
CC 21 2006
Numisbrief
Stgl./BU
Numisbrief
Vatikan · 500 Jahre Schweizer Garde
Auflage15.000
Ausgabepreis45,00 €
Ausgabedatum09.11.2006
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis210,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an das 500-jährige Bestehen der Päpstlichen Schweizergarde. Das Motiv zeigt einen Schweizergardisten beim feierlichen Eid auf die Fahne der Schweizergarde, umgeben von den Aufschriften „GUARDIA SVIZZERA PONTIFICIA“ und „CITTÁ DEL VATICANO“ sowie den Jahreszahlen 1506 und 2006.
Das Motiv
Die Münze zeigt einen Schweizergardisten, der den feierlichen Eid auf die Fahne der Schweizergarde ablegt. In einem Halbkreis um das Bild des Schweizergardisten angeordnet, ist die Aufschrift „GUARDIA SVIZZERA PONTIFICIA“ zu lesen. Der Halbkreis wird zu einem Kreis erweitert durch den unter der Fahne stehenden Namen des Ausgabestaates — „CITTÁ DEL VATICANO“. Auf der linken Seite befindet sich oberhalb der entlang der Fahnenstange angebrachten Signatur des Graveurs — „O. ROSSI“ — die Jahreszahl 1506. Auf der rechten Seite ist oben über dem Zeichen der Münzstätte — „R“ — das Jahr 2006 angegeben. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Die Päpstliche Schweizergarde entstand unter Papst Julius II. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts galten Schweizer Fußsoldaten wegen ihrer Ausbildung und ihrer geschlossenen Kampfformationen als gefragte Söldner. Am 22. Januar 1506 traf ein erstes Kontingent von 150 Schweizern unter Hauptmann Kaspar von Silenen in Rom ein und trat in päpstliche Dienste. Dieses Datum gilt als Gründungstag der Garde.
Ein prägendes Ereignis ihrer Geschichte war der Sacco di Roma am 6. Mai 1527. Während der Plünderung Roms durch Truppen Kaiser Karls V. verteidigten die Gardisten Papst Clemens VII. Der Papst konnte durch den befestigten Verbindungsgang zwischen dem Vatikan und der Engelsburg, den Passetto di Borgo, entkommen. Von insgesamt 189 Gardisten kamen nach der überlieferten Zählung 147 ums Leben. In Erinnerung daran werden neue Rekruten bis heute jeweils am 6. Mai vereidigt.
Beim Eid verpflichten sich die Gardisten, dem amtierenden Papst und seinen rechtmäßigen Nachfolgern zu dienen und sie nötigenfalls unter Einsatz des eigenen Lebens zu schützen. Die Garde übernimmt sowohl Schutz- und Wachdienste als auch zeremonielle Aufgaben. Sie bewacht unter anderem Zugänge zum Apostolischen Palast und begleitet den Papst bei bestimmten Auftritten. Für allgemeine Polizei- und Sicherheitsaufgaben im Vatikan ist daneben das Gendarmeriekorps zuständig.
Aufgenommen werden Schweizer Staatsbürger katholischen Glaubens, die zuvor die militärische Grundausbildung in der Schweiz absolviert haben. Die farbige Uniform greift Formen der Renaissance auf. Entgegen einer verbreiteten Erzählung stammt sie nicht von Michelangelo; ihre heutige Grundform wurde im frühen 20. Jahrhundert unter dem Gardekommandanten Jules Repond eingeführt.
Das runde Jubiläum bot dem Vatikanstaat einen Anlass, eine Institution zu würdigen, die eng mit dem päpstlichen Amt und der Geschichte des Vatikans verbunden ist. Zugleich erklärt der Jahrestag des Sacco di Roma, weshalb gerade die Vereidigung als zentrales Symbol der Garde gilt.
Ein prägendes Ereignis ihrer Geschichte war der Sacco di Roma am 6. Mai 1527. Während der Plünderung Roms durch Truppen Kaiser Karls V. verteidigten die Gardisten Papst Clemens VII. Der Papst konnte durch den befestigten Verbindungsgang zwischen dem Vatikan und der Engelsburg, den Passetto di Borgo, entkommen. Von insgesamt 189 Gardisten kamen nach der überlieferten Zählung 147 ums Leben. In Erinnerung daran werden neue Rekruten bis heute jeweils am 6. Mai vereidigt.
Beim Eid verpflichten sich die Gardisten, dem amtierenden Papst und seinen rechtmäßigen Nachfolgern zu dienen und sie nötigenfalls unter Einsatz des eigenen Lebens zu schützen. Die Garde übernimmt sowohl Schutz- und Wachdienste als auch zeremonielle Aufgaben. Sie bewacht unter anderem Zugänge zum Apostolischen Palast und begleitet den Papst bei bestimmten Auftritten. Für allgemeine Polizei- und Sicherheitsaufgaben im Vatikan ist daneben das Gendarmeriekorps zuständig.
Aufgenommen werden Schweizer Staatsbürger katholischen Glaubens, die zuvor die militärische Grundausbildung in der Schweiz absolviert haben. Die farbige Uniform greift Formen der Renaissance auf. Entgegen einer verbreiteten Erzählung stammt sie nicht von Michelangelo; ihre heutige Grundform wurde im frühen 20. Jahrhundert unter dem Gardekommandanten Jules Repond eingeführt.
Das runde Jubiläum bot dem Vatikanstaat einen Anlass, eine Institution zu würdigen, die eng mit dem päpstlichen Amt und der Geschichte des Vatikans verbunden ist. Zugleich erklärt der Jahrestag des Sacco di Roma, weshalb gerade die Vereidigung als zentrales Symbol der Garde gilt.
