Übersicht Belgien 2014 100 Jahre Beginn des 1. Weltkrieges – Übersicht
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CC 164 2014 2-Euro-Münze PP

2 Euro PP

Belgien · 100 Jahre Beginn des 1. Weltkrieges

Auflage6.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum12.05.2014
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis135,00 €

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Die Gedenkmünze erinnert an den Beginn des Ersten Weltkriegs (1914–1918) vor 100 Jahren. Das Motiv zeigt eine Mohnblume über den Jahreszahlen „2014-18“ und den Schriftzug „The Great War Centenary“. Darüber hinaus sind das Zeichen des Münzmeisters, das Brüsseler Münzzeichen mit dem behelmten Kopf des Erzengels Michael sowie die Landesbezeichnung „BELGIE — BELGIQUE — BELGIEN“ zu sehen.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine Mohnblume oberhalb der Jahreszahlen „2014-18“. Unterhalb dieser Jahreszahlen ist der Schriftzug „The Great War Centenary“ zu lesen, darunter befinden sich das Zeichen des Münzmeisters und das Münzzeichen von Brüssel, der behelmte Kopf des Erzengels Michael. Am oberen Rand des Münzinneren ist die Landesbezeichnung in drei Sprachen „BELGIE — BELGIQUE — BELGIEN“ eingraviert.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Erste Weltkrieg entstand aus einer europäischen Krise nach dem Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo. Bündnisverpflichtungen, Mobilmachungen und gegenseitige Kriegserklärungen weiteten den Konflikt innerhalb weniger Wochen aus. Belgien hatte sich für neutral erklärt. Deutschland verlangte dennoch freien Durchmarsch für seine Truppen, um Frankreich von Norden her anzugreifen. Nachdem die belgische Regierung dies abgelehnt hatte, überschritt die deutsche Armee am 4. August 1914 die Grenze.

Die Invasion prägte die belgische Kriegserfahrung. Bei den Kämpfen und unter der Besatzung wurden zahlreiche Zivilisten getötet; Ortschaften und Kulturgüter wurden zerstört. Bekannt wurde insbesondere der Brand der Universitätsbibliothek von Löwen. Der größte Teil des Landes blieb bis zum Kriegsende besetzt. Die belgische Armee unter König Albert I. hielt einen kleinen, unbesetzten Landstreifen hinter der Yser. Viele Einwohner flohen nach Frankreich, Großbritannien oder in die neutralen Niederlande.

Westflandern wurde zugleich Teil der Westfront. Um Ypern fanden mehrere verlustreiche Schlachten statt. Dort kam es 1915 auch zu einem der ersten groß angelegten Einsätze von Giftgas an der Westfront. Der jahrelange Stellungskrieg hinterließ Soldatenfriedhöfe, Gedenkstätten und noch heute erkennbare Spuren in der Landschaft.

Die Mohnblume wurde vor allem im englischsprachigen Raum zum Zeichen des Gedenkens an die Kriegstoten. Ihre Verbindung zu Flandern geht auf das Gedicht „In Flanders Fields“ des kanadischen Militärarztes John McCrae zurück. Er schrieb es 1915 nach dem Tod eines Kameraden bei Ypern. Das Gedicht beschreibt Mohnblumen zwischen den Gräbern gefallener Soldaten; später wurde die künstliche rote Mohnblume als Erinnerungszeichen verbreitet.

Für Belgien bot das damalige Jahrhundertgedenken daher einen unmittelbar nationalen Anlass. Das Land war nicht nur Kriegsschauplatz, sondern erlebte Invasion, Besatzung, Flucht und Zerstörung. Die englische Bezeichnung „Great War“ verweist zugleich auf eine international verbreitete Erinnerungskultur, besonders in Staaten des ehemaligen Britischen Empire, deren Soldaten in Belgien kämpften und begraben liegen.

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