Für diese Edition liegen noch keine eigenen Bilder vor; gezeigt werden die der Münze.
CC 188 2015
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU "Illes Balears"
Spanien · UNESCO Weltkulturerbe-Serie, 6. Ausgabe, Höhle von Altamira
Auflage20.000
Ausgabedatum30.01.2015
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt die Höhle von Altamira als UNESCO-Weltkultur- und -naturerbe. Das Motiv zeigt das Bisongemälde aus der Höhle von Altamira in Kantabrien; darüber steht halbkreisförmig „ESPAÑA“, rechts ist das Münzzeichen zu sehen.
Das Motiv
In der Mitte der Münze ist das Bisongemälde aus der Höhle von Altamira in Kantabrien abgebildet. Darüber ist halbkreisförmig in Großbuchstaben der Ausgabestaat „ESPAÑA“ eingraviert, rechts davon das Münzzeichen und darunter das Ausgabejahr „2015“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Höhle liegt nahe Santillana del Mar im Norden Spaniens. Ihre Malereien und Gravuren entstanden während der Altsteinzeit. Die bekanntesten Tierdarstellungen werden überwiegend dem Magdalénien zugerechnet, einer späten Phase des Jungpaläolithikums. Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Höhle über einen langen Zeitraum genutzt und gestaltet wurde. Neben Bisons erscheinen unter anderem Pferde, Hirschkühe, Wildschweine, Handzeichen und abstrakte Formen.
Die prähistorischen Künstler bezogen Unebenheiten und natürliche Wölbungen des Felsens in die Tierkörper ein. Für die Malereien verwendeten sie vor allem Holzkohle und mineralische Farbstoffe wie Ocker. Durch Linien, Farbflächen und Schattierungen entstand eine plastische Wirkung. Altamira ist deshalb ein wichtiges Zeugnis für die technischen Fähigkeiten und die Vorstellungswelt steinzeitlicher Jäger- und Sammlergruppen. Welche religiösen, sozialen oder rituellen Funktionen die Bilder hatten, lässt sich nicht sicher bestimmen.
Im 19. Jahrhundert untersuchte der Grundbesitzer und Amateurforscher Marcelino Sanz de Sautuola die Höhle. Seine Tochter María machte ihn auf die Malereien an der Decke aufmerksam. Sautuolas Annahme, sie stammten aus der Altsteinzeit, stieß zunächst auf Ablehnung. Erst nachdem in Frankreich weitere vergleichbare Höhlenbilder entdeckt worden waren, setzte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Anerkennung als prähistorische Kunst durch. Altamira veränderte damit das damalige Bild von den geistigen und künstlerischen Fähigkeiten früher Menschen.
Die empfindlichen Malereien litten unter Veränderungen von Temperatur, Feuchtigkeit und Kohlendioxidgehalt, die auch durch den Besucherverkehr verursacht wurden. Der Zugang zum Original wurde daher stark eingeschränkt. Im benachbarten Museum befindet sich eine detailgetreue Rekonstruktion zentraler Höhlenbereiche.
Die Ausgabe gehört zu einer spanischen Münzserie, die seit 2010 jährlich Stätten des UNESCO-Welterbes im Land aufgreift. Altamira wurde somit nicht wegen eines einzelnen Jubiläums ausgewählt, sondern als Teil dieser fortlaufenden Darstellung spanischer Welterbestätten. Seit 2008 umfasst der UNESCO-Eintrag neben Altamira weitere Höhlen mit paläolithischer Kunst in Nordspanien.
Die prähistorischen Künstler bezogen Unebenheiten und natürliche Wölbungen des Felsens in die Tierkörper ein. Für die Malereien verwendeten sie vor allem Holzkohle und mineralische Farbstoffe wie Ocker. Durch Linien, Farbflächen und Schattierungen entstand eine plastische Wirkung. Altamira ist deshalb ein wichtiges Zeugnis für die technischen Fähigkeiten und die Vorstellungswelt steinzeitlicher Jäger- und Sammlergruppen. Welche religiösen, sozialen oder rituellen Funktionen die Bilder hatten, lässt sich nicht sicher bestimmen.
Im 19. Jahrhundert untersuchte der Grundbesitzer und Amateurforscher Marcelino Sanz de Sautuola die Höhle. Seine Tochter María machte ihn auf die Malereien an der Decke aufmerksam. Sautuolas Annahme, sie stammten aus der Altsteinzeit, stieß zunächst auf Ablehnung. Erst nachdem in Frankreich weitere vergleichbare Höhlenbilder entdeckt worden waren, setzte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Anerkennung als prähistorische Kunst durch. Altamira veränderte damit das damalige Bild von den geistigen und künstlerischen Fähigkeiten früher Menschen.
Die empfindlichen Malereien litten unter Veränderungen von Temperatur, Feuchtigkeit und Kohlendioxidgehalt, die auch durch den Besucherverkehr verursacht wurden. Der Zugang zum Original wurde daher stark eingeschränkt. Im benachbarten Museum befindet sich eine detailgetreue Rekonstruktion zentraler Höhlenbereiche.
Die Ausgabe gehört zu einer spanischen Münzserie, die seit 2010 jährlich Stätten des UNESCO-Welterbes im Land aufgreift. Altamira wurde somit nicht wegen eines einzelnen Jubiläums ausgewählt, sondern als Teil dieser fortlaufenden Darstellung spanischer Welterbestätten. Seit 2008 umfasst der UNESCO-Eintrag neben Altamira weitere Höhlen mit paläolithischer Kunst in Nordspanien.
Wissenswertes
Dieser KMS "Illes Balears" enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro, diese 2-€-Gedenkmünze und eine Silbermedaille (Nennwert: 5,88 €).
