CC 192 2015
Blister
PP
Blister PP
Portugal · 150 Jahre Portugiesisches Rotes Kreuz
Auflage3.117
Ausgabepreis17,47 €
Ausgabedatum15.04.2015
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis89,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 150. Jahrestag der Gründung des portugiesischen Roten Kreuzes. Das Motiv zeigt mehrfach aneinandergereihte Kreuz-Symbole, die die Ausweitung der humanitären Hilfe im In- und Ausland veranschaulichen, sowie im Hintergrund den Umriss einer Hand als Sinnbild für medizinische Hilfe, Zusammenarbeit, Aufbau und Unterstützung. Ergänzt wird es durch den Schriftzug „CRUZ VERMELHA PORTUGUESA“, das portugiesische Wappen, den Namen „PORTUGAL“ und die Jahreszahlen „1865“ und „2015“.
Das Motiv
Das Motiv besteht aus dem bekannten Kreuz-Symbol der Organisation, das mehrfach aneinandergereiht wird, um die Ausweitung der humanitären Hilfe in Portugal und im Ausland zu veranschaulichen. Im Hintergrund ist der Umriss einer Hand zu sehen, die die verschiedenen Arten von Hilfe symbolisiert, die die Organisation den Menschen leistet. Die Hilfe ist mehrheitlich medizinischer Art, doch gehören auch Zusammenarbeit, Aufbau und Unterstützung dazu. Auf der linken Seite verläuft halbkreisförmig der Schriftzug „CRUZ VERMELHA PORTUGUESA“. Oben finden sich das Wappen und der Name des Ausgabestaats „PORTUGAL“, unten die beiden Jahreszahlen „1865“ und „2015“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Das Portugiesische Rote Kreuz entstand am 11. Februar 1865 auf Initiative des Militärarztes José António Marques. Seine Gründung stand im Zusammenhang mit der Entstehung des internationalen Rotkreuzgedankens. Dieser ging auf die Erfahrungen des Schweizer Kaufmanns Henry Dunant nach der Schlacht von Solferino 1859 zurück. Dunant forderte freiwillige Hilfsgesellschaften zur Versorgung Verwundeter sowie verbindliche Regeln zum Schutz von Verletzten und Sanitätspersonal im Krieg.
1863 wurde in Genf das Komitee gegründet, aus dem später das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hervorging. Im folgenden Jahr verabschiedeten mehrere Staaten die erste Genfer Konvention. Sie verpflichtete die Vertragsparteien, verwundete Soldaten unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu versorgen und medizinisches Personal zu schützen. José António Marques war an den Genfer Beratungen als portugiesischer Vertreter beteiligt und trug anschließend zur Einrichtung einer entsprechenden Hilfsorganisation in Portugal bei.
Das rote Kreuz auf weißem Grund wurde als Schutz- und Kennzeichen der neuen Bewegung eingeführt. Es ist die farbliche Umkehrung der Schweizer Flagge und verweist damit auf den Entstehungsort der Genfer Initiative; es war nicht als religiöses Symbol gedacht. Seine Verwendung ist durch das humanitäre Völkerrecht geschützt.
Die Aufgaben nationaler Rotkreuzgesellschaften erweiterten sich mit der Zeit über die Versorgung von Kriegsverwundeten hinaus. Dazu gehören Katastrophenhilfe, Erste-Hilfe-Ausbildung, Krankentransporte, Gesundheitsdienste und soziale Unterstützung. Sie arbeiten als freiwillige Hilfsgesellschaften mit staatlichen Stellen zusammen, sollen dabei aber ihre organisatorische Eigenständigkeit und ihre humanitären Grundsätze wahren. Zu diesen zählen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.
Die Münzausgabe knüpft somit nicht nur an das Bestehen einer portugiesischen Organisation an, sondern auch an die Einbindung Portugals in eine international geregelte humanitäre Bewegung. Das Jubiläum bot den Anlass, deren langfristige Rolle bei medizinischer, sozialer und katastrophenbezogener Hilfe öffentlich zu thematisieren.
1863 wurde in Genf das Komitee gegründet, aus dem später das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hervorging. Im folgenden Jahr verabschiedeten mehrere Staaten die erste Genfer Konvention. Sie verpflichtete die Vertragsparteien, verwundete Soldaten unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu versorgen und medizinisches Personal zu schützen. José António Marques war an den Genfer Beratungen als portugiesischer Vertreter beteiligt und trug anschließend zur Einrichtung einer entsprechenden Hilfsorganisation in Portugal bei.
Das rote Kreuz auf weißem Grund wurde als Schutz- und Kennzeichen der neuen Bewegung eingeführt. Es ist die farbliche Umkehrung der Schweizer Flagge und verweist damit auf den Entstehungsort der Genfer Initiative; es war nicht als religiöses Symbol gedacht. Seine Verwendung ist durch das humanitäre Völkerrecht geschützt.
Die Aufgaben nationaler Rotkreuzgesellschaften erweiterten sich mit der Zeit über die Versorgung von Kriegsverwundeten hinaus. Dazu gehören Katastrophenhilfe, Erste-Hilfe-Ausbildung, Krankentransporte, Gesundheitsdienste und soziale Unterstützung. Sie arbeiten als freiwillige Hilfsgesellschaften mit staatlichen Stellen zusammen, sollen dabei aber ihre organisatorische Eigenständigkeit und ihre humanitären Grundsätze wahren. Zu diesen zählen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.
Die Münzausgabe knüpft somit nicht nur an das Bestehen einer portugiesischen Organisation an, sondern auch an die Einbindung Portugals in eine international geregelte humanitäre Bewegung. Das Jubiläum bot den Anlass, deren langfristige Rolle bei medizinischer, sozialer und katastrophenbezogener Hilfe öffentlich zu thematisieren.




