Rückseite
Luxemburg 2007 Großherzogliches Palais – Rückseite
Vorderseite
Luxemburg 2007 Großherzogliches Palais – Vorderseite
CC 2220072-Euro-MünzeStgl./BUBankausgabe

Luxemburg · Großherzogliches Palais

Ausgabedatum01.02.2007
Gesamtauflage1.031.000
EU-Maximum1.100.000
Editionen5
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Aufschrift2007 / LËTZEBUERG
DesignerGestaltungskonzept BCL
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze ist dem großherzoglichen Palast gewidmet. Das Motiv zeigt rechts das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Halbprofil nach links und links den teilweise vom Porträt verdeckten großherzoglichen Palast; am unteren Rand steht „LËTZEBUERG“.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt auf der rechten Seite das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Halbprofil nach links und auf der linken Seite — von dem Porträt leicht verdeckt — den großherzoglichen Palast. Am linken Rand des Münzinneren befindet sich die Jahreszahl 2007, darüber das Zeichen des Graveurs und unter der Jahreszahl das Zeichen der Münzstätte. Am unteren Rand des Münzinneren ist das Wort „LËTZEBUERG“ eingraviert.

Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europaflagge.
Hintergrund zum Thema
Der Großherzogliche Palast liegt im Zentrum der Stadt Luxemburg. Sein ältester Teil wurde im 16. Jahrhundert als Rathaus errichtet, nachdem eine schwere Pulverexplosion große Teile des damaligen Stadtgebiets zerstört hatte. Die Fassade mit ihren reich gegliederten Fensterrahmen gehört zur flämisch geprägten Renaissancearchitektur, wie sie in den damaligen südlichen Niederlanden verbreitet war. In späteren Jahrhunderten wurde der Bau mehrfach erweitert und an neue Nutzungen angepasst.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts diente das Gebäude der städtischen Verwaltung. Während der französischen Herrschaft war dort die Verwaltung des Département des Forêts untergebracht, zu dem Luxemburg gehörte. Nach dem Wiener Kongress und der Gründung des Großherzogtums wurde der Bau zunächst von staatlichen Stellen und als Sitz des Vertreters des niederländischen Königs genutzt, der zugleich Großherzog von Luxemburg war. Erst nach dem Ende dieser Personalunion im Jahr 1890 wurde der Palast zur offiziellen Residenz des luxemburgischen Staatsoberhaupts. In dieser Zeit erhielt er durch Umbauten und Erweiterungen weitgehend seine heutige Gestalt.

Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zweckentfremdet und ein Teil seiner Ausstattung entfernt. Nach der Rückkehr von Großherzogin Charlotte erfolgte die Wiederherstellung. Heute ist der Palast vor allem Amtssitz: Dort finden Audienzen, Empfänge, Vereidigungen und Teile von Staatsbesuchen statt. Als private Residenz nutzt die großherzogliche Familie vorwiegend Schloss Berg.

Henri ist seit der Abdankung seines Vaters Jean im Jahr 2000 Großherzog und damit Staatsoberhaupt der parlamentarischen Monarchie Luxemburgs. Seine Aufgaben sind überwiegend verfassungsrechtlicher und repräsentativer Art. Ein konkretes Jubiläum des Palastes war mit der Ausgabe nicht verbunden. Die Wahl des Bauwerks lässt sich vielmehr als Verbindung von Monarchie und staatlicher Institution verstehen. Der Palast steht dabei nicht nur für die Dynastie, sondern auch für die Entwicklung Luxemburgs von einer verwalteten Stadt und Festung zu einem eigenständigen Großherzogtum.

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2 Euro Stgl./BU – Einzelseite

Auflage
1.000.000
Marktpreis
6,90 €
Randschrift
2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Auflagen nach Ausgabeform

bfr./BU 1.000.000
PP 2.500
Coincard 15.000
KMS 13.500 2 Editionen

Weitere Editionen

4

Auflagen

Luxemburg

1.031.000
Umlauf: 1.000.000
PP / Proof: 2.500
Coincard: 15.000
KMS BU: 11.000
KMS PP: 2.500

Offizielle Ausgabepreise

2007 · Coincard: 9,00 €
2007 · KMS BU: 27,00 €
2007 · KMS PP: 90,00 €

Ergänzende Informationen

In den KMS sind beide 2CC dieses Jahrgangs und die Kursmünze enthalten. Die BCL gab erst 2008 diese Münze in PP zusammen mit den anderen 2CC der Jahre 2004-2008 in einer 6-er Holzkassette heraus, z.T. mit geändertem Münzmeisterzeichen.
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