CC 147 2013
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Stgl./BU
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Slowakei · 1150 Jahre Mission von Konštantin und Metod
Auflage7.000
Ausgabepreis7,70 €
Ausgabedatum05.07.2013
VerpackungCoincard
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Marktpreis59,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 1150. Jahrestag der Ankunft der Mission von Konstantin und Method in Großmähren, dem ersten slawischen Staat in Zentraleuropa. Das Motiv zeigt die Brüder mit dem byzantinischen Doppelkreuz auf drei Hügeln; Konstantin hält als Sinnbild für Bildung und Glauben ein Buch, Method als Symbol für Glauben und institutionelles Christentum eine Kirche. Hinzu kommen die Namen „KONŠTANTÍN“ und „METOD“ sowie die Jahreszahlen „863“ und „2013“.
Das Motiv
Die Münze zeigt die aus Thessaloniki stammenden Brüder Konstantin und Method mit dem byzantinischen Doppelkreuz auf drei Hügeln. Das Kreuz wird als Bischofsstab gehalten und so ein staatliches mit einem christlichen Symbol verknüpft und die Bedeutung der Mission unterstrichen, die dazu beigetragen hat, Großmähren — dem ersten slawischen Staat in Zentraleuropa — volle Souveränität und Legitimität zu verleihen. Konstantin hält ein Buch in Händen und symbolisiert damit Bildung und Glauben, während Method mit einer Kirche dargestellt ist und damit für Glauben und institutionelles Christentum steht. Am unteren Rand des Münzinneren sind der Name des Ausgabestaates „SLOVENSKO“, die Jahreszahl „863“ und die Jahreszahl „2013“ eingeprägt, am oberen Rand des Münzinneren die Namen „KONŠTANTÍN“ und „METOD“. Zur Linken der Brüder befinden sich in stilisierter Schrift die Initialen des Münzgestalters Miroslav Hric, zu ihrer Rechten ist zwischen zwei Prägeformen das Zeichen „MK“ der Münzprägeanstalt Kremnica zu erkennen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Konstantin, der später den Ordensnamen Kyrill annahm, und sein älterer Bruder Method stammten aus dem byzantinischen Thessaloniki. Beide waren gebildete Geistliche und verfügten vermutlich über Kenntnisse slawischer Dialekte. Der mährische Fürst Rastislav hatte den byzantinischen Kaiser um Missionare gebeten, die den christlichen Glauben in einer für die Bevölkerung verständlichen Sprache vermitteln konnten. Zugleich wollte er die kirchliche Abhängigkeit von Geistlichen aus dem ostfränkischen Raum verringern.
Für ihre Tätigkeit schuf Konstantin die glagolitische Schrift, das älteste bekannte Alphabet für eine slawische Sprache. Die Brüder und ihre Mitarbeiter übersetzten liturgische und biblische Texte in das Altkirchenslawische. Damit konnten Gottesdienst, religiöse Unterweisung und schriftliche Verwaltung zumindest teilweise in einer slawischen Sprache stattfinden. Dies war ungewöhnlich, da in der westlichen Kirche vor allem Latein als Liturgie- und Bildungssprache verwendet wurde.
Die Verwendung des Slawischen stieß bei Teilen des lateinischen Klerus auf Widerstand. Konstantin und Method reisten deshalb nach Rom, um ihre Arbeit kirchlich abzusichern. Papst Hadrian II. billigte die slawischen liturgischen Bücher. Konstantin starb in Rom; Method kehrte als Erzbischof in den mitteleuropäischen Missionsraum zurück. Nach seinem Tod wurden viele seiner Schüler vertrieben. Einige gelangten nach Südosteuropa, wo die slawische Schrift- und Liturgietradition weitergeführt wurde. Die später entstandene kyrillische Schrift wurde nach Konstantin-Kyrill benannt, geht aber nicht unmittelbar auf ihn selbst zurück.
In der Slowakei gilt diese Mission als Bezugspunkt für die frühe christliche, sprachliche und kulturelle Entwicklung des Landes. Auch die Präambel der slowakischen Verfassung beruft sich auf das geistige Erbe Kyrills und Methods sowie auf das historische Vermächtnis Großmährens. Der Jahrestag bot daher einen staatlich und kulturell verankerten Anlass für eine Gedenkmünze. Das Doppelkreuz und die drei Hügel stellen zudem eine Verbindung zum slowakischen Staatswappen her.
Für ihre Tätigkeit schuf Konstantin die glagolitische Schrift, das älteste bekannte Alphabet für eine slawische Sprache. Die Brüder und ihre Mitarbeiter übersetzten liturgische und biblische Texte in das Altkirchenslawische. Damit konnten Gottesdienst, religiöse Unterweisung und schriftliche Verwaltung zumindest teilweise in einer slawischen Sprache stattfinden. Dies war ungewöhnlich, da in der westlichen Kirche vor allem Latein als Liturgie- und Bildungssprache verwendet wurde.
Die Verwendung des Slawischen stieß bei Teilen des lateinischen Klerus auf Widerstand. Konstantin und Method reisten deshalb nach Rom, um ihre Arbeit kirchlich abzusichern. Papst Hadrian II. billigte die slawischen liturgischen Bücher. Konstantin starb in Rom; Method kehrte als Erzbischof in den mitteleuropäischen Missionsraum zurück. Nach seinem Tod wurden viele seiner Schüler vertrieben. Einige gelangten nach Südosteuropa, wo die slawische Schrift- und Liturgietradition weitergeführt wurde. Die später entstandene kyrillische Schrift wurde nach Konstantin-Kyrill benannt, geht aber nicht unmittelbar auf ihn selbst zurück.
In der Slowakei gilt diese Mission als Bezugspunkt für die frühe christliche, sprachliche und kulturelle Entwicklung des Landes. Auch die Präambel der slowakischen Verfassung beruft sich auf das geistige Erbe Kyrills und Methods sowie auf das historische Vermächtnis Großmährens. Der Jahrestag bot daher einen staatlich und kulturell verankerten Anlass für eine Gedenkmünze. Das Doppelkreuz und die drei Hügel stellen zudem eine Verbindung zum slowakischen Staatswappen her.


