
CC 22 2007
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU
Luxemburg · Großherzogliches Palais
Auflage11.000
Ausgabepreis27,00 €
Ausgabedatum01.02.2007
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)19,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist dem großherzoglichen Palast gewidmet. Das Motiv zeigt rechts das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Halbprofil nach links und links den teilweise vom Porträt verdeckten großherzoglichen Palast; am unteren Rand steht „LËTZEBUERG“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt auf der rechten Seite das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Halbprofil nach links und auf der linken Seite — von dem Porträt leicht verdeckt — den großherzoglichen Palast. Am linken Rand des Münzinneren befindet sich die Jahreszahl 2007, darüber das Zeichen des Graveurs und unter der Jahreszahl das Zeichen der Münzstätte. Am unteren Rand des Münzinneren ist das Wort „LËTZEBUERG“ eingraviert.
Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europaflagge.
Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europaflagge.
Hintergrund zum Thema
Der Großherzogliche Palast liegt im Zentrum der Stadt Luxemburg. Sein ältester Teil wurde im 16. Jahrhundert als Rathaus errichtet, nachdem eine schwere Pulverexplosion große Teile des damaligen Stadtgebiets zerstört hatte. Die Fassade mit ihren reich gegliederten Fensterrahmen gehört zur flämisch geprägten Renaissancearchitektur, wie sie in den damaligen südlichen Niederlanden verbreitet war. In späteren Jahrhunderten wurde der Bau mehrfach erweitert und an neue Nutzungen angepasst.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts diente das Gebäude der städtischen Verwaltung. Während der französischen Herrschaft war dort die Verwaltung des Département des Forêts untergebracht, zu dem Luxemburg gehörte. Nach dem Wiener Kongress und der Gründung des Großherzogtums wurde der Bau zunächst von staatlichen Stellen und als Sitz des Vertreters des niederländischen Königs genutzt, der zugleich Großherzog von Luxemburg war. Erst nach dem Ende dieser Personalunion im Jahr 1890 wurde der Palast zur offiziellen Residenz des luxemburgischen Staatsoberhaupts. In dieser Zeit erhielt er durch Umbauten und Erweiterungen weitgehend seine heutige Gestalt.
Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zweckentfremdet und ein Teil seiner Ausstattung entfernt. Nach der Rückkehr von Großherzogin Charlotte erfolgte die Wiederherstellung. Heute ist der Palast vor allem Amtssitz: Dort finden Audienzen, Empfänge, Vereidigungen und Teile von Staatsbesuchen statt. Als private Residenz nutzt die großherzogliche Familie vorwiegend Schloss Berg.
Henri ist seit der Abdankung seines Vaters Jean im Jahr 2000 Großherzog und damit Staatsoberhaupt der parlamentarischen Monarchie Luxemburgs. Seine Aufgaben sind überwiegend verfassungsrechtlicher und repräsentativer Art. Ein konkretes Jubiläum des Palastes war mit der Ausgabe nicht verbunden. Die Wahl des Bauwerks lässt sich vielmehr als Verbindung von Monarchie und staatlicher Institution verstehen. Der Palast steht dabei nicht nur für die Dynastie, sondern auch für die Entwicklung Luxemburgs von einer verwalteten Stadt und Festung zu einem eigenständigen Großherzogtum.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts diente das Gebäude der städtischen Verwaltung. Während der französischen Herrschaft war dort die Verwaltung des Département des Forêts untergebracht, zu dem Luxemburg gehörte. Nach dem Wiener Kongress und der Gründung des Großherzogtums wurde der Bau zunächst von staatlichen Stellen und als Sitz des Vertreters des niederländischen Königs genutzt, der zugleich Großherzog von Luxemburg war. Erst nach dem Ende dieser Personalunion im Jahr 1890 wurde der Palast zur offiziellen Residenz des luxemburgischen Staatsoberhaupts. In dieser Zeit erhielt er durch Umbauten und Erweiterungen weitgehend seine heutige Gestalt.
Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zweckentfremdet und ein Teil seiner Ausstattung entfernt. Nach der Rückkehr von Großherzogin Charlotte erfolgte die Wiederherstellung. Heute ist der Palast vor allem Amtssitz: Dort finden Audienzen, Empfänge, Vereidigungen und Teile von Staatsbesuchen statt. Als private Residenz nutzt die großherzogliche Familie vorwiegend Schloss Berg.
Henri ist seit der Abdankung seines Vaters Jean im Jahr 2000 Großherzog und damit Staatsoberhaupt der parlamentarischen Monarchie Luxemburgs. Seine Aufgaben sind überwiegend verfassungsrechtlicher und repräsentativer Art. Ein konkretes Jubiläum des Palastes war mit der Ausgabe nicht verbunden. Die Wahl des Bauwerks lässt sich vielmehr als Verbindung von Monarchie und staatlicher Institution verstehen. Der Palast steht dabei nicht nur für die Dynastie, sondern auch für die Entwicklung Luxemburgs von einer verwalteten Stadt und Festung zu einem eigenständigen Großherzogtum.
Wissenswertes
BAUSTIL-PERIODE DER GOTHIK
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro, die 2-€-Gedenkmünze „Großherzogliches Palais“ (CC022) und die 2-€-Gedenkmünze „50 Jahre Römische Verträge" (CC031), Nennwert: 7,88 €.
