CC 189 2015
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Lettland · EU-Ratspräsidentschaft
Auflage1.000.000
Ausgabedatum10.02.2015
RandschriftDIEVS ★ SVĒTĪ ★ LATVIJU
Marktpreis6,12 €
Zum Ausgabeanlass
Der Berichtigungstext enthält keine Angaben zum Ausgabeanlass. Auch das Motiv der nationalen Seite wird nicht beschrieben.
Hintergrund zum Thema
Bei der berichtigten Ausgabe handelt es sich um die estnische 2-Euro-Gedenkmünze zum 150. Geburtstag von Miina Härma. Die Komponistin, Organistin, Chorleiterin und Musikpädagogin wurde 1864 geboren und starb 1941. Sie gehörte zu den ersten estnischen Frauen mit einer professionellen musikalischen Ausbildung. Diese erhielt sie am Konservatorium in Sankt Petersburg, da im damals zum Russischen Reich gehörenden Estland keine vergleichbare Ausbildungsmöglichkeit bestand.
Härmas Schaffen ist eng mit der estnischen Chorkultur verbunden. Sie schrieb vor allem Chorwerke und Lieder, darunter Vertonungen estnischsprachiger Texte. Zudem leitete sie Chöre, trat als Organistin auf und unterrichtete Musik. Einen großen Teil ihres Lebens wirkte sie in Tartu. Eine dortige Schule, an der sie unterrichtet hatte, trägt heute ihren Namen.
Chorgesang hatte in Estland nicht nur eine musikalische, sondern auch eine gesellschaftliche Funktion. Seit dem 19. Jahrhundert kamen bei Sängerfesten Chöre aus verschiedenen Landesteilen zusammen. Die Verwendung der estnischen Sprache und die Pflege gemeinsamer Lieder stärkten während der russischen Herrschaft das kulturelle Selbstverständnis der estnischsprachigen Bevölkerung. Diese Tradition setzte sich nach der staatlichen Unabhängigkeit fort. Auch die friedlichen Massenkundgebungen der späten 1980er Jahre, die als „Singende Revolution“ bezeichnet werden, griffen darauf zurück.
Die Münzausgabe von 2014 erinnerte an Härmas 150. Geburtstag. Ihre Auswahl erklärt sich daher sowohl durch das Jubiläum als auch durch ihre Verbindung zu einer Kulturform, die in der estnischen Geschichte eng mit Sprache und nationaler Identität verknüpft ist. Das Münzmotiv zeigt ihr Porträt und verweist damit unmittelbar auf die geehrte Musikerin.
Härmas Schaffen ist eng mit der estnischen Chorkultur verbunden. Sie schrieb vor allem Chorwerke und Lieder, darunter Vertonungen estnischsprachiger Texte. Zudem leitete sie Chöre, trat als Organistin auf und unterrichtete Musik. Einen großen Teil ihres Lebens wirkte sie in Tartu. Eine dortige Schule, an der sie unterrichtet hatte, trägt heute ihren Namen.
Chorgesang hatte in Estland nicht nur eine musikalische, sondern auch eine gesellschaftliche Funktion. Seit dem 19. Jahrhundert kamen bei Sängerfesten Chöre aus verschiedenen Landesteilen zusammen. Die Verwendung der estnischen Sprache und die Pflege gemeinsamer Lieder stärkten während der russischen Herrschaft das kulturelle Selbstverständnis der estnischsprachigen Bevölkerung. Diese Tradition setzte sich nach der staatlichen Unabhängigkeit fort. Auch die friedlichen Massenkundgebungen der späten 1980er Jahre, die als „Singende Revolution“ bezeichnet werden, griffen darauf zurück.
Die Münzausgabe von 2014 erinnerte an Härmas 150. Geburtstag. Ihre Auswahl erklärt sich daher sowohl durch das Jubiläum als auch durch ihre Verbindung zu einer Kulturform, die in der estnischen Geschichte eng mit Sprache und nationaler Identität verknüpft ist. Das Münzmotiv zeigt ihr Porträt und verweist damit unmittelbar auf die geehrte Musikerin.
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