Die Gedenkmünze würdigt das dreißigjährige Bestehen der EU-Flagge. Das Motiv zeigt die Flagge als Symbol für die Verbindung von Völkern und Kulturen mit gemeinsamen Vorstellungen und Idealen; zwölf Sterne nehmen die Gestalt von Menschen an und begrüßen die Geburt eines neuen Europas. Zu sehen sind außerdem die Aufschrift „RÉPUBLIQUE FRANÇAISE“, die Jahreszahlen „1985-2015“ und die Initialen des Designers Georgios Stamatopoulos.
Das Motiv
Das Motiv zeigt die EU-Flagge als Symbol, das Völker und Kulturen mit gemeinsamen Vorstellungen und Idealen zur Gestaltung einer besseren Zukunft zusammenbringt. Zwölf Sterne nehmen die Gestalt von Menschen an und begrüßen die Geburt eines neuen Europas. Oben rechts entlang des Münzrings sind der Ausgabestaat „RÉPUBLIQUE FRANÇAISE“ und die Jahreszahlen „1985-2015“ zu lesen. Die Zeichen der Münze und des Münzmeisters befinden sich rechts zwischen der Flagge und den Jahresangaben. Unten rechts sind die Initialen des Designers (Georgios Stamatopoulos) angegeben.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Jahreszahl 1985 bezieht sich nicht auf die Entstehung des Sternenbanners. Der Europarat, eine von der Europäischen Union unabhängige internationale Organisation, hatte das Emblem bereits 1955 angenommen. Drei Jahrzehnte später beschlossen die Staats- und Regierungschefs der damaligen Europäischen Gemeinschaften, es auch für deren Institutionen zu verwenden. Seit 1986 wurde es vor den Gebäuden der Gemeinschaften geführt. Die Europäische Union selbst entstand erst 1993 mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht.
Die Zahl der Sterne entspricht nicht der Zahl der Mitgliedstaaten. Sie blieb daher trotz mehrerer Erweiterungen und des Austritts des Vereinigten Königreichs unverändert. Zwölf steht in diesem Zusammenhang für Geschlossenheit und Vollständigkeit; die kreisförmige Anordnung verweist auf Zusammengehörigkeit. Auch die Ausrichtung der fünfzackigen Sterne ist festgelegt: Alle stehen aufrecht und sind nicht wie Strahlen um einen Mittelpunkt gedreht. Der gebräuchliche Ausdruck „EU-Flagge“ verdeckt somit, dass das Zeichen älter ist als die EU und weiterhin auch vom Europarat verwendet wird.
Die Ausgabe war keine ausschließlich französische Initiative, sondern eine Gemeinschaftsausgabe der Staaten des Euro-Währungsgebiets. Solche gemeinsamen Gedenkmünzen sollen ein Thema behandeln, das nicht nur für einen einzelnen Mitgliedstaat, sondern für die europäische Zusammenarbeit insgesamt steht. Zuvor waren auf diese Weise unter anderem der Jahrestag der Römischen Verträge, zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion sowie zehn Jahre Euro-Bargeld behandelt worden.
Für die Gestaltung fand ein Wettbewerb unter den europäischen Münzprägestätten statt. Eine Jury wählte fünf Vorschläge aus, über die Bürger und Einwohner des Eurogebiets online abstimmen konnten. Damit wurde das Erscheinungsbild nicht allein von staatlichen Stellen bestimmt. Frankreich übernahm wie die anderen beteiligten Ausgabestaaten das ausgewählte gemeinsame Grundmotiv, ergänzte es aber um seine nationale Bezeichnung und die vorgeschriebenen Prägekennzeichen. Der Jahrestag bot sich für eine gemeinsame Ausgabe an, weil die Flagge unabhängig von wechselnden Mitgliederzahlen von sämtlichen EU-Institutionen verwendet wird.
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