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CC 232 2016 Kursmünzensatz Stgl./BU

KMS BU "Baby"

Österreich · 200 Jahre Österreichische Nationalbank

Auflage5.000
Ausgabedatum02.12.2015
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 EURO ★★★ × 4, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an das 200-jährige Bestehen der 1816 gegründeten Oesterreichischen Nationalbank. Das Motiv zeigt ihr Hauptgebäude sowie Merkur, den Gott des Handels, und Fortuna mit einem Füllhorn als Symbol des Wohlstands. Ein Band erinnert an die rot-weiß-rote österreichische Flagge; ergänzt wird die Darstellung durch die Jahreszahlen „1816“ und „2016“ sowie die Inschrift „200 Jahre Oesterreichische Nationalbank“.

Das Motiv
Das Motiv zeigt zwei Götter der römischen Mythologie, die auf dem steinernen Relief über dem Eingang des Hauptgebäudes der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zu sehen sind: Links Merkur, der Götterbote und Gott der Kaufleute und des Handels; rechts Fortuna, die Göttin des Schicksals und des Wohlstands, die mit einem Füllhorn dargestellt ist. Im Hintergrund des Münzinneren erstreckt sich das Hauptgebäude der OeNB vom linken zum rechten Rand. Entlang des unteren Rands des Münzinneren verläuft ein Band, das an das rot-weiß-rote Muster der österreichischen Flagge erinnert; nach den Gestaltungsregeln der Heraldik symbolisiert die vertikale Schraffierung die Farbe Rot. Die Jahresangaben „1816“ und „2016“ links von Merkur beziehen sich auf das Gründungsjahr der OeNB und ihr zweihundertjähriges Jubiläum. Die Inschriften entlang der Ränder des goldfarbenen Münzinneren lauten „Republik Österreich“ und „200 Jahre Oesterreichische Nationalbank“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Entstehung der Nationalbank steht im Zusammenhang mit den finanziellen Folgen der Napoleonischen Kriege. Die Habsburgermonarchie hatte ihre Ausgaben in großem Umfang durch Papiergeld finanziert. Starker Wertverlust und der Staatsbankrott von 1811 erschütterten das Vertrauen in die Währung. Kaiser Franz I. schuf daraufhin die „Privilegirte Oesterreichische National-Bank“. Als Aktiengesellschaft mit einem Vorrecht zur Banknotenausgabe sollte sie die Geldordnung stabilisieren und die Abhängigkeit der Währung von der unmittelbaren Staatsfinanzierung begrenzen.

Mit der politischen Neuordnung zur österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie änderte sich auch die Zentralbankorganisation. Ab 1878 übernahm die Oesterreichisch-ungarische Bank die Notenbankaufgaben für beide Reichshälften. Nach dem Ende der Monarchie und der Inflation der Nachkriegszeit wurde die österreichische Notenbank in den 1920er-Jahren neu organisiert. Sie wirkte an der Stabilisierung der Währung und an der Einführung des Schillings mit. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde sie 1938 aufgelöst; 1945 nahm sie ihre Tätigkeit wieder auf.

Seit Beginn der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion gehört die Oesterreichische Nationalbank zum Europäischen System der Zentralbanken und zum Eurosystem. Die geldpolitischen Entscheidungen für den Euroraum werden gemeinsam im Rat der Europäischen Zentralbank getroffen. In Österreich ist die Nationalbank unter anderem an deren Umsetzung beteiligt, verwaltet Währungsreserven, versorgt das Land mit Bargeld und wirkt an der Aufsicht über die Finanzstabilität und den Zahlungsverkehr mit.

Das dargestellte Gebäude am Otto-Wagner-Platz in Wien wurde nach Plänen des Architekten Leopold Bauer errichtet. Es war ursprünglich für die Notenbank der Habsburgermonarchie vorgesehen und wurde in den Jahren des Ersten Weltkriegs fertiggestellt. Seine Bauplastik verbindet die Institution mit Handel, Geldwesen und wirtschaftlicher Sicherheit.

Das Jubiläum bot sich als Münzanlass an, weil die Geschichte einer Zentralbank unmittelbar mit Banknoten, Münzen und dem Vertrauen in eine Währung verbunden ist. Zugleich verweist die Ausgabe auf den Übergang von einer österreichischen Notenbanktradition zur gemeinsamen europäischen Geldordnung.

Wissenswertes

Dieser KMS enthält alle sieben Umlaufmünzen von 1 Cent bis 1 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 3,88 €).

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