CC 159 2014
Coincard
Stgl./BU
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Deutschland · Niedersachsen, St. Michaeliskirche zu Hildesheim
Auflage2.300
Ausgabepreis3,00 €
Ausgabedatum07.02.2014
VerpackungCoincard
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Preis des Satzes (2 Münzen)12,00 €
Auflagenangabe der Quelle: 1500 | 400
Varianten
3Deutschland, A · A · Münzzeichen A · Coincard · Auflage 1.500
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · Coincard · Auflage 400
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · Coincard · Auflage 400
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist Niedersachsen im Rahmen der „Länderserie“ gewidmet. Das Motiv zeigt die Südostansicht der Michaeliskirche in Hildesheim, die seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehört. Hinzu kommen der Schriftzug „NIEDERSACHSEN“ und die Initialen des Designers Erich Ott.
Das Motiv
Südostansicht der Michaeliskirche in Hildesheim (Niedersachsen), die seit 1985 zur Welterbeliste der Unesco gehört. Über dem Münzmotiv ist das Ausgabejahr „2014“, auf der linken Seite das Münzzeichen (A, D, F, G oder J) zu sehen. Im unteren Teil sind das Wort „NIEDERSACHSEN“ und darunter ein „D“ für den Ausgabestaat eingraviert. Oben rechts befinden sich die Initialen des Designers Erich Ott (OE).
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Michaeliskirche entstand zu Beginn des 11. Jahrhunderts als Kirche eines Benediktinerklosters. Ihr Bau wurde von Bernward, dem Bischof von Hildesheim, veranlasst. Bernward gehörte zum Umfeld der ottonischen Herrscher und wirkte zeitweise als Erzieher und Berater Kaiser Ottos III. Er förderte in Hildesheim Architektur, Metallkunst und Buchmalerei. Nach seinem Tod im Jahr 1022 wurde er in der Krypta der Kirche beigesetzt.
Der Bau folgt einem streng gegliederten, symmetrischen Grundriss mit zwei Chören, zwei Querhäusern und mehreren Türmen. Charakteristisch ist der Wechsel von Pfeilern und Säulen im Langhaus, der als „niedersächsischer Stützenwechsel“ bezeichnet wird. Die Anlage veranschaulicht die Kirchenarchitektur der ottonischen Zeit und beeinflusste spätere romanische Bauten. Im Inneren befindet sich eine bemalte Holzdecke aus dem 13. Jahrhundert. Sie zeigt den Stammbaum Christi und zählt zu den wenigen erhaltenen monumentalen Holzdecken des Mittelalters.
Mit der Reformation wurde die Kirche evangelisch-lutherisch, während das Kloster zunächst fortbestand. Bei einem Luftangriff auf Hildesheim im März 1945 wurde das Gebäude schwer zerstört. Der Wiederaufbau orientierte sich bewusst an der mittelalterlichen Gestalt und wurde bis 1960 abgeschlossen. Dabei griff man auch auf zuvor ausgelagerte Bauteile und Kunstwerke zurück.
Die deutsche Länderserie stellte die Bundesländer in der Reihenfolge ihrer Präsidentschaft im Bundesrat vor. Niedersachsen führte den Vorsitz in den Jahren 2013 und 2014 und war deshalb 2014 an der Reihe. Für jedes Land wurde ein Bauwerk oder Wahrzeichen ausgewählt, das dessen Geschichte und kulturelle Überlieferung repräsentiert. Die Michaeliskirche verweist dabei sowohl auf das mittelalterliche Hildesheim als kirchliches und künstlerisches Zentrum als auch auf den Umgang mit kriegszerstörtem Kulturerbe im 20. Jahrhundert.
Der Bau folgt einem streng gegliederten, symmetrischen Grundriss mit zwei Chören, zwei Querhäusern und mehreren Türmen. Charakteristisch ist der Wechsel von Pfeilern und Säulen im Langhaus, der als „niedersächsischer Stützenwechsel“ bezeichnet wird. Die Anlage veranschaulicht die Kirchenarchitektur der ottonischen Zeit und beeinflusste spätere romanische Bauten. Im Inneren befindet sich eine bemalte Holzdecke aus dem 13. Jahrhundert. Sie zeigt den Stammbaum Christi und zählt zu den wenigen erhaltenen monumentalen Holzdecken des Mittelalters.
Mit der Reformation wurde die Kirche evangelisch-lutherisch, während das Kloster zunächst fortbestand. Bei einem Luftangriff auf Hildesheim im März 1945 wurde das Gebäude schwer zerstört. Der Wiederaufbau orientierte sich bewusst an der mittelalterlichen Gestalt und wurde bis 1960 abgeschlossen. Dabei griff man auch auf zuvor ausgelagerte Bauteile und Kunstwerke zurück.
Die deutsche Länderserie stellte die Bundesländer in der Reihenfolge ihrer Präsidentschaft im Bundesrat vor. Niedersachsen führte den Vorsitz in den Jahren 2013 und 2014 und war deshalb 2014 an der Reihe. Für jedes Land wurde ein Bauwerk oder Wahrzeichen ausgewählt, das dessen Geschichte und kulturelle Überlieferung repräsentiert. Die Michaeliskirche verweist dabei sowohl auf das mittelalterliche Hildesheim als kirchliches und künstlerisches Zentrum als auch auf den Umgang mit kriegszerstörtem Kulturerbe im 20. Jahrhundert.





