
CC 124 2012
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Deutschland · Bayern, Schloss Neuschwanstein
Auflage168.000
Ausgabepreis22,00 €
Ausgabedatum03.02.2012
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Preis des Satzes (2 Münzen)39,90 €
Auflagenangabe der Quelle: 40000 | 32000
Varianten
5Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Kursmünzensatz · Auflage 40.000
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · PP · Kursmünzensatz · Auflage 32.000
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · PP · Kursmünzensatz · Auflage 32.000
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · PP · Kursmünzensatz · Auflage 32.000
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · PP · Kursmünzensatz · Auflage 32.000
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist Bayern im Rahmen der Serie „Bundesländer“ gewidmet. Das von Erich Ott gestaltete Motiv zeigt Schloss Neuschwanstein aus östlicher Perspektive mit dem Torgebäude, den mittelalterlich gestalteten Türmen und Ziertürmchen sowie dem Bergpanorama über der Pöllatschlucht. Der Schriftzug „BAYERN“ stellt die Verbindung zum Freistaat her.
Das Motiv
Die Gedenkmünze „Bayern“ wurde von Erich Ott gestaltet und zeigt das berühmte Schloss Neuschwanstein aus der bekanntesten Perspektive. Das Münzmotiv entspricht dem Blick, der sich dem Besucher beim Aufstieg zum Schloss aus Richtung Osten bietet — mit dem Torgebäude im Vordergrund und den mittelalterlich gestalteten Türmen und Ziertürmchen. Das Bergpanorama hinter dem Schloss vermittelt einen Eindruck von der Lage des Schlosses auf einer Felshöhe über der romantischen Pöllatschlucht. Der Name „BAYERN“ stellt die Verbindung zwischen dem dargestellten Schloss Neuschwanstein und dem Freistaat her.
Im Münzinneren befinden sich rechts außen das Zeichen der jeweiligen Münzprägeanstalt (A, D, F, G oder J) und links außen die Initialen des Künstlers.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Flagge der Europäischen Union dargestellt. Zwischen den Sternen steht unten die Jahresangabe „2012“ und oben der Ausgabestaat „D“.
Im Münzinneren befinden sich rechts außen das Zeichen der jeweiligen Münzprägeanstalt (A, D, F, G oder J) und links außen die Initialen des Künstlers.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Flagge der Europäischen Union dargestellt. Zwischen den Sternen steht unten die Jahresangabe „2012“ und oben der Ausgabestaat „D“.
Hintergrund zum Thema
Schloss Neuschwanstein ist keine mittelalterliche Burg, sondern ein Bau des Historismus aus dem 19. Jahrhundert. König Ludwig II. von Bayern ließ es ab 1869 nahe Hohenschwangau errichten. Es sollte ihm als privater Rückzugsort dienen und zugleich eine idealisierte Welt des mittelalterlichen Rittertums verkörpern. Vorbilder waren unter anderem die Wartburg sowie Bühnenbilder und Sagenstoffe, die auch in den Opern Richard Wagners aufgegriffen wurden. Ludwig II. war ein Förderer und Bewunderer des Komponisten.
Die ersten Entwürfe stammten vom Bühnenmaler Christian Jank; Architekten und Baubeamte setzten sie baulich um und überarbeiteten sie. Hinter der historisierenden Erscheinung verbarg sich zeitgenössische Technik, etwa eine Warmluftheizung, fließendes Wasser und elektrische Rufanlagen. Zahlreiche Wandbilder beziehen sich auf Ritter- und Gralslegenden. Eine der bekanntesten Raumgestaltungen ist der Sängersaal, dessen Konzeption sich an Räumen der Wartburg orientiert.
Ludwig II. bezog Teile des Schlosses, obwohl die Anlage noch nicht fertiggestellt war. Nach seiner Entmündigung und seinem Tod im Jahr 1886 endeten die Arbeiten weitgehend. Mehrere vorgesehene Bauteile wurden nicht mehr ausgeführt. Kurz nach dem Tod des Königs wurde das zuvor private Schloss für Besucher geöffnet. Die Einnahmen sollten auch zur Begleichung der durch Ludwigs Bauvorhaben entstandenen Schulden beitragen.
Die deutsche Münzserie „Bundesländer“ orientierte sich grundsätzlich an der Reihenfolge, in der die Länder den Vorsitz im Bundesrat übernahmen. Für jedes Land wurde ein Bauwerk oder Wahrzeichen ausgewählt, das eine unmittelbare geografische und kulturelle Zuordnung ermöglicht. Neuschwanstein eignete sich dafür, weil es eng mit der bayerischen Monarchie, der Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts und der heutigen Außendarstellung Bayerns verbunden ist. Das Schloss befindet sich im Eigentum des Freistaats und wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut.
Die ersten Entwürfe stammten vom Bühnenmaler Christian Jank; Architekten und Baubeamte setzten sie baulich um und überarbeiteten sie. Hinter der historisierenden Erscheinung verbarg sich zeitgenössische Technik, etwa eine Warmluftheizung, fließendes Wasser und elektrische Rufanlagen. Zahlreiche Wandbilder beziehen sich auf Ritter- und Gralslegenden. Eine der bekanntesten Raumgestaltungen ist der Sängersaal, dessen Konzeption sich an Räumen der Wartburg orientiert.
Ludwig II. bezog Teile des Schlosses, obwohl die Anlage noch nicht fertiggestellt war. Nach seiner Entmündigung und seinem Tod im Jahr 1886 endeten die Arbeiten weitgehend. Mehrere vorgesehene Bauteile wurden nicht mehr ausgeführt. Kurz nach dem Tod des Königs wurde das zuvor private Schloss für Besucher geöffnet. Die Einnahmen sollten auch zur Begleichung der durch Ludwigs Bauvorhaben entstandenen Schulden beitragen.
Die deutsche Münzserie „Bundesländer“ orientierte sich grundsätzlich an der Reihenfolge, in der die Länder den Vorsitz im Bundesrat übernahmen. Für jedes Land wurde ein Bauwerk oder Wahrzeichen ausgewählt, das eine unmittelbare geografische und kulturelle Zuordnung ermöglicht. Neuschwanstein eignete sich dafür, weil es eng mit der bayerischen Monarchie, der Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts und der heutigen Außendarstellung Bayerns verbunden ist. Das Schloss befindet sich im Eigentum des Freistaats und wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut.
