CC 143 2013
Numisbrief
Stgl./BU
Numisbrief
Vatikan · Sede Vacante MMXIII
Auflage9.000
Ausgabepreis45,00 €
Ausgabedatum03.06.2013
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an die Sedisvakanz des Jahres 2013. Das Motiv zeigt das Wappen des Kardinal-Kämmerers (Camerlengo), darüber das Emblem der Apostolischen Kammer sowie zwei kleine Kreuze. Hinzu kommen die Aufschriften „CITTÀ DEL VATICANO“ und „SEDE VACANTE MMXIII“ sowie die zwölf Sterne der Europaflagge.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt das Wappen des Kardinal-Kämmerers (Camerlengo) und darüber das Emblem der Apostolischen Kammer, zwei kleine Kreuze, die Aufschrift „CITTÀ DEL VATICANO“ auf der linken und „SEDE VACANTE MMXIII“ auf der rechten Seite.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Sedisvakanz begann am 28. Februar 2013 mit dem Wirksamwerden des Rücktritts von Papst Benedikt XVI. Er hatte erklärt, seine Kräfte reichten für die Ausübung des Amtes nicht mehr aus. Ein päpstlicher Amtsverzicht war kirchenrechtlich vorgesehen, historisch jedoch äußerst selten; zuletzt hatte Gregor XII. im Jahr 1415 auf das Papstamt verzichtet. Die Vakanz endete am 13. März 2013 mit der Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio, der den Papstnamen Franziskus annahm.
Während einer Sedisvakanz ruhen die Leitungsbefugnisse des Papstes. Das Kardinalskollegium darf nur laufende und unaufschiebbare Angelegenheiten behandeln und keine Entscheidungen treffen, die dem künftigen Papst vorbehalten sind. Zugleich bereiten die Kardinäle das Konklave vor, in dem der Nachfolger gewählt wird. Da der Papst auch Staatsoberhaupt der Vatikanstadt ist, betrifft der Amtswechsel nicht allein die katholische Kirche, sondern ebenso die staatliche Ordnung des Vatikanstaats.
Der Camerlengo, 2013 Kardinal Tarcisio Bertone, übernimmt in dieser Übergangszeit festgelegte Verwaltungsaufgaben. Er verwaltet insbesondere die zeitlichen Güter und Rechte des Heiligen Stuhls, ohne dadurch die päpstliche Amtsgewalt zu erhalten. Bei einer durch den Tod des Papstes ausgelösten Vakanz gehört auch die amtliche Feststellung des Todes zu seinen traditionellen Aufgaben; 2013 begann die Vakanz dagegen durch einen Rücktritt.
Das Zeichen der Apostolischen Kammer besteht aus den gekreuzten Schlüsseln des heiligen Petrus und einem Schirm, dem sogenannten Ombrellino. Es dient während der papstlosen Zeit als heraldisches Kennzeichen und erscheint dann zusammen mit dem persönlichen Wappen des Camerlengo.
Die Münzausgabe knüpfte an die vatikanische Tradition an, Sedisvakanzen durch eigene Prägungen zu dokumentieren. Der Fall von 2013 bot dafür einen besonderen Anlass, weil die Vakanz nicht durch den Tod eines Papstes, sondern durch einen seltenen Amtsverzicht entstanden war. Dadurch wurde ein klar abgegrenzter kirchlicher und staatlicher Übergangszeitraum numismatisch festgehalten.
Während einer Sedisvakanz ruhen die Leitungsbefugnisse des Papstes. Das Kardinalskollegium darf nur laufende und unaufschiebbare Angelegenheiten behandeln und keine Entscheidungen treffen, die dem künftigen Papst vorbehalten sind. Zugleich bereiten die Kardinäle das Konklave vor, in dem der Nachfolger gewählt wird. Da der Papst auch Staatsoberhaupt der Vatikanstadt ist, betrifft der Amtswechsel nicht allein die katholische Kirche, sondern ebenso die staatliche Ordnung des Vatikanstaats.
Der Camerlengo, 2013 Kardinal Tarcisio Bertone, übernimmt in dieser Übergangszeit festgelegte Verwaltungsaufgaben. Er verwaltet insbesondere die zeitlichen Güter und Rechte des Heiligen Stuhls, ohne dadurch die päpstliche Amtsgewalt zu erhalten. Bei einer durch den Tod des Papstes ausgelösten Vakanz gehört auch die amtliche Feststellung des Todes zu seinen traditionellen Aufgaben; 2013 begann die Vakanz dagegen durch einen Rücktritt.
Das Zeichen der Apostolischen Kammer besteht aus den gekreuzten Schlüsseln des heiligen Petrus und einem Schirm, dem sogenannten Ombrellino. Es dient während der papstlosen Zeit als heraldisches Kennzeichen und erscheint dann zusammen mit dem persönlichen Wappen des Camerlengo.
Die Münzausgabe knüpfte an die vatikanische Tradition an, Sedisvakanzen durch eigene Prägungen zu dokumentieren. Der Fall von 2013 bot dafür einen besonderen Anlass, weil die Vakanz nicht durch den Tod eines Papstes, sondern durch einen seltenen Amtsverzicht entstanden war. Dadurch wurde ein klar abgegrenzter kirchlicher und staatlicher Übergangszeitraum numismatisch festgehalten.



