CC 184 2014
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Andorra · 20 Jahre Mitgliedschaft von Andorra im Europarat
Auflage5.000
Ausgabepreis22,50 €
Ausgabedatum29.02.2016
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis75,00 €
Auflagenangabe der Quelle: 5.000 Coincard
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an 20 Jahre Mitgliedschaft Andorras im Europarat. Das Motiv zeigt das Wappen Andorras und die Zahl „20“, deren Null an die Flagge des Europarates angelehnt ist. Ergänzt wird die Darstellung durch die Inschriften „ANDORRA“ und „AL CONSELL D’EUROPA“, die Jahreszahl „2014“ sowie eine schräg aufwärts verlaufende Linie.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt in der Mitte links das Wappen Andorras, gefolgt von der Zahl „20“, deren Null in der Gestaltung an die Flagge des Europarates angelehnt ist. Ganz oben quer steht der Landesname „ANDORRA“, in der Zeile darunter „AL CONSELL D’EUROPA“. Ganz unten steht linker Hand die Jahreszahl „2014“, rechter Hand verläuft schräg aufwärts eine Linie.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Europarat ist eine 1949 gegründete zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Straßburg. Er ist institutionell von der Europäischen Union zu unterscheiden. Seine Tätigkeit konzentriert sich auf Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Grundlage seines Menschenrechtsschutzes ist vor allem die Europäische Menschenrechtskonvention; über ihre Einhaltung wacht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Einzelpersonen können sich nach Ausschöpfung des innerstaatlichen Rechtswegs an ihn wenden.
Andorra trat dem Europarat am 10. November 1994 bei. Der Beitritt stand im Zusammenhang mit der politischen und rechtlichen Neuordnung des Kleinstaats. Bis in das späte 20. Jahrhundert beruhte seine staatliche Ordnung zu einem erheblichen Teil auf historisch gewachsenen Institutionen und Gewohnheitsrecht. Staatsoberhäupter sind bis heute zwei Kofürsten: der französische Staatspräsident und der Bischof von Urgell. Ihre Funktionen wurden jedoch durch die 1993 angenommene Verfassung klar in eine parlamentarische und rechtsstaatliche Ordnung eingebunden.
Die Verfassung legte unter anderem die Gewaltenteilung, Grundrechte und die Stellung des Parlaments und der Regierung fest. Sie schuf damit die Voraussetzungen für eine stärkere Einbindung Andorras in internationale Organisationen. Noch 1993 wurde das Land Mitglied der Vereinten Nationen; ein Jahr später folgte die Aufnahme in den Europarat. Damit verpflichtete sich Andorra zur Beachtung der gemeinsamen europäischen Standards für Menschenrechte, demokratische Institutionen und Rechtsstaatlichkeit.
Das Jubiläum bot sich als Münzanlass an, weil die Mitgliedschaft einen Abschnitt der internationalen Öffnung Andorras kennzeichnet. Für einen europäischen Kleinstaat, der nicht der Europäischen Union angehört, ist der Europarat zudem ein wichtiges Forum für die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit anderen europäischen Staaten. Die Münze verweist somit nicht auf die Einführung des Euro oder einen EU-Beitritt, sondern auf Andorras Zugehörigkeit zu einer eigenständigen gesamteuropäischen Organisation.
Andorra trat dem Europarat am 10. November 1994 bei. Der Beitritt stand im Zusammenhang mit der politischen und rechtlichen Neuordnung des Kleinstaats. Bis in das späte 20. Jahrhundert beruhte seine staatliche Ordnung zu einem erheblichen Teil auf historisch gewachsenen Institutionen und Gewohnheitsrecht. Staatsoberhäupter sind bis heute zwei Kofürsten: der französische Staatspräsident und der Bischof von Urgell. Ihre Funktionen wurden jedoch durch die 1993 angenommene Verfassung klar in eine parlamentarische und rechtsstaatliche Ordnung eingebunden.
Die Verfassung legte unter anderem die Gewaltenteilung, Grundrechte und die Stellung des Parlaments und der Regierung fest. Sie schuf damit die Voraussetzungen für eine stärkere Einbindung Andorras in internationale Organisationen. Noch 1993 wurde das Land Mitglied der Vereinten Nationen; ein Jahr später folgte die Aufnahme in den Europarat. Damit verpflichtete sich Andorra zur Beachtung der gemeinsamen europäischen Standards für Menschenrechte, demokratische Institutionen und Rechtsstaatlichkeit.
Das Jubiläum bot sich als Münzanlass an, weil die Mitgliedschaft einen Abschnitt der internationalen Öffnung Andorras kennzeichnet. Für einen europäischen Kleinstaat, der nicht der Europäischen Union angehört, ist der Europarat zudem ein wichtiges Forum für die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit anderen europäischen Staaten. Die Münze verweist somit nicht auf die Einführung des Euro oder einen EU-Beitritt, sondern auf Andorras Zugehörigkeit zu einer eigenständigen gesamteuropäischen Organisation.
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