CC 158 2014
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Luxemburg · 175 Jahre Luxemburger Unabhängigkeit
Auflage500.000
Ausgabedatum06.01.2014
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis5,45 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 175. Jahrestag der Unabhängigkeit des Großherzogtums Luxemburg. Das Motiv zeigt rechts das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Rechtsprofil und links die Jahreszahlen „1839“ und „2014“ sowie den Schriftzug „LËTZEBUERG“. Darunter stehen die Worte „ONOFHÄNGEGKEET“ und „175 Joër“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt auf der rechten Seite ein Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Rechtsprofil und auf der linken Seite vertikal angeordnet die Jahresangaben „1839“ und „2014“ sowie den Namen des Ausgabestaates, „LËTZEBUERG“. Im unteren Teil des Münzinnern sind die Worte „ONOFHÄNGEGKEET“ und „175 Joër“ zu lesen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Das Jahr 1839 markiert nicht die Gründung Luxemburgs als Großherzogtum. Diese war bereits 1815 auf dem Wiener Kongress erfolgt. Luxemburg wurde damals dem niederländischen König Wilhelm I. als eigenständiges Großherzogtum übertragen und zugleich Mitglied des Deutschen Bundes. Es bestand eine Personalunion: Der niederländische König war in Personalunion auch Großherzog von Luxemburg.
Nach der Belgischen Revolution von 1830 schloss sich ein großer Teil der luxemburgischen Bevölkerung dem Aufstand gegen die niederländische Herrschaft an. In den folgenden Jahren war die territoriale Zugehörigkeit des Landes umstritten. Der Londoner Vertrag vom 19. April 1839 regelte schließlich die Teilung Luxemburgs. Der überwiegend französischsprachige westliche Teil fiel an Belgien und bildet heute die belgische Provinz Luxemburg. Der östliche Teil blieb als Großherzogtum unter Wilhelm I. bestehen. Sein Gebiet entspricht im Wesentlichen dem heutigen Staat Luxemburg.
Die Unabhängigkeit von 1839 war daher Teil eines längeren staatlichen Entwicklungsprozesses. Luxemburg blieb zunächst in Personalunion mit den Niederlanden verbunden und gehörte bis zur Auflösung des Deutschen Bundes 1866 diesem Staatenbund an. Die Personalunion endete 1890, weil im Großherzogtum andere Erbfolgeregeln galten als in den Niederlanden. Danach ging der luxemburgische Thron an das Haus Nassau-Weilburg über.
Großherzog Henri ist seit Oktober 2000 luxemburgisches Staatsoberhaupt. Er folgte seinem Vater, Großherzog Jean, nach dessen Abdankung. Als Großherzog steht Henri an der Spitze der konstitutionellen Monarchie; die politische Willensbildung erfolgt im Rahmen der parlamentarischen Demokratie. Das Herrscherbildnis auf der Münze stellt somit eine Verbindung zwischen dem historischen Staatsjubiläum und der heutigen Staatsform her. Porträts des amtierenden Großherzogs gehören regelmäßig zur Gestaltung luxemburgischer Euromünzen.
Der Jahrestag bot Anlass, an die territoriale Neuordnung von 1839 zu erinnern, aus der das heutige Luxemburg hervorging. Die luxemburgischen Wörter „Onofhängegkeet“ und „Joër“ verweisen zugleich auf die Rolle des Luxemburgischen als Nationalsprache und als Ausdruck einer eigenständigen staatlichen Identität.
Nach der Belgischen Revolution von 1830 schloss sich ein großer Teil der luxemburgischen Bevölkerung dem Aufstand gegen die niederländische Herrschaft an. In den folgenden Jahren war die territoriale Zugehörigkeit des Landes umstritten. Der Londoner Vertrag vom 19. April 1839 regelte schließlich die Teilung Luxemburgs. Der überwiegend französischsprachige westliche Teil fiel an Belgien und bildet heute die belgische Provinz Luxemburg. Der östliche Teil blieb als Großherzogtum unter Wilhelm I. bestehen. Sein Gebiet entspricht im Wesentlichen dem heutigen Staat Luxemburg.
Die Unabhängigkeit von 1839 war daher Teil eines längeren staatlichen Entwicklungsprozesses. Luxemburg blieb zunächst in Personalunion mit den Niederlanden verbunden und gehörte bis zur Auflösung des Deutschen Bundes 1866 diesem Staatenbund an. Die Personalunion endete 1890, weil im Großherzogtum andere Erbfolgeregeln galten als in den Niederlanden. Danach ging der luxemburgische Thron an das Haus Nassau-Weilburg über.
Großherzog Henri ist seit Oktober 2000 luxemburgisches Staatsoberhaupt. Er folgte seinem Vater, Großherzog Jean, nach dessen Abdankung. Als Großherzog steht Henri an der Spitze der konstitutionellen Monarchie; die politische Willensbildung erfolgt im Rahmen der parlamentarischen Demokratie. Das Herrscherbildnis auf der Münze stellt somit eine Verbindung zwischen dem historischen Staatsjubiläum und der heutigen Staatsform her. Porträts des amtierenden Großherzogs gehören regelmäßig zur Gestaltung luxemburgischer Euromünzen.
Der Jahrestag bot Anlass, an die territoriale Neuordnung von 1839 zu erinnern, aus der das heutige Luxemburg hervorging. Die luxemburgischen Wörter „Onofhängegkeet“ und „Joër“ verweisen zugleich auf die Rolle des Luxemburgischen als Nationalsprache und als Ausdruck einer eigenständigen staatlichen Identität.
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