Die Gedenkmünze erinnert an den 500. Jahrestag des Erscheinens von „Laus Stultitiae“ (Lob der Torheit) des niederländischen Philosophen, Humanisten und Theologen Desiderus Erasmus. Das Motiv zeigt Erasmus beim Verfassen des Buches sowie ein Porträt von Königin Beatrix. Dazwischen stehen senkrecht die Worte „Beatrix Koningin der Nederlanden“, daneben die Jahreszahl „2011“ sowie die Zeichen des Münzmeisters und der Münze.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt Erasmus beim Verfassen seines Buchs und das Porträt von Königin Beatrix. Zwischen diesen beiden Abbildungen stehen senkrecht die Worte „Beatrix Koningin der Nederlanden“, daneben die Jahreszahl „2011“ sowie die Zeichen des Münzmeisters und der Münze.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Flagge der Europäischen Union dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Erasmus stammte aus Rotterdam, lebte jedoch über längere Zeit unter anderem in Paris, England, Löwen, Basel und Freiburg im Breisgau. Damit gehörte er zu einer europaweit vernetzten Gelehrtenwelt, in der Bücher, Briefe und Ideen über politische und sprachliche Grenzen hinweg zirkulierten. Er schrieb überwiegend auf Latein, der gemeinsamen Wissenschaftssprache seiner Zeit. Neben eigenen Schriften veröffentlichte er kommentierte Ausgaben antiker Autoren und christlicher Texte. Seine Ausgabe des griechischen Neuen Testaments sollte eine genauere Beschäftigung mit den ursprünglichen Quellen ermöglichen.
Das „Lob der Torheit“ entstand während eines Aufenthalts in England und ist Erasmus’ Freund Thomas Morus gewidmet. Der lateinische Titel „Moriae encomium“ enthält zugleich ein Wortspiel mit dessen Namen. In dem Text tritt die Torheit als Person auf und hält eine Rede zu ihrem eigenen Ruhm. Dabei führt sie vor, wie stark menschliches Verhalten von Eigenliebe, Eitelkeit, Selbsttäuschung und gesellschaftlichen Konventionen geprägt ist.
Die Satire richtet sich gegen zahlreiche Gruppen, darunter Gelehrte, Fürsten, Höflinge, Ordensleute, Prediger und Theologen. Besonders scharf behandelt Erasmus religiöse Äußerlichkeiten, leere Gelehrsamkeit und den Missbrauch kirchlicher Ämter. Die Schrift ist jedoch kein einfacher Angriff auf Religion. Hinter dem Spott steht seine Vorstellung eines Christentums, das sich an persönlicher Frömmigkeit, Bildung und dem Vorbild Christi orientieren sollte.
Erasmus kritisierte kirchliche Missstände, schloss sich aber der Reformation nicht an. Mit Martin Luther geriet er über die Frage des freien Willens in einen öffentlichen Streit. Seine vermittelnde Haltung brachte ihn zwischen die konfessionellen Lager.
Für die Niederlande bot Erasmus einen Anlass, der nationale Herkunft und europäische Geistesgeschichte verbindet. Seine grenzüberschreitende Lebensweise, sein lateinisches Werk und seine Wirkung in verschiedenen Ländern passen zudem zum europäischen Charakter einer Euro-Umlaufmünze.
eBay-Preisanalyse
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Um die Bekanntgabe der geplanten Ausgabe dieser 2CC bis zum Ausgabetag zu verhindern, hat die KNM ein Embargo verhängt, dass durch undichte Stellen seitens der "Insider" umgangen wurde, sodass diverse Publikationen im www die KNM veranlasste, die Ausgabe vor dem eigentlich geplanten Termin zu veröffentlichen. Ausgabe Coincard: Februar, Ausgabe KMS PP: April 2011.