
CC 125 2012
Blister
Stgl./BU
Blister BU
Belgien · 75 Jahre Königin-Elisabeth-Wettbewerb
Auflage6.000
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum06.06.2012
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis35,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze würdigt das 75-jährige Bestehen des Musikwettbewerbs „Concours Reine Elisabeth“ („Königin-Elisabeth-Wettbewerb“). Das Motiv zeigt dessen Emblem vor einem Linksprofil von Königin Elisabeth sowie die Jahreszahlen 1937–2012 und die Inschrift „QUEEN ELISABETH COMPETITION“. Hinzu kommen das Zeichen des Münzmeisters, das Zeichen der Brüsseler Prägestätte und das Länderkürzel „BE“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt das Emblem des Musikwettbewerbs „Concours Reine Elisabeth“ vor einem Bildnis von Königin Elisabeth im Linksprofil. Links bzw. rechts neben dem Bildnis befinden sich das Zeichen des Münzmeisters und das Zeichen der Brüsseler Prägestätte (Kopf des Erzengels Michael mit Helm). Oberhalb des Bildnisses sind die Jahreszahlen 1937-2012 angegeben. Unterhalb des Bildnisses befindet sich die Inschrift „QUEEN ELISABETH COMPETITION“. Das Länderkürzel „BE“ ist rechts neben dem Bildnis eingraviert.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Königin Elisabeth von Belgien (1876–1965) stammte aus dem Haus Wittelsbach und war mit König Albert I. verheiratet. Sie spielte selbst Violine und förderte Musik, bildende Kunst und Wissenschaft. Violinunterricht erhielt sie unter anderem bei Eugène Ysaÿe, einem belgischen Geiger, Komponisten und Dirigenten. Aus dem gemeinsamen Interesse an der Ausbildung junger Musiker entstand die Idee eines internationalen Wettbewerbs.
Die erste Austragung erfolgte unter dem Namen „Concours Eugène Ysaÿe“. Ysaÿe war kurz zuvor gestorben, hatte aber noch an den Grundzügen des Wettbewerbs mitgewirkt. Zunächst richtete er sich an Violinisten, danach auch an Pianisten. Zu den frühen Preisträgern gehörten die sowjetischen Musiker David Oistrach und Emil Gilels. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die weitere Durchführung. Nach der Wiederaufnahme erhielt der Wettbewerb 1951 seinen heutigen Namen und wurde seitdem in Brüssel veranstaltet.
Zu seinen Besonderheiten gehört die intensive Schlussrunde. Die Finalisten bereiten innerhalb einer begrenzten Zeit ein eigens für den Wettbewerb bestimmtes, zuvor unveröffentlichtes Werk vor. Dabei leben und arbeiten sie abgeschirmt und ohne Unterstützung durch ihre Lehrer. Neben Violine und Klavier kamen später weitere Sparten hinzu, darunter Gesang und Komposition. Die Aufführungen der Finalrunde finden traditionell mit Orchester statt.
Der Wettbewerb steht zugleich in Verbindung mit der belgischen Monarchie und der staatlich getragenen Kulturpflege. Nach Elisabeth übernahm Königin Fabiola das Ehrenpräsidium; später wurde diese Aufgabe von Königin Mathilde weitergeführt. Die Auszeichnung junger Musiker und ihre internationale öffentliche Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt, nicht allein die Vergabe eines Geldpreises.
Für Belgien bot das Jubiläum daher einen Anlass, an eine langfristig bestehende kulturelle Einrichtung mit königlicher Namensgeberin und internationaler Beteiligung zu erinnern. Die Wahl für eine Umlaufmünze verband Musikgeschichte, belgische Kulturpolitik und die Rolle des Königshauses in einem Motiv.
Die erste Austragung erfolgte unter dem Namen „Concours Eugène Ysaÿe“. Ysaÿe war kurz zuvor gestorben, hatte aber noch an den Grundzügen des Wettbewerbs mitgewirkt. Zunächst richtete er sich an Violinisten, danach auch an Pianisten. Zu den frühen Preisträgern gehörten die sowjetischen Musiker David Oistrach und Emil Gilels. Der Zweite Weltkrieg unterbrach die weitere Durchführung. Nach der Wiederaufnahme erhielt der Wettbewerb 1951 seinen heutigen Namen und wurde seitdem in Brüssel veranstaltet.
Zu seinen Besonderheiten gehört die intensive Schlussrunde. Die Finalisten bereiten innerhalb einer begrenzten Zeit ein eigens für den Wettbewerb bestimmtes, zuvor unveröffentlichtes Werk vor. Dabei leben und arbeiten sie abgeschirmt und ohne Unterstützung durch ihre Lehrer. Neben Violine und Klavier kamen später weitere Sparten hinzu, darunter Gesang und Komposition. Die Aufführungen der Finalrunde finden traditionell mit Orchester statt.
Der Wettbewerb steht zugleich in Verbindung mit der belgischen Monarchie und der staatlich getragenen Kulturpflege. Nach Elisabeth übernahm Königin Fabiola das Ehrenpräsidium; später wurde diese Aufgabe von Königin Mathilde weitergeführt. Die Auszeichnung junger Musiker und ihre internationale öffentliche Wahrnehmung stehen im Mittelpunkt, nicht allein die Vergabe eines Geldpreises.
Für Belgien bot das Jubiläum daher einen Anlass, an eine langfristig bestehende kulturelle Einrichtung mit königlicher Namensgeberin und internationaler Beteiligung zu erinnern. Die Wahl für eine Umlaufmünze verband Musikgeschichte, belgische Kulturpolitik und die Rolle des Königshauses in einem Motiv.
