CC 179 2014
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Luxemburg · 50. Jahrestag der Thronbesteigung von Großherzog Jean
Auflage500.000
Ausgabedatum02.11.2014
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis5,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Thronbesteigung von Großherzog Jean. Das Motiv zeigt die nach links blickenden Porträts der Großherzoge Henri und Jean sowie die Namen „Jean“ und „Henri“, die Jahreszahlen „1964“ und „2014“ und eine Krone. Am oberen Rand steht die Inschrift „50e ANNIVERSAIRE DE L’ACCESSION AU TRÔNE DU GRAND-DUC JEAN“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt die Portraits der Großherzoge Henri und Jean, beide mit dem Blick nach links. Über dem Portrait des Großherzogs Jean ist das Jahr „1964“ sowie eine Krone zu sehen. Unter den Portraits erscheinen die Namen „Jean“ und „Henri“ sowie das Jahr „2014“.
Der obere Rand des Münzinneren enthält kreisförmig die Inschrift „50e ANNIVERSAIRE DE L’ACCESSION AU TRÔNE DU GRAND-DUC JEAN“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Der obere Rand des Münzinneren enthält kreisförmig die Inschrift „50e ANNIVERSAIRE DE L’ACCESSION AU TRÔNE DU GRAND-DUC JEAN“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Jean von Luxemburg wurde 1921 als ältester Sohn der späteren Großherzogin Charlotte und des Prinzen Félix von Bourbon-Parma geboren. Während der deutschen Besetzung Luxemburgs im Zweiten Weltkrieg lebte die großherzogliche Familie im Exil. Jean trat in die britische Armee ein und diente bei den Irish Guards. Er nahm an der Landung in der Normandie und am weiteren Vormarsch der Alliierten teil. Im September 1944 kehrte er mit alliierten Truppen in das befreite Luxemburg zurück. Diese Erfahrungen prägten seine öffentliche Rolle bereits vor seiner Regierungszeit.
Jean übernahm das Amt, nachdem seine Mutter Charlotte abgedankt hatte. Der Thronwechsel folgte damit einem Verfahren, das auch Jean später anwandte: Im Jahr 2000 verzichtete er zugunsten seines ältesten Sohnes Henri auf das Amt. Die gemeinsame Darstellung von Vater und Sohn verweist deshalb auf die dynastische Kontinuität zwischen zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Staatsoberhäuptern.
Luxemburg ist eine konstitutionelle Monarchie und eine parlamentarische Demokratie. Der Großherzog ist Staatsoberhaupt, während die politische Entscheidungsgewalt vor allem bei Regierung und Parlament liegt. Zu seinen Aufgaben gehören formelle Handlungen im Gesetzgebungsverfahren, die Ernennung der Regierung sowie repräsentative Pflichten. Jeans Regierungszeit fiel in eine Phase tiefgreifender Veränderungen: Die lange von der Stahlindustrie geprägte Wirtschaft entwickelte sich stärker zu einem international ausgerichteten Finanz- und Dienstleistungsstandort. Zugleich war Luxemburg am Ausbau der europäischen Zusammenarbeit beteiligt und beherbergte bereits zentrale europäische Institutionen.
Jean zog sich nach seiner Abdankung weitgehend aus den staatlichen Aufgaben zurück, blieb jedoch als ehemaliges Staatsoberhaupt öffentlich präsent. Er starb 2019. Die Münzausgabe nahm ein rundes Regierungsjubiläum zum Anlass, die geregelte Weitergabe des Amtes innerhalb des luxemburgischen Großherzogshauses hervorzuheben. Zugleich entsprach das Thema der luxemburgischen Münztradition, in der das Staatsoberhaupt und die Dynastie häufig als nationale Motive erscheinen.
Jean übernahm das Amt, nachdem seine Mutter Charlotte abgedankt hatte. Der Thronwechsel folgte damit einem Verfahren, das auch Jean später anwandte: Im Jahr 2000 verzichtete er zugunsten seines ältesten Sohnes Henri auf das Amt. Die gemeinsame Darstellung von Vater und Sohn verweist deshalb auf die dynastische Kontinuität zwischen zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Staatsoberhäuptern.
Luxemburg ist eine konstitutionelle Monarchie und eine parlamentarische Demokratie. Der Großherzog ist Staatsoberhaupt, während die politische Entscheidungsgewalt vor allem bei Regierung und Parlament liegt. Zu seinen Aufgaben gehören formelle Handlungen im Gesetzgebungsverfahren, die Ernennung der Regierung sowie repräsentative Pflichten. Jeans Regierungszeit fiel in eine Phase tiefgreifender Veränderungen: Die lange von der Stahlindustrie geprägte Wirtschaft entwickelte sich stärker zu einem international ausgerichteten Finanz- und Dienstleistungsstandort. Zugleich war Luxemburg am Ausbau der europäischen Zusammenarbeit beteiligt und beherbergte bereits zentrale europäische Institutionen.
Jean zog sich nach seiner Abdankung weitgehend aus den staatlichen Aufgaben zurück, blieb jedoch als ehemaliges Staatsoberhaupt öffentlich präsent. Er starb 2019. Die Münzausgabe nahm ein rundes Regierungsjubiläum zum Anlass, die geregelte Weitergabe des Amtes innerhalb des luxemburgischen Großherzogshauses hervorzuheben. Zugleich entsprach das Thema der luxemburgischen Münztradition, in der das Staatsoberhaupt und die Dynastie häufig als nationale Motive erscheinen.
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