bezugspunkt für den Wahlerfolg von Sinn Féin 1918, den Unabhängigkeitskrieg und die Gründung des Irischen Freistaats 1922.
Der hundertste Jahrestag gehörte zum staatlichen irischen Gedenkprogramm für die Umbrüche der Jahre 1912 bis 1923. Die Münzausgabe ordnete den Aufstand damit in die Erinnerung an die Entstehung des heutigen irischen Staates ein.
Im Hauptpostamt richteten die Aufständischen ihr Hauptquartier ein. Dort verlas Patrick Pearse die Proklamation der Irischen Republik. Sie erklärte Irland zu einem unabhängigen Staat, berief sich auf die Gleichheit der Bürger und enthielt ausdrücklich auch das Wahlrecht für Frauen. Unterzeichnet war sie von sieben Mitgliedern einer provisorischen Regierung, darunter Pearse, James Connolly und Thomas J. Clarke.
Das Hauptpostamt ist ein klassizistischer Bau an der heutigen O’Connell Street. Es wurde nach Plänen des Architekten Francis Johnston errichtet und 1818 eröffnet. Während der Kämpfe geriet das Gebäude unter Beschuss und brannte weitgehend aus; die steinerne Hauptfassade blieb erhalten. Später wurde es wiederaufgebaut und erneut als Postamt genutzt. Dadurch blieb es zugleich ein Schauplatz staatlicher Alltagsfunktionen und ein Erinnerungsort an die Ereignisse von 1916.
Nach knapp einer Woche ergaben sich die Aufständischen, um weitere zivile Opfer zu vermeiden. Die britischen Behörden ließen anschließend fünfzehn führende Beteiligte hinrichten. Diese Exekutionen und die Verhaftung zahlreicher Menschen veränderten die öffentliche Haltung in Irland. Der Aufstand führte nicht unmittelbar zur Unabhängigkeit, wurde aber zu einem Bezugspunkt für den Wahlerfolg von Sinn Féin 1918, den Unabhängigkeitskrieg und die Gründung des Irischen Freistaats 1922.
Der hundertste Jahrestag gehörte zum staatlichen irischen Gedenkprogramm für die Umbrüche der Jahre 1912 bis 1923. Die Münzausgabe ordnete den Aufstand damit in die Erinnerung an die Entstehung des heutigen irischen Staates ein.


